von
Sieglinde Gmeiner

Wird ein adoptiertes Kinde nicht bei der Rente und Mütterrente berücksichtigt?

von
Martin

Zitiert von: Sieglinde Gmeiner

Wird ein adoptiertes Kinde nicht bei der Rente und Mütterrente berücksichtigt?

Wenn Sie die Kindererziehungszeit für dieses Kind (noch) nicht beantragt haben logischweise nicht.

von
senf-dazu

Wenn es der Rentenversicherung bekannt gemacht wird, können auch hier bis zum 3. Lebensjahr Kindererziehungszeiten und bis zum 10. Lebensjahr Kinderberücksichtigungszeiten angerechnet werden.
Am besten einmal mit den Unterlagen zu einer Beratungsstelle der DRV gehen und dort gleich die Daten erfassen lassen.

von
W*lfgang

Allgemeine Zusatzfrage:

Eigentlich sind Adoptivkinder ja leiblichen Kindern gleichgestellt - in der Geburtsurkunde stehen genauso die neuen Eltern 'ab Geburt' bereits drin, als Außenstehender ist kein 'Übernahmedatum' erkennbar.

- Was passiert, wenn ein Kind z. B. erst mit 1, 3 oder 5 Jahren adoptiert worden ist und die leiblicher Mutter ebenfalls Kindererziehungszeiten bis dahin geltend macht?
- Müssen die Adoptiveltern die Frage nach 'lückenloser' Erziehung ab Geburt bis 10 im V800 verneinen und einen kürzeren Zeitraum eintragen?

Gruß
w.

von
Anonym!

Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder sind nun 2 Jahre. Volksmund und ahnungslose Politiker reden von "Mütterrente".

Voraussetzungen hierfür ist, dass man das Kind in den ersten beiden Jahren selbst erzogen hat.

Im konrketen Fall heißt, dass wenn das Kind erst ab dem 3. Lebensjahr in den Haushalt aufgenommen wurde, es keine Mütterrente gibt.

Im V800 wird die Frage gestellt, ob man während den ersten 10 Jahren selbst erzogen hat. Diese Frage wäre in diesem Fall zu verneinen und für jedes Kind auf dem Extraformular V805 anzugeben, wer von wann bis wann das Kind während den ersten 10. Lebensjahren erzogen hat.

von
W*lfgang

Zitiert von: Anonym!
Im V800 wird die Frage gestellt, ob man während den ersten 10 Jahren selbst erzogen hat. Diese Frage wäre in diesem Fall zu verneinen und für jedes Kind auf dem Extraformular V805 anzugeben, wer von wann bis wann das Kind während den ersten 10. Lebensjahren erzogen hat.
Anonym!,

soweit alles bekannt und richtig ...ich dachte eigentlich an eine Raa (Rechtsanweisung), dass bei Adoptivkindern (eine Differenzierung wird im Antrag ja nicht vorgenommen) grundsätzlich keine Nachfrage zu den tatsächlichen Erziehungszeiten zu erfolgen hat ;-) - wenn die Antragstellerin 'einfach mal so' ...man lässt als Berater ja schon mal Gedanken laut werden *g die komplette Erziehungszeit geltend macht.

Wie wollen Sie da vermeiden, dass bei Rückfragen/Abgleich bei der leibliche Mutter der besondere Schutz von Adoptivkindern gewahrt bleibt oder ggf. widersprüchliche (Zeit-)Angaben gar im 'direkten' Kontakt geklärt werden?

Gruß
w.

von
Sozialröchler?

Zitiert von: Sieglinde Gmeiner

Wird ein adoptiertes Kinde nicht bei der Rente und Mütterrente berücksichtigt?

Adoptivkinder sind leiblichen Kindern gleich gestellt. Selbst wenn der Rentenversicherung die Tatsache einer Adoption bekannt ist, darf hier keine Ausforschung der Verhältnisse erfolgen. Falsche Angaben werden jedoch meistens dadurch aufgedeckt, dass eine der beiden "Mütter" die richtigen Angaben macht und die falschen Angaben der anderen so durch den Gegenseitigkeitsvermerk "Erziehung durch eine andere Person" auffliegen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Sozialröchler?
durch den Gegenseitigkeitsvermerk "Erziehung durch eine andere Person" auffliegen.
Sozialröchler,

und dieser Gegenseitigkeitsvermerk ist aktenkundig und den kann 'ich als Adoptivkind/beteiligte Person' so einfach im Rahmen des Rechts zur Akteneinsicht zur Kenntnis erlangen/meine (unerwünschten) Schlüsse daraus ziehen?

Ich weiß, sind minimale Einzelfälle - die Praktiker sagen/denken: schon der erste wäre einer zu viel, dieses besonders Schutzrecht über diesen Weg auszuhöhlen zu können.

Bedanke mich trotzdem für die Diskussion, die Datenschutz rechtlichen Auswirkungen dieses sensiblen Bereich sind sicher auf einer anderen Ebene zu führen (die DRV hat ja dafür genug Arbeitsgruppen ;-)

Bin gespannt, wie der/die Experte/in morgen früh rumeiernde ...pardon, sachliche relevante Gedanken dazu veröffentlichen wird *g

Gruß
w.

von
Schade

Dem V800 sehe ich nicht an, ob ich angelogen werde.
Gibt die Adoptivmutter an Sie habe das Kind die kompletten Jahre erzogen, so erkenne ich das an. Was bleibt mir auch anders übrig.
Gibt sie an das Kind wurdeab xx.xx.xxxx erzogen, kann ich es nur ab da anerkennen.

Wo ist das Problem?

von
Batrix

Zitiert von: W*lfgang

und dieser Gegenseitigkeitsvermerk ist aktenkundig und den kann 'ich als Adoptivkind/beteiligte Person' so einfach im Rahmen des Rechts zur Akteneinsicht zur Kenntnis erlangen/meine (unerwünschten) Schlüsse daraus ziehen?

Ich glaube kaum, dass ein Kind resp. Adoptivkind Akteneinsicht in die Akte der Mutter resp. Adoptivmutter erhält, solange keine Vollmacht der Versicherten vorliegt!
Genauso wenig, wie irgendeine andere Person (auch Ehegatten nicht) ohne Vollmacht Auskünfte oder Akteneinsicht erhält! Also dürfte sich diese Problematik eigentlich nicht ergeben...

von
Carla

Beziehen Sie bereits eine Rente?
Falls ja, bekommen Sie die "Mütterrente" nur unter der Voraussetzung, dass die Kindererziehungszeiten für den zwölften Lebensmonat auch bei Ihnen anerkannt sind.

von Experte/in Experten-Antwort

Die recht eindeutige Frage: “Wird ein adoptiertes Kind nicht bei der Rente und Mütterrente berücksichtigt?“, wirft recht seltsame Auswüchse hinsichtlich der Kommentare hervor. Klare Antwort: Wird das Kind innerhalb der Kindererziehungszeiten (Geburten vor 1992 bis zum zweiten Lebensjahr, ab 1992 bis zum dritten Lebensjahr) adoptiert, sind auch Kindererziehungszeiten bei der Rentenversicherung für den Adoptivelternteil anrechenbar. Bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr können entsprechend Kinderberücksichtigungszeiten geltend gemacht werden. Entscheidend ist somit der Zeitpunkt der Adoption (Gleichstellung laut BGB).

von
W*lfgang

Zitiert von: Batrix
Ich glaube kaum, dass ein Kind resp. Adoptivkind Akteneinsicht in die Akte der Mutter resp. Adoptivmutter erhält, solange keine Vollmacht der Versicherten vorliegt!
Beatrix,

ich sage nur Halb-/Vollwaisenrente, ggf. mit Betreuer/Vormund (Jugendamt) ...okay, nun kommt die grenzwertige Promillemöglichkeit - ich habe allerdings schon bei Fällen aus dem Jugendamt/Vormund dran gedacht, die Akte anzufordern (wenn man überhaupt keine Anhaltspunkte zum (ungeklärten) VV hat, dann kommen noch Auslandszeiten ins Spiel und dieses Klientel hat für 17 Kinder oft auch 17 verschiedene Väter ...aber bisher hat sich das eben so erledigt, Antrag ohne Inhalt gestellt, etwaige Rückfragen abwarten, klappt).

Damit soll's gut sein.
Gruß
w.

von
christa Mellenentin

Zitiert von: Sieglinde Gmeiner

Wird ein adoptiertes Kinde nicht bei der Rente und Mütterrente berücksichtigt?

von
Gundela Schäfr

Zitiert von: Sieglinde Gmeiner

Wird ein adoptiertes Kinde nicht bei der Rente und Mütterrente berücksichtigt?

von
Kohr

[quote=213573]
Wenn es der Rentenversicherung bekannt gemacht wird, können auch hier bis zum 3. Lebensjahr Kindererziehungszeiten und bis zum 10. Lebensjahr Kinderberücksichtigungszeiten angerechnet werden.
Am besten einmal mit den Unterlagen zu einer Beratungsstelle der DRV gehen und dort gleich die Daten erfassen lassen.
Sehr geehrte Damen und ´Herren,
wenn ich diesen Absatz lese, müsste unsere Mieterin für Ihr mit zwei Jahren adoptiertes Enkelkind Mütterrente beziehen. Die Mieterin ist heute 84 Jahre und hat vor 40 Jahren das Kind adoptiert. Telef. wurde mir die Auskunft erteilt, dass , wenn das Kind mit einem Jahr adoptiert wird, sie Mütterrente bekommen hätte. Was ist nun richtig? Über eine kurzfristige Antwort, wären wir Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Heike Kohr