von
Hilde

Bekomme in anderen Foren keine brauchbare Antwort, versuche es hier. Also volljährige Tochter durch lange Krankheit jetzt in ALG 2 gekommen. Kann sich von dem Regelsatz noch nicht ein paar Schuhe kaufen, wohnt 500 Km von den Eltern weg. Darf ich ihr alle 2-3 Wochen 30-40 Euro überweisen? ohne das es Ärger mit dem Arbeitsamt gibt? Danke für Auskunft.

von
Ursula

Ich wüßte nicht,daß Millionen Alg II Empfänger seit Einführung im Januar 2005 barfuß herumlaufen.

Und Zuwendungen,die auf dem Konto erscheinen,werden als Einkommen angerechnet.

von
Hilde

Ursula, ich hasse solche bescheuerte Weiber wie dich, über andere lustig machen.

von
KSC

Dann versuche ich es mit folgender Antwort:

Für diese Frage ist die DRV nicht zuständig - fragen Sie beim Jobcenter nach.
Kein DRV Experte wird sich hier "aus dem Fenster lehnen".

PS: Sie werden doch so kreativ sein und Ihrer Tochter Gutes tun können, ohne dass es als regelmäßige Zahlung auf dem Kontoauszug erscheint - Sie können ihr ja z.B. Schuhe bei Zalando, Otto und Co bestellen.......manche Frage provozieren halt dämliche Antworten....

Schönes Wochenende

von
Alltagsbegleiter

Selbstverständlich dürfen Sie ihrer Tochter, die Alg II bezieht, soviel Geld überweisen, wie sie mögen.

Allerdings wird ihre Tochter davon keinen Vorteil haben, denn das Jobcenter wird den Zahlbetrag entsprechend mindern. Gehen Sie also lieber mit ihr einkaufen und schenken ihr die benötigten Kleidungsstücke direkt (oder packen Sie ein „Care-Paket“).

Bei Alg II-Leistungsbezug sind nämlich lediglich Geldgeschenke von bis zu 10,- Euro monatlich anrechnungsfrei. Bei einem einmaligen größeren Zahlungseingang kann diese Summe aber nicht rechnerisch auf mehrere Monate verteilt werden.
Wenn Sie ihrer Tochter 30,- Euro überweisen, so wird diese Summe komplett als Einkommen von den Leistungen abgezogen. Bei erhaltenen Geldgeschenken gibt es im SGB II - anders als bei Einkommen durch Erwerbstätigkeit - keinerlei Freibeträge.

Auch wenn Ihre Tochter nicht regelmäßig ihre Kontoauszüge im Jobcenter einzureichen hat, den Geldeingang zu verschweigen wäre keine gute Idee und würde als Sozialleistungsbetrug gewertet werden.

von
Hammer Welpe

Mein Gott. Schicken Sie ihr doch die 30 € oder sonstwas einfach per Brief zu und niemand erfährt von der Zuwendung. Man kann einen Sachverhalt auch verkomplizieren ....

von
Pennystock

Wenn man den Hartz 4 Regelsatz auch füe Zigaretten, Alkohol und sonst was ausgibt bleibt z.b. für Schuhe nicht mehr viel übrig.
Das Thema " Bildungsferne Schichten " lässt schön grüssen.

von
Hilde

Sie raucht nicht und trinkt nicht, hat auch keine Schuld das sie krank ist. Geld im Brief wird oft gestohlen. Schönes Wochenende

von
Hilde

Das Wort Hartz 4 ist für viele Leute ein rotes Tuch, nur manche können wirklich nicht arbeiten. Ich hätte besser schreiben sollen mal ins Kino gehen, oder mit Freunden weg gehen. Von diesem Regelsatz kann man nur in der Stube hocken, was noch zusätzlich krank macht.

von
Aufmerksamer Nachbar

Zitiert von: Hilde

Ich hätte besser schreiben sollen mal ins Kino gehen, oder mit Freunden weg gehen. Von diesem Regelsatz kann man nur in der Stube hocken, was noch zusätzlich krank macht.

Wenn die Betroffene ausgehen kann, dann kann sie auch arbeiten.

Wäre sie dauerhaft arbeitsunfähig oder gar erwerbsgemindert, bekäme sie jetzt kein ALG 2 sondern Sozialgeld oder Rente.

Es ist völlig egal, ob Sie ihr Geld aufs Konto überweisen, Geld per Post schicken oder es ihr persönlich in die Hand drücken. In jedem Fall handelt es sich um meldepflichtige Einnahmen, die zunächst für den Lebensunterhalt einzusetzen sind und somit die Leistungsansprüche entsprechend mindern können.

Die Langeweile verschwindet ganz automatisch, wenn Ihre Bekannte erst einmal einen Arbeitsplatz gefunden hat. Zumindest ein Minijob sollte zu ergattern sein.

Von 400 Euro Verdienst bleiben 160 Euro anrechnungsfrei. Und davon kann man sich viele Paar Schuhe kaufen!

von
Hilde

Hallo Sie kluger Nachbar, Sie machen mir Spaß. Sie haben von Krankheiten keine Ahnung. Sie denken, wer nicht im Bett liegen muß kann auch arbeiten gehen. Und welcher Mensch ist so bescheuert,erst dem Kind Geld schenken und dann dem Amt melden. Auf der anderen Seite werden ständig Millionen Steuergelder verschleudert. Ich glaube eher Sie wollten sich mit mir einen Spaß erlauben, so dumm kann ja niemand sein.

von
Aufmerksamer Nachbar

Zitiert von: Hilde

Hallo Sie kluger Nachbar, Sie machen mir Spaß. Sie haben von Krankheiten keine Ahnung. Sie denken, wer nicht im Bett liegen muß kann auch arbeiten gehen. Und welcher Mensch ist so bescheuert,erst dem Kind Geld schenken und dann dem Amt melden. Auf der anderen Seite werden ständig Millionen Steuergelder verschleudert. Ich glaube eher Sie wollten sich mit mir einen Spaß erlauben, so dumm kann ja niemand sein.

Sie haben mich offenbar falsch verstanden!

Wenn jemand dauerhaft arbeitsunfähig ist, hat er gar keinen Alg 2-Anspruch, sondern nur Anspruch auf Sozialgeld vom Sozialamt oder auf Erwerbsminderungsrente.

Es kommt auch nicht darauf an, ob ein Schenkender die Schenkung dem Amt meldet, sondern nur darauf, dass der Leistungsbeziehende den Geldeingang melden MUSS, da er sich ansonsten wegen Sozialleistungsbetruges strafbar macht.

Ich habe schon mehrmals solche Betrugsfälle erfolgreich zur Anzeige gebracht und bin mir sicher, dass auch in Ihrer Umgebung aufmerksame Nachbarn wohnen.

Ich habe selbst jahrelang auf Alg 2-Niveau gelebt und weiß daher, dass man ganz gut damit zurecht kommen kann!

von
Alltagsbegleiter

Aufmerksamer Nachbar, Sie schreiben:
„Wäre sie dauerhaft arbeitsunfähig oder gar erwerbsgemindert, bekäme sie jetzt kein ALG 2 sondern Sozialgeld oder Rente.“

Das ist zwar prinzipiell nicht falsch, dennoch beziehen zahlreiche voll Erwerbsgeminderte Leistungen nach dem SGB II und nicht nach dem SGB XII.

Das liegt zum einen daran, dass viele Menschen die durch eine langwierige, doch therapierbare Erkrankung, arbeitslos geworden sind, nach Beendigung der Krankengeldzahlungen, während der Rekonvaleszens, Alg II beziehen.

Zum anderen ist, selbst wenn der ärztliche Dienst des Arbeitsamtes die volle Erwerbsminderung über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten Dauer festgestellt hat, während eines laufenden Rentenverfahrens üblicherweise weiterhin das Jobcenter zuständig.

Erst wenn nämlich die volle Erwerbsminderung rentenrechtlich festgestellt worden ist, ist die Rentenversicherung und gegebenenfalls das Sozialamt zuständiger Träger. Das Jobcenter hat sich hier der Entscheidung der Rentenversicherung unterzuordnen.

Übrigens kommen in Deutschland auf einen Euro Sozialmissbrauch 1400,- Euro an Steuerhinterziehung.

Telepolis-Interview mit Kim Otto vom Oktober 2010: Die Überzahlungen im SGB II werden für das Jahr 2009 mit 72 Millionen Euro angegeben.
Die jährliche Steuerhinterziehung aber beträgt über 100 Milliarden Euro.
Das entspricht einem Verhältnis von etwa 1 : 1400 Sozialmissbrauch zu Steuerhinterziehung.

von
Aufmerksamer Nachbar

Zitiert von: Alltagsbegleiter

Das entspricht einem Verhältnis von etwa 1 : 1400 Sozialmissbrauch zu Steuerhinterziehung.

Danke für die Infos!

Trotz allem sollte nicht vergessen werden, dass die Steuerhinterzieher im Regelfall ein Vielfaches des hinterzogenen Betrages an Steuern gezahlt haben, während ein Empfänger staatlicher Fürsorgeleistungen ausschließlich von Steuergeldern lebt und selbst, abgesehen von Verbrauchssteuern, keine Steuern zahlt.

Auch darf nicht vergessen werden, dass es (noch) erheblich mehr Steuerzahler gibt als Sozialleistungsbezieher.

Hätten wie ebenso viele Sozialleistungsbezieher wie Steuerzahler, dann sähe das Verhältnis Sozialleistungsbetrug zu Steuerhinterziehung aber ganz anders aus, wetten?

MfG

von
Hilde

Danke Alltagsbegleiter, ich glaube immer noch der Herr Nachbar ist ein Spaßvogel. So dumm kann kein normaler Mensch sein. Vielleicht hat er Angst das er nicht in den Himmel kommt, nur keine Sünde.

von
Aufmerksamer Nachbar

Zitiert von: Hilde

Danke Alltagsbegleiter, ich glaube immer noch der Herr Nachbar ist ein Spaßvogel. So dumm kann kein normaler Mensch sein. Vielleicht hat er Angst das er nicht in den Himmel kommt, nur keine Sünde.

Irrtum! Ich habe nicht das geringste Verständnis für Sozialleistungsbetrug.

Wer dazu in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt zumindest teilweise selbst zu bestreiten, der hat kein Recht auf volle Sozialleistungen.

Es ist auch völlig unerheblich, ob ich ein "Spaßvogel" bin oder nicht.

Aufmerksame Nachbarn hat schließlich Jeder. Und das sind garantiert nicht alles "Spaßvögel"!

(Fragen Sie sie doch mal.....)

Experten-Antwort

Hallo Hilde,

von Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung kann keine Auskunft zu den Anrechungsregelungen bei Leistungen von der Agentur für Arbeit gegeben werden.

von
Hildes Schwester

Zitiert von: Hilde

Hallo Hilde,

von Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung kann keine Auskunft zu den Anrechungsregelungen bei Leistungen von der Agentur für Arbeit gegeben werden.

Das kann jeder der "googlen" kann. Nur meine Schwester nicht!

von
Hilde

Danke Schwester, gute Nacht