von
Roco

Guten Tag,
ich bin ab Januar 2009 arbeitslos.
Meine Gesundheit ist stark angeschlagen.
Wenn ich nun bei Arbeitslosmeldung zum Amtsarzt geschickt werde wegen Erwerbsminderungsrente, bekomme ich dann nicht die vollen 100% meines Arbeitslosengeldes ?
Wegen z.B. eingeschränkter Einsatzfähigkeit ? oder habe ich generell einen Anspruch auf die 12 Monate volles Arbeitslosengeld, wenn ich nicht zuvor vermittelt werden sollte, was ich nicht glaube.
Ich habe GDB 80.

Danke
Roco

Experten-Antwort

Hallo Roco,

wer eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten will, muss bestimmte versicherungrechtliche und medizinische Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen vor allem eine deutliche Einschränkung der bisherigen Arbeitskraft sowie drei Jahr Pflichtbeitragszeiten in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung. Bis zur Entscheidung über den Antrag auf Erwerbsminderung besteht weiter der Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dieser Anspruch endet mit dem Rentenbeginn und somit ggf. vor Ablauf der von Ihnen genannten 12 Monate.

von
Roco

Danke für Ihre Antwort !
Bin ich dann während dem ganzen Prozess gesetzlich krankenversichert über das Arbeitsamt ?
Oder werde ich dann krank gemeldet und bekomme dann Versicherung und Geld von der Krankenkasse ?

Danke !
Roco

von
Roco

Da fällt mir noch eine Frage ein:
Falls die EM-Rente durchgehen sollte ab Antragstellung, muß ich dann das ALG I oder das Krankengeld wieder zurückzahlen ?

Danke !
Roco

von
Rosanna

Hallo Roco,

>Falls die EM-Rente durchgehen sollte ab Antragstellung, muß ich dann das ALG I oder das Krankengeld wieder zurückzahlen ?<

Nein, keine Sorge. Die KK oder die AfA macht ggfls. auf die Rentennachzahlung ihren Erstattungsanspruch geltend. Über die Rentenhöhe hinausgehende Beträge werden aber nicht von Ihnen zurückgefordert, d.h. der Erstattungsanspruch ist auf die Rentenhöhe begrenzt.

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Hallo Roco,
haben andere Sozialleistungsträger ( z.B. Bundesagentur für Arbeit, Krankenkassen...) Leistungen in einem Zeitraum erbracht, für den auch Rente zu zahlen ist, erheben sie Erstattungsanspruch auf die Rentennachzahlung.
Das bedeutet, dass dann die Rentennachzahlung insgesamt oder bis zur Höhe der anderen Sozialleistung nicht dem Rentenberechtigten, sondern dem anderen Leistungsträger zusteht. Sollte der Betrag der Sozialleistung höher als die Rente sein, so müssen Sie die Differenz nicht an den Sozialleistungsträger zurückzahlen.

Sofern Sie bei Rentenantragstellung als Arbeitsloser krankenversichert sind, bleiben Sie bis zum eventuellen Rentenbeginn über die Bundesagentur für Arbeit versichert, weil diese Vorrang vor der Rentenantragstellungmitgliedschaft hat.