von
Mabuse

Vorneweg ich habe eine ähnlich Frage bereits gestellt, diese ist aber nur unzureichend beantwortet worden. Ich rufe deshalb nur zu ernstgemeinten und nicht unterstellenden Antworten auf.

Ich bin seit 3 Jahren unbefristet in Erwerbsminderungsrente (43 JAhre alt). Meine Ärzte sehen nun aufgrund meines Gesundheitszustandes eine Reha für angebracht, da sie ansonsten eine weitere Verschlechterung meines Gesundheitszustandes befürchten. Aufgrund meiner Rentensituation ist nur die KK zuständig.
Wer sich nun aber mit Rehakliniken auskennt, weis dass dort oftmals im Intresse der RV versucht wird, eine möglichst positive Prognose zur Arbeitsfähigkeit abzugeben.
Nun habe ich Fragen:
1. Wird bei KK-Zahlung überhaupt eine Stellungsnahme zur Arbeitsfähigkeit abgegeben?
2. Wird die RV von einem Beteiligten informiert?
3. Bei einer evtl. Kontrollfrage der RV trotz unbefr. Rente könnte die Frage nach einer erfolgten Reha und zur Offenlegung der Beurteilung kommen. Ist das so?

Ich möchte auch betonen, dass ich keineswegs mich vor Arbeit drücken will! Wer aber Diskussionen mit der RV diesbezüglich kennt, weiss auch die kräfteraubenden und subjektiven Betrachtungsweisen zu befürchten. Wer nun aber einem chronisch kranken jungen Mann in meinem Alter nur mit Provokationen und Vorwürfen begegnen möchte, sollte sich erst einmal in meine Lage versetzen.
Danke für`s Verständnis!

Experten-Antwort

Hallo Mabuse,

ich fürchte, Sie werden auch heute keine anderen Antworten erhalten, als am 29.01.

Sie müssen für sich selbst entscheiden, ob Sie das Angebot, mit einer Reha vielleicht ein bischen mehr Lebensqualität zu erreichen, annehmen. Oder ob Sie lieber die negativen Erfahrungsberichte (die es sicher gibt) Einzelner verallgemeinern und auf die Reha verzichten. Garantien kann Ihnen hier niemand geben und auch Ihre Fragen können nicht eindeutig und pauschal beantwortet werden.

Nur Ihre 3. Frage kann ich eindeutig beantworten: Natürlich müssen Sie die Reha angeben, wenn Sie im Rahmen einer Rentenkontrolle danach gefragt werden. Und natürlich wird dann auch diese Reha entsprechend in die medizinische Entscheidung einbezogen.
Um eine unbefristetete volle Erwerbsminderungsrente zu entziehen, müsste aber schon eine sehr deutliche Gesundheitssteigerung eintreten - und die Reha ist doch eigentlich (nach Ihren eigenen Worten) nur dazu gedacht, die weitere Verschlechterung aufzuhalten...

von
Jockel

Ihre Fragen wurden doch bereits beantwortet, sehr ausführlich sogar.
Was wollen Sie denn mehr ???

Langsam finde ich es anstrengend, dass hier immer wieder die selben Postings auftauchen/sich wiederholen.

von
Krämers

" Nun habe ich Fragen:
1. Wird bei KK-Zahlung überhaupt eine Stellungsnahme zur Arbeitsfähigkeit abgegeben?
2. Wird die RV von einem Beteiligten informiert?
3. Bei einer evtl. Kontrollfrage der RV trotz unbefr. Rente könnte die Frage nach einer erfolgten Reha und zur Offenlegung der Beurteilung kommen. Ist das so? "

zu 1 : auf jeden Fall

zu 2 : nein , die RV wird nicht automatisch informiert. Dem müssten Sie schon vorher zustimmen. Meist wird bei gleich bei Rehantritt von der Rehaklinik Formularmässig abgefragt wer den ausführlichen Entlassbericht alles bekommen soll ( Hausarzt, Facharzt etc. pp ) und werden darum um Entbindung von der Schweigepflicht gebeten. Sie sollten aber auf jeden Fall zusätztlich dann noch der Krankenkasse und der Klinik die Weitergabe des Entlassberichtes unter Androhung rechtlicher Schritte ausdrücklich schriftlich untersagen. Der Kostenträger der Massnahme ( hier die Krankenkasse ) bekommt natürlich immer den Bericht. Die RV wie gesagt dann nicht , wenn Sie das nicht freigeben. Wobei es manchmal aber verschlungene Wege gibt und so ein Bericht dann doch da ankommt wo er eigentlich nicht hin soll. Ein gewisses " Restrisiko " bleibt bei so etwas immer..

zu 3 : auf jeden Fall. Die Frage nach einer med. Reha in den letzten ( meist 2 Jahren ) ist auch in dem sog. Gesundheitsfragebogen bei der Rentenüberprüfung enthalten und muss dann auch selbstverständlich wahrheitsgemäss beantwortet werden. Und dann holt sich die RV den Bericht auch von der Krankenkasse.. Würden Sie die Frage nicht korrekt beantworten und die RV kommt dann doch ( wie auch immer ) dahinter, kriegen Sie derbe Probleme...

Bei einer med. Reha ( egal welcher Kostenträger ) während einer Berentung sollte man also immer im Vorfeld die möglichen Konsequenzen daraus auf die weitere Berentung berücksichtigen.