von
Johann Reiter

Hallo,
ich bin seit über 40 Jahren rentenversicherungspflichtig beschäftigt und gleichzeitig Nebenerwerbslandwirt. Zudem bin ich seit
25. August 2008 unbefristet als schwerbehinderter Mensch (GdB 50) anerkannt. Ich vollende im März 2009 das 63. Lebensjahr und werde Altersrente als schwerbehinderter Mensch ab 1. April 2009 beantragen. Die Altersrente steht mir ohne Rentenabschlag zu. Die Landwirtschaft wird über das 63. Lebensjahr hinaus betrieben.
Frage: Inwiefern spielt das Einkommen als Nebenerwerbslandwirt eine Rolle bei der Rentenhöhe? Ist das Einkommen voll oder teilweise auf die Altersrente anzurechnen? Vielen Dank für eine baldige Antwort.
Freundliche Grüße
Johann Reiter

von
Schiko.

Grundsätzlich ist ein Zuver-
dienst bis 400 monatlich,zwei
mal sogar bis 800 zulässig.
Ob hierzu die Einnahmen
als Nebenlandwirt gelten ist
zweitrangig, dies liegt sicher
auch unter 400 monatlich.

MfG.

von
-_-

Die rentenunschädliche Einkommensgrenze liegt bei 400,- EUR mtl.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_34R3.5

von
sab

Wobei das mit der Festlegung der Einkommenshöhe bei Landwirten nicht ganz so einfach ist, siehe auch hier: http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB4_15R4.1.3

Ich würde daher eine persönliche Beratung empfehlen.

Experten-Antwort

Anspruch auf eine Altersrente besteht bis zum Ablauf des Monats, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird, nur dann, wenn das Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung oder das Arbeitseinkommen aus einer selbständigen Tätigkeit oder vergleichbares Einkommen die monatlich maßgebende Hinzuverdienstgrenze (§ 34 Abs. 2, 3 SGB 6) nicht übersteigt.
Arbeitseinkommen in diesem Sinne ist der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Steuerrechts (§ 4 - § 7k EStG) ermittelte Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit (§ 15 Abs. 1 SGB 4). Arbeitseinkommen liegt danach auch dann vor, wenn keine selbständige Tätigkeit ausgeübt, das erzielte Einkommen aber einkommensteuerrechtlich als Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständige Arbeit behandelt wird.
Bei Selbständigen sowie buchführenden Landwirten (Gewinnermittlung jeweils nach § 4 Abs. 1 EStG) entspricht das Arbeitseinkommen damit dem steuerrechtlichen Gewinn und wird - ohne Ermittlungen zu den Grundlagen für die Berechnung dieser Einkünfte - unverändert aus dem Steuerbescheid übernommen (vgl. im Steuerbescheid "Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft", "Einkünfte aus Gewerbebetrieb" oder "Einkünfte aus selbständiger Arbeit"). Hiervon zu unterscheiden ist das im Steuerbescheid ebenfalls angegebene "zu versteuernde Einkommen", das jedoch als Einkommen im Sinne des § 34 Abs. 2 SGB 6 nicht heranzuziehen ist.
Bei nicht buchführungspflichtigen Landwirten, deren Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach § 13a des Einkommensteuergesetzes (EStG) ermittelt wird, ist - nach § 15 Abs. 2 SGB 4 - als Arbeitseinkommen der sich aus § 32 Abs. 6 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) ergebende Wert anzusetzen.