von
Karina13

Bin Jahrgang 1949, beziehe eine volle EMR für 3 Jahre. Weiterbewilligung wird im Juni beantragt. Die halbe EMR habe ich auf Dauer, beide Renten beruhen auf medizinischen Befunden. Eine Besserung ist nicht eingetreten, eher das Gegenteil. Nun war ich bei einer Beratung und binmir nicht sicher, daß ich einen Aspekt richtig verstanden habe. Die Beraterin meinte, ich solle eine BU nach Rentenrecht bis 2000 prüfen lassen. So wäre dann bei positiven Bescheid eine RAR mit 63 Jahren ohne Abschläge für mich möglich. Gleichzeitig soll ich einen GdB von 50% versuchen zu erlangen.(bisher 30%)Die Einstufung von 30 hat nichts mit meiner Erkrankung , die berentet wird zu tun. Wartezeit von 35 Jahren ist erfüllt. Nun meine Frage, wann sollte ich das beantragen, jetzt beim Weitergewährungsantrag oder erst mit dem 62 LJ?Und bleiben mir die bisherigen Entgeltpunkte für die RAR erhalten?
Danke für Ihre Antworten

von Experte/in Experten-Antwort

Da Sie die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen, besteht bei einer Anerkennung als schwerbehinderter Mensch (mit einem GdB von mindestens 50) oder bei Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht ein Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Diese Rente würde nach Vollendung des 63. Lebensjahres ohne Abschlag gezahlt werden. Die Prüfung, ob die Voraussetzungen vorliegen, erfolgt nachdem Sie einen Antrag auf diese Rente gestellt haben. Dieser Rentenanspruch wäre für Sie vor allem dann von Vorteil, wenn ggf. nur noch die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gewährt würde. Auf die bisherigen persönlichen Entgeltpunkte besteht ein Besitzschutz, sofern keine Unterbrechung in der Rentenzahlung von mehr als 24 Kalendermonaten eintritt.

von
Karina13

Danke Expertin für die Antwort. Ich will den Antrag auf BU nach altem Recht stellen. Meine Frage dahingehend war, zu welchem Zeutpunkt sollte ich das tun? Jetzt beim Weiterbewilligungsantrag oder erst, kurz vor meinem 63. LJ?Ich möchte schon eine abschlagsfreie Rente bekommen, die jetzige ist ja leider um 10,8% gekürzt und das fehlt dann schon jeden Monat. Die 50% Gdb werde ich unabhängig davon ebenfalls beantragen. Hoffe nur, daß es dann die RAR noch gibt. Weiß man bei der heutigen Politik leider nicht so ganz genau.
Danke fürs Lesen
Karina 13

von Experte/in Experten-Antwort

Das Vorliegen von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit nach dem bis Ende 2000 geltenden Recht könnte zum Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen führen (hierbei handelt es sich nicht um die Regelaltersrente, falls Sie diese mit der Abkürzung „RAR“ meinen). Die Voraussetzung wird demnach auch erst nach der Antragstellung dieser Rente geprüft. Den Antrag auf die Rente sollten Sie ca. 4 Monate vor Rentenbeginn stellen.

Nach dem aktuellen Recht würden allerdings auch bei einem Anspruch auf eine abschlagsfreie Altersrente weiterhin die Abschläge von 10,8% Bestand haben!