von
Claudia Windfuhr

Ich habe nach der Geburt meiner Tochter zwei Jahre Elternzeit beantragt. 10 Monate nach der Geburt habe ich wieder angefangen, Teilzeit zu arbeiten. Da ich auch nach Ablauf der Elternzeit weiterhin in Teilzeit arbeiten möchte, frage ich mich, ob es einen Unterschied macht, ob ich die Elternzeit um ein Jahr verlängere oder nicht. In beiden Fällen würde ich 50% arbeiten und hätte einen befristeten Arbeitsvertrag.

Experten-Antwort

Die Frage der Elternzeit ist eine arbeitsrechtliche Frage und hat mit der Rente nichts zu tun! Fragen Sie bitte Ihren Arbeitgeber bzw. Betriebs-/Personalrat.

von
W*lfgang

Hallo Claudia Windfuhr,

für die Anrechnung der Pflichtbeitragszeiten für Kindererziehung in der Rentenversicherung (die ersten 3 Jahre) spielt es keine Rolle, ob und wann Sie Ihre Beschäftigung wieder aufnehmen oder wie lange sie durch Elternzeit unterbrochen ist. Diese 3 Jahre werden immer in Ihr Rentenkonto reingepackt (vorausgesetzt, Sie sind nicht gerade Beamtin) - und erhöhen Ihre spätere Rente um aktuell 27,20 EUR für jedes Jahr der Kindererziehung (wenn Ihr 50%-Einkommen nicht gerade exorbitant/unverschämt hoch sein sollte ...jenseits von rd. 30000 EUR Jahres-Brutto, dann würde es zu Kürzungen der Rentenwerte für die Kindererziehungszeit kommen).

Ansonsten liegt der Unterschied des früheren Beschäftigungsbeginns nur im wieder 'Geldscheffeln' von Ihrem Arbeitgeber ...für die Rente nur ein kleiner zusätzlicher Vorteil durch den schon wieder vorgezogen versicherungspflichtigen/Rentenerhöhenden Verdienst, Faustformel: 10.000 EUR Brutto erhöht die Monatsrente um rd. 9 EUR.

Gruß
w.