von
johnschlumpf

Guten Abend,

meine Mutter wird bald in Rente gehen. Seit 1984 bezieht sie eine Witwenrente, wird diese als Einkommen auf die Altersrente angerechnet, oder bekommt sie die weiterhin zusätzlich zur Altersrente?

von
Schiko.

Eigenes arbeits-oder renteneinkommen kann durchaus
zur kürzung der bisherigen witwenrente führen.

Derzeit gilt das 26,4 fache von 26,13 rentenwert, mithin
€. 689,83 anrechnungsfrei. Bekäme die mutter eine eigene netto-
rente von angenommen 889,83 werden 40% aus 200 = 80 €.
auf die witwenrente als kürzung angerechnet.

Mit freundlichen Grüßen.

von
bekiss

Die Altersrente (Nettorente = Zahlbetrag) wird auf die Witwenrente angerechnet.

Die Witwen- beziehungsweise Witwerrente wird nur dann in voller Höhe gewährt, wenn das eigene Erwerbs- beziehungsweise Erwerbsersatzeinkommen einen bestimmten Freibetrag nicht erreicht. Seit dem 1.7.03 beträgt dieser bei Wohnsitz in den alten Bundesländern 689,83 Euro, in den neuen 606,41 Euro. 40 Prozent des den Freibetrag übersteigenden Einkommens wird von der Witwenrente abgezogen.

von
KaiWiddel

Guten Abend!

Eine Anrechnung der Witwenrente auf die Altersrente findet keinesfalls statt.
Die Altersrente wird auch nicht auf die Witwenrente angerechnet werden - unabhängig von der Höhe dieser Leistung.

Ihre Mutter ist seit 1984 Witwe. Für Witwen von Ehegatten, die vor dem 01.01.1986 verstorben sind, findet keine Einkommensanrechnung statt (s. a. § 314 SGB VI). Sie kann also beide Leistungen nebeneinander beziehen.

Gruß

von
Peter

wie bezieht sich das auf eine unfallrente,ich beziehe diese zeit 1974

von
Schiko.

Entschuldigung und vielen dank. Hatte das
datum der änderung
nicht beachtet.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

@ johnschlumpf
Dem Beitrag von „KaiWiddel“ ist zuzustimmen, wenn es sich bei der Hinterbliebenenrente nach dem Recht des alten Bundesgebietes handelt. In diesen Fällen findet § 314 SGB VI Anwendung und eine Einkommensanrechnung nach § 97 SCB VI findet nicht statt.
Handelt es sich jedoch um eine Witwenrente nach dem Recht des Beitrittsgebietes, ist §314 a SGB VI anzuwenden. Demnach besteht kein Vertrauensschutz und eine Einkommensanrechnung nach § 97 SGB VI ist durchzuführen.

von
KaiWiddel

Hallo!
Die Feststellung, ob und ggf. wie eine Unfallrente auf eine andere Rente anzurechnen ist, ist nicht ganz so einfach.
Hierbei kommt es auf viele verschiedene Punkte an (z. B. welche Rente wird aus der Rentenversicherung bezogen (Altersrente / Hinterbliebenenrente), welche Rente wird aus der Unfallversicherung bezogen, wann war der Versicherungsfall der Unfallrente, wann der Rentenbeginn in der Rentenversicherung, bei Hinterbliebenenrenten aus der RV - wann ist der Versicherte verstorben).
Hier würde ich das Aufsuchen einer Auskunfts- und Beratungsstelle des Rentenversicherungsträgers empfehlen. Dabei sollte der Bescheid der Unfallversicherung mitgebracht werden.
Von großem Interesse ist auch, ob Sie (z. B. als Selbständiger) die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung selbst gezahlt haben.

Gruß

von
-

Formulieren Sie die Frage genauer. Handelt es sich um eine Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder eine Unfallrente an eine/n Hinterbliebe/n?