von
Simon

Hallo Expertenteam,

ich spreche Sie als Arbeitgeber an. Wir wollen Menschen mit Erwerbsminderungsrente auf geringfügiger Beschäftigung anstellen. Da wir angehalten sind,ortsübliche Gehälter zu zahlen aber bei diesem Mitarbeiter doch ein erhebliches Leistungsdefizit (Durch Schlaganfall) vorliegt geht dahingehend meine Frage an Sie:Gibt es seitens des Rentenversicherers Möglichkeiten einer Förderung? Vielen Dank für die Antwort.
Grüße

von
Renten-Fachmann

Leistungen an Arbeitgeber vom Rentenversicherungsträger sind im § 34 SGB IX aufgeführt. Hier geht es aber um die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben durch einen Rehabilitationsträger.
Für geringfügige Beschäftigungen (Minijobs) ist darin nichts vorgesehen.

Es ist allein die Entscheidung eines Beziehers einer Vollrente wegen Erwerbsminderung, ob er einen Minijob ausüben will. Solange vom Rentenbezieher die Hinzuverdienstgrenze (z.Z. 400,00 EUR/monatlich, zweimal im Jahr zusätzlich 400,00 EUR) eingehalten wird, ist das für den Rentenversicherungsträger uninteressant. Beim Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze wird die Vollrente in eine Teilrente umgewandelt.

Experten-Antwort

Hallo Simon,

wie "Renten-Fachmann" bereits erwähnt hat, besteht die Möglichkeit einer Förderung nach § 34 SGB 9. Das heißt, wenn ein Arbeitgeber einen behinderten Menschen einstellt, zahlt die Rentenversicherung ggf. einen sog. Eingliederungszuschuss. Dabei übernimmt die RV für max. 1 Jahr 50% des Arbeitsentgeltes sowie die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherungsbeiträge. Allerdings können grundsätzlich nur unbefristete und versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden. 400-Eur-Jobs fallen hier nicht rein.