von
Karin

Hallo

Ich habe bei einem Versichertenberater der DRV einen Antrag auf EM-Rente gestellt.

Ich habe alle meine behandelnden ärzte - Krankenhausaufenthalte - u.s.w. angegeben.
Wie läuft das bei der DRV dann ab, werden von allen angegebenen Berichte- Befunde angefordert, und ist das regional vielleicht unterschiedlich ?

Danke für antworten

Karin

von
F U N

Hallo Karin,
in der Regel prüft die Rentenversicherung erst einmal ob ein grundsätzlicher Anspruch auf EM-Rente besteht, sprich: sind die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt.
Wenn dies gegeben ist, kommt der Vorgang ins sogenannte Rentenvorverfahren/Sozialmedizinische Beratungsstelle. Dort werden dann in regionalen Diensstellen die med. Ermittlungen wie z.B. Arztbereichte, Reha-Entlassungsberichte oder Krankenhausberichte angefordert. Hierzu haben sie in der Regel die Ärzte von der Schweigepflicht entbunden.
Sollte ein eindeutiges Votum der beratenden Ärzte bei der RV über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer EM-Rente möglich sein, wird die Sachbearbeitung einen entsprechenden Bescheid fertigen. Sollte dies noch nicht möglich sein, kann durchaus ein weiterer niedergelassener Facharzt zu einer gutachterlichen Stellungnahme zusätzlich einen Auftrag erhalten.

Der Abschluß stellt in jedem Fall ein Bescheid der Rentenversicherung dar.

Rente oder nicht Rente, oder ggf. zuvor noch eine Reha, dass entscheidet die RV.

Experten-Antwort

Da ich bisher bei drei verschiedenen Rentenversicherungsträgern beschäftigt gewesen bin, kann ich Ihnen mitteilen, dass die Bearbeitungsweise durchaus (ggf. auch regional) unterschiedlich gehandhabt werden kann. Jeder Träger hat seine spezifischen Abläufe, die dem jeweiligen Haus angepasst wurden und der stetigen Verbesserung der Qualität und der Laufzeiten Rechnung tragen sollen.
Es kann also vorkommen, dass Ihr Antrag zunächst dem Arzt bzw. dem medizinischen Dienst des RV-Trägers vorgelegt wird oder zunächst die Sachbearbeitung ohne vorherige Vorlage so rasch wie möglich die med. Unterlagen zu bekommen versucht oder eben, dass Sie von dem Arzt, der Sie ggf. zu einer Untersuchung einladen wird, gebeten werden, selbst med. Unterlagen zur Untersuchung mitzubringen.
Auch wenn die weiteren Arbeitsabläufe unterschiedlich ausfallen, können Sie jedoch davon ausgehen, dass die Fremdbefunde, die die von Ihnen angegebenen Leiden betreffen, bei der Entscheidungsfindung gewürdigt werden.

von
Karin

Danke für die ausführlichen antworten.

Eine frage noch hinterher.

Wenn eine zusätzliche Untersuchung stattfindet, kann die auch bei dem zuständigen Regional-Träger stattfinden, oder immer bei einem auswärtigem Arzt ?

Karin

von
Dörfler

Nein.

Beim RV-TRäger ist dies nicht möglich.

Die Gutachten werden immer bei niedergelassenen Fachärzten oder in Kliniken durchgeführt.

Experten-Antwort

Auch dies ist von RV-Träger zu RV-Träger verschieden. Beispielsweise weiß ich, dass die DRV Westfalen (zumindest in der Vergangenheit) in den größeren Städten, nach regionalen Gesichtspunkten eingerichtet, eigene Begutachtungsstellen hat bzw. hatte und grundsätzlich die Begutachtungsstellen eigenständig die Antragsteller zur dortigen Untersuchung/Begutachtung eingeladen haben. Nur wenn aufgrund der im Rentenantrag gemachten Angaben und aus den eingereichten/eingeholten med. Unterlagen ein Facharztgutachten für erforderlich gehalten wurde, wurde ein Gutachtenauftrag einem entsprechenden Facharzt erteilt.
Ihr Rentenversicherungsträger wird sich aufgrund Ihres Rentenantrages bestimmt in Kürze mit Ihnen bzgl. der weiteren Vorgehensweise in Verbindung setzen.

von
Pascal

Hallo Karin,
die Antwort von @Dörfler ist falsch.
Es gibt zahlreiche regionale RVTräger die einen eigen Ärztlichen Dienst haben.

Gehe doch mal auf die Homepage Deines RVTrägers. Da findest Du die Antwort.

Pascal

von
Karin

Es geht um die DRV-Rheinland

Auf der Internet Seite steht nur das - Ärztliche Gutachten angefordert werden können- wenn das nötig sei.Wo und wie das geschieht, kann ich auf der seite nicht erkennen.

Karin

von
Schade

Warten Sie es einfach ab!

Kein Forumsteilnehmer weiß,

ob Sie überhaupt begutachtet werden
wo und bei welchem Arzt?

Diese Entscheidung müssen Sie schon Ihrem RV Träger überlassen, da hat jedes Haus eigene Verfahren und Vorgehensweisen....

von
Auskenner

Mehr als abwarten bleibt ihnen doch gar nicht.

Wie individuell in IHREM Falle entschieden wird, kann niemand im Voraus sagen.

Außerdem haben Sie doch ihre behandelnden Ärzte auf dem Antrag angegeben.

Empfehle dann beim nächsten Behandlungstermin bei ihren Ärzten einfach mal nachzufragen, ob seitens der RV schon eine Befundberichtsanforderung über Sie vorliegt bzw. vorgelegen hat.

Und wenn dies der Fall sein sollte, seien Sie schlau und versuchen Sie gleich eine Kopie davon zu erhalten.

Mann oder Frau weiss ja nie , wozu im weiteren Verfahren man die noch einmal brauchen wird.

Außerdem ist es immer ganz wichtig selbst zu wissen, was andere über einen geschrieben haben....

von
mabu

Hallo,
grundsätzlich ist es förderlich, die vorhandenen Befunde gleich dem Antrag beizulegen. Damit kann die langwierige Anforderung und Zusendung der Befunde eingespart werden.