von
Peter

Mein Vater (geb 12.1943), ununterbrochen beschäftigt seit 1958 ist seit OpP10-2006 krank geschrieben. Demnächst steht weitere OP an, danach Kur bis anfang Juli 2007. Möchte danach eigentlich nicht mehr arbeiten, weil er doch sehr schnell erschöpt ist( handwerker).Versorgungsamt lässt sich zeit mit Schwerbehinderungsantrag(wird vermutlich nach Kur auch keine 50 % bekommen).Was wäre jetzt die beste möglichkeit für ihm. Rentenantrag stellen, kündigen oder kündigen lassen?

von
bekiss

Sie sollten erwägen, sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung umgehend beraten und ggf. den Rentenantrag entgegennehmen zu lassen.

Adressen unter http://www.ihre-vorsorge.de/Beratungsstellen.html nach Eingabe Ihrer Postleitzahl.

von
johannes

mit60 nach arbeitslosigkeit in vorruhestand vertrauensschutz)muss ich dann noch zum arbeitsamt

von
???

Bevor Sie zur Beratung gehen, sollten Sie feststellen, bis wann längstens Anspruch auf auf Krankengeld besteht. Auch die Höhe des monatlichen Krankengeldes sollte man im Kopf haben. In der Regel ist nämlich das Krankengeld höher als die Rente.
Selbst kündigen sollte man möglichst vermeiden. In der Regel hat der Abeitgeber damit auch kein Problem, solange er nichts zahlen muss.

von
Schiko.

Eigentlich könnte doch ihr vater bereits seit 1.1.2007 rentner sein.
Der abschlag von lebenslang 7.2% ermässigt sich für jeden spät-
teren monat um 0,3% nach dem 63. lebensjahr.

Kündigt er selbst, wird eine sperre ausgesprochen. Könnte mir
vorstellen, der arbeitgeber spricht die kündigung aus.

Nach krankengeldzahlung kann er sich doch 18 monate
arbeitslosigkeit leisten. Bedenken sie, andere, dies meine
ich wirklich nicht böse, können schon nach wenigen arbeits-
jahren AG I für 12 monate beziehen.

Sicher wissen sie , für dieses ersatzeinkommen werden auch
beiträge abgeführt, es erhöht sich also noch die rente.

Nach ablauf dieser zeit kann vater im dezember 2008 den
65. geburtstag feiern. Vermutlich aber auch ab januar 2009
seine rente abschlagsfrei beziehen.

M fG.

von Experte/in Experten-Antwort

Da die Wartezeit von 35 Jahren nach Ihren Angaben erfüllt ist, hätte Ihr Vater tatsächlich bereits ab 01.01.2007 eine Altersrente für langjährige Versicherte - mit einem Abschlag von 7,2%- in Anspruch nehmen können.
Bei einem angenommen Rentenbeginn 01.08.2007 (nach Kurende) würde der Abschlag noch 1,5 % betragen - wie gesagt lebenslang.
Für die Gewährung einer Altersrente für schwerbehinderte Menschen (Wartezeit von 35 Jahren) ist eine Anerkennung mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 erforderlich. Nachdem Sie vor dem 01.01.1950 geboren sind, genügt auch das Vorliegen von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit nach dem bis zum 31.12.2000 geltend Recht.- Dies müsste im Rentenverfahren durch die zustädige DRV geklärt werden.
Sollten die obengenannten Voraussetzungen erfüllt sein, würde eine abschlagsfreie Altersrente für schwerbehinderte Menschen in Betacht kommen.

Da nach den vorliegenden Informationen nicht beurteilt werden kann, wie lang Krankengeld gezahlt wird ( bitte bei zuständiger Krankenkasse nachfragen) und ggf. Arbeitslosengeld, wird eine umgehende Beratung durch die zuständige Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung empfohlen.

von
Helmi

Hallo Expertin
bei einem angenommenen Rentenbeginn würde der Abschlag 5,1 % - nicht 1,5 % - betragen
(7,2 - 7*0.3)

von Experte/in Experten-Antwort

Der Ausführung von Helmi kann ich mich nur anschliessen.- Ein Zahlendreher hat sich eingeschlichen.
Bitte dies zu entschuldigen.

MfG

von Experte/in Experten-Antwort

Da die Wartezeit von 35 Jahren nach Ihren Angaben erfüllt ist, hätte Ihr Vater tatsächlich bereits ab 01.01.2007 eine Altersrente für langjährige Versicherte - mit einem Abschlag von 7,2%- in Anspruch nehmen können.
Bei einem angenommen Rentenbeginn 01.08.2007 (nach Kurende) würde der Abschlag noch 5,1 % (bei der Antwort vom 24.04.07 hat sich leider ein Zahlendreher eingeschlichen)betragen - wie gesagt lebenslang.
Für die Gewährung einer Altersrente für schwerbehinderte Menschen (Wartezeit von 35 Jahren) ist eine Anerkennung mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 erforderlich. Nachdem Sie vor dem 01.01.1950 geboren sind, genügt auch das Vorliegen von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit nach dem bis zum 31.12.2000 geltend Recht.- Dies müsste im Rentenverfahren durch die zustädige DRV geklärt werden.
Sollten die obengenannten Voraussetzungen erfüllt sein, würde eine abschlagsfreie Altersrente für schwerbehinderte Menschen in Betacht kommen.

Da nach den vorliegenden Informationen nicht beurteilt werden kann, wie lang Krankengeld gezahlt wird ( bitte bei zuständiger Krankenkasse nachfragen) und ggf. Arbeitslosengeld, wird eine umgehende Beratung durch die zuständige Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung empfohlen.