von
ew01de

Hallo und guten Tag,

bin im April 1950 geboren und seit 1966 ununterbrochen im Angestelltenverhältnis (ausg. 4 Jahre). Bin jetzt (July 09) von Arbeitslosigkeit bedroht, wahrscheinlich ab Oktober 09. Nun habe ich von meinem Personalchef gehört, das es eine Möglichkeit gibt, wenn man eine gewisse Zeit arbeitslos ist, ohne Abzüge eine Altersrente beziehen kann. Stimmt das?

Bin für jede Information dankbar.

Mit lieben Grüßen
ew01de

von
Nikolaus

Nein, da sollte sich ihr Personalchef sich mal richtig erkundigen und nicht so einen Blödsinn erzählen.

Und sie persönlich sollten sich bei ihrer zuständigen Rentenversicherung erkundigen, ab wann und mit welchen Abzügen sie in die Altersrente können. Das dauert aber noch etwas.

von
Chris

Sie hätten die Möglichkeit mit 63 Jahren und 7,2% Abschlägen in Rente zu gehen, wenn Sie die nachfolgenden Kriterien erfüllt hätten. Abschlagsfrei ist diese Rente erst ab 65 Jahren.
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SGB VI § 237 Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
(1) Versicherte haben Anspruch auf Altersrente, wenn sie

1.
vor dem 1. Januar 1952 geboren sind,
2.
das 60. Lebensjahr vollendet haben,
3.
entweder

a)
bei Beginn der Rente arbeitslos sind und nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und 6 Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren oder Anpassungsgeld für entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus bezogen haben

oder

b)
die Arbeitszeit aufgrund von Altersteilzeitarbeit im Sinne der §§ 2 und 3 Abs. 1 Nr. 1 des Altersteilzeitgesetzes für mindestens 24 Kalendermonate vermindert haben,

4.
in den letzten zehn Jahren vor Beginn der Rente acht Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben, wobei sich der Zeitraum von zehn Jahren um Anrechnungszeiten, Berücksichtigungszeiten und Zeiten des Bezugs einer Rente aus eigener Versicherung, die nicht auch Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer versicherten Beschäftigung oder Tätigkeit sind, verlängert, und
5.
die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben.

von
Jopie

Hallo

NEIN Abzüge Gibt es immer 10,8 bis 18 %

Eine Rente mit 58 ist unter normalen Bedingungen generell nicht möglich. Allerdings haben Langzeitarbeitslose, die bis 1949 geboren wurden, Vorteile beim Bezug von Arbeitslosengeld. lloAltersrente für Frauen
Sind Frauen vor dem Jahr 1952 geboren, können Sie mit 60 in Rente gehen, vorausgesetzt Sie haben 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und haben nach dem 40. Lebensjahr 10 Berufsjahre hinter sich. Allerdings wird ein Satz von 18% von der Rente abgezogen.Die Rente mit 63 können alle langjährigen Versicherten in Anspruch nehmen. Auch hier gilt wieder die Wartezeit von 35 Jahren (Einzahlung in eine Rentenversicherung).

Die abschlagsfreie Altersgrenze von 63 Jahren ist für Personen die vom Januar 1937 bis zum Dezember 1938 geboren wurden, schrittweise auf das vollendete 65. Lebensjahr angehoben worden.
Mit 65 Jahren erreicht der Deutsche die Regelaltersgrenze. Hier ist die allgemeine Wartezeit (Mindestversicherungszeit in einer Rentenversicherung) von 35 Jahren erforderlich. Der Rentenanspruch errechnet sich aus den eingezahlten Beiträgen in die Rentenkasse.

von
Fehler über Fehler

Uiii, da schlackert man ja mit den Ohren, wenn man diesen Beitrag liest..

NEIN Abzüge Gibt es immer 10,8 bis 18 %

Falsch. Abzüge gehen von 0,3 % bis 18 %. Bei erfülletem Vertrauensschutz aufgrund von Schwernehinderung, = keine Anschläge

Mit 65 Jahren erreicht der Deutsche die Regelaltersgrenze.

Völlig Falsch.

Die Regelaltersgrenze ist anhängig vom Geburtstag. Die nach 1967 geborenen, erreichen diese erst mit 67 Jahren. Unsinn ist auch die Aussage "der Deutsche". Diese Altersgrenze hat mit der Staatsangehörigkeit überhaupt nichts zu tun. Die allgemeien Wartezeit beträgt auch nicht 35 Jahre, sondern 5 Jahre mit Beitragszeiten.

Lieber ew01de, bitte den Beitrag von Jopie komplett überlesen, ist total falsch.

Experten-Antwort

Die Dauer des Arbeitslosengeldbezuges hat keinen Einfluss auf die Höhe der zu erwartenden Abschläge (ggf. jedoch auf die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen für eine Altersrente bei Arbeitslosigkeit).
Bitte vereinbaren Sie bei der Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers, damit Ihnen die Kollegen dort genauere Auskunft geben können, da es eine Vielzahl von Kriterien zu beachten gilt und die Entscheidung in Bezug auf die Abschläge im Rahmen der gesetzl. Regelungen individuell verschieden ausfallen.
Sollten Sie schwerbehindert sein, legen Sie bei diesem Beratungsgespräch Ihren Schwerbehindertenausweis vor.