von
mohrhannes

Hallo,

ich habe zwei Fragen:

1. Mein frühester Rentenbeginn mit Rentenabschlag von 9,9 % ist der 1.7.2018. Was passiert wenn ich vorher arbeitslos werde und Arbeitslosengeld 1 beziehe?

2. Meine Alterrente für besonders langjährige Versicherte ist der 1.1.2019. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich davor nicht Arbeitslosengeld 1 beziehen, um diese Rente zu beanspruchen. Ist das so? Oder darf man doch Arbeitslosengeld 1 beziehen?

Danke für die Antworten!

von
senf-dazu

1. Am frühestmöglichen Rentenbeginn und dem zugehörigen Abschlag sollte sich nichts ändern.

2. Sofern die erforderlichen 45 Jahre an Pflichtbeitragszeiten etc. für die "Rente ab 63" schon vor der Arbeitslosigkeit erfüllt sind, dann ist auch kein Problem dabei, diese Altersrente zum Stichtag zu erhalten. Wenn diese 45 Jahre noch nicht voll sind, zählen die Zeiten der Arbeitslosigkeit in den 2 Jahren vor dem Rentenbeginn nicht zur Wartezeit von 45 Jahren dazu. Dann müssten Sie diese Monate z.B. mit einem (versicherungspflichtigen) Minijob belegen.

Die Arbeitslosigkeit zählt in diesem Zusammenhang einfach nicht zur Wartezeit dazu, das ist das einzige Problem dieser Konstellation.

von
MB

Sie haben ja noch etwas Zeit bis zur Rente. Ob sich bis dahin an der Regelung zum rollierenden Stichtag noch etwas ändert - ??? Der DBG strickt doch wohl schon an Musterklagen dazu, die vor dem Bundesverfassungsgericht dann entschieden werden sollen. Momentan einfach mal das Jahr 2015 abwarten, vielleicht tut sich nach der Sommerpause diesbezüglich auch etwas im Bundestag. Siehe auch Mediathek vom Parlamentsfernsehen unter http://www.bundestag.de Redebeitrag von Markus Kurth (B.90/Grüne) am 05.03.2015 - 19:13 Uhr in der Debatte um Rentenfragen (betr. Gesetzantrag der Linken ( Bundestagsdrucksache 18/4107 zur Berücksichtigung von Schwangerschaft/Mutterschutz für die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Beitragszeit)).

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo mohrhannes,

dem Beitrags von „senf dazu“ ist unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage zuzustimmen. Ungeachtet dessen hat aber auch der ergänzende Hinweis von „MB“ - hinsichtlich der möglicherweise eintretenden zukünftigen Rechtsentwicklung in dieser Frage - durchaus seine Berechtigung.