von
Horst Wulf

Hallo,
ich bin 1953 geboren. Hatte kürzlich meinen 2. Herzinfarkt und eine COPD Gold IV.
Bin aus der REHA entlassen als nicht Leistungsfähig.
Positives und negatives Leistungsvermögen:
leichte bis mittelschwere Arbeiten
überwiegend im Sitzen
3 - 6 Std
Ich bin als Auslieferungs Fahrer und Event aufbauer beschäftigt, dazu gehört das ausliefern von Speisen und Geschirr sowie Tische und Stühle u.s.w.. Werde diese tätigkeiten wohl nicht mehr ausüben können und mein Arbeitgeber hat keine Teilzeit Arbeit die überwiegend im sitzen und mit leichter bis mittelschwerer Tätigkeit verbunden ist. Auf dem freien Arbeitsmarkt werde ich allein meines Alters wegen nichts neues finden.
Bekommen ich Anhand dieser Fakten eine volle Erwerbsmiderungsrente?

von
Schade

Stellen Sie den Antrag, dann wissen Sie nach 2-5 Monaten ob Sie eine EM Rente bekommen oder ao die DRV sich der Meinung der Rehaklinik nicht anschließt.

Wäre wohl auch nicht sooo dramatisch, denn im kommenden Jahr können Sie - 35 Versicherungsjahre vorausgesetzt - in Altersrente gehen.

Diese Zeit kann man in aller regel mit Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit, bzw. mit Arbeitsversuchen, Resturlaub, etc pp überbrücken.

Wenn die EM Rente höher ist als das Krankengeld, sollten Sie umgehend EM beantragen, ist KG höher als die zu erwartende Rente hat alles keine Eile.

Schönes WE

von
W*lfgang

Ergänzend:

Stellen Sie beim Versorgungsamt einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft. Wenn es mit der (vollen) EM-Rente nicht klappt (die Anforderungen sind grundsätzlich höher), kann dann bereits die Altersrente für schwerbehinderte Menschen (ab Alter 60 + 7) möglich sein.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Horst Wulf,

inwieweit Ihr Leistungsvermögen eingeschränkt ist, um eine Rente wegen voller Erwerbsminderung zu erhalten, kann hier nicht beurteilt werden.
Grundsätzlich dürften Sie nicht mehr als 3 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsatzfähig sein. Da Sie aber schildern, dass eine Einsatzfähigkeit zwischen 3 und 6 Stunden vorliegen sollte, wäre bei diesem Restleistungsvermögen ggf. eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zu zahlen.

Bezüglich einer Arbeitsmarktrente bei einem Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden täglich ist danach zu prüfen, ob für den Versicherten seinem Leistungsvermögen entsprechende Arbeitsplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind. Von einem verschlossenen Arbeitsmarkt ist dann auszugehen, wenn es weder dem Rentenversicherungsträger noch der Arbeitsverwaltung gelingt, dem Versicherten innerhalb eines Jahres seit Rentenantragstellung einen geeigneten Arbeitsplatz zu vermitteln.

Unter diesen Umständen wäre dann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit zu zahlen.

Wir empfehlen Ihnen, zusätzlich einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen, da bei Anerkennung eines Grades der Behinderung von mindestens 50 eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 60 Jahren und 7 Monaten und einem Abschlag von 10,8% für den Jahrgang 1953 in Frage kommen würde. Bei Ihnen wäre dieser Abschlag aufgrund des aktuellen Alters deutlich geringer.

Ansonsten wäre die Altersrente für langjährig Versicherte eine Alternative für Sie. Diese hätte mit der Inanspruchnahme mit dem Folgemonat des 63. Lebensjahr einen Abschlag von 9,3 % zur Folge. Beide Altersrenten setzen jedoch voraus, dass rentenrechtliche Zeiten von mindestens 35 Jahren erreicht wurden.

von
Horst Wulf

Zitiert von:

Hallo Horst Wulf,

inwieweit Ihr Leistungsvermögen eingeschränkt ist, um eine Rente wegen voller Erwerbsminderung zu erhalten, kann hier nicht beurteilt werden.
Grundsätzlich dürften Sie nicht mehr als 3 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsatzfähig sein. Da Sie aber schildern, dass eine Einsatzfähigkeit zwischen 3 und 6 Stunden vorliegen sollte, wäre bei diesem Restleistungsvermögen ggf. eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zu zahlen.

Bezüglich einer Arbeitsmarktrente bei einem Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden täglich ist danach zu prüfen, ob für den Versicherten seinem Leistungsvermögen entsprechende Arbeitsplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind. Von einem verschlossenen Arbeitsmarkt ist dann auszugehen, wenn es weder dem Rentenversicherungsträger noch der Arbeitsverwaltung gelingt, dem Versicherten innerhalb eines Jahres seit Rentenantragstellung einen geeigneten Arbeitsplatz zu vermitteln.

Unter diesen Umständen wäre dann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit zu zahlen.

Wir empfehlen Ihnen, zusätzlich einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen, da bei Anerkennung eines Grades der Behinderung von mindestens 50 eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 60 Jahren und 7 Monaten und einem Abschlag von 10,8% für den Jahrgang 1953 in Frage kommen würde. Bei Ihnen wäre dieser Abschlag aufgrund des aktuellen Alters deutlich geringer.

Ansonsten wäre die Altersrente für langjährig Versicherte eine Alternative für Sie. Diese hätte mit der Inanspruchnahme mit dem Folgemonat des 63. Lebensjahr einen Abschlag von 9,3 % zur Folge. Beide Altersrenten setzen jedoch voraus, dass rentenrechtliche Zeiten von mindestens 35 Jahren erreicht wurden.

Frage an den Experten:
Nach Ihren Worten verstehe ich das so, dass eine EU Rente auf Zeit getahlt wird und die Rentenkasse und die Agentur für Arbeit einen passenden Arbeitsplatz für mich findet. Muss ich auch arbeitssuchen aktiv werden?
Ich hoffe dass ich Antwort richtig Interprtiert habe. Wenn nicht Kären Sie mich bitte auf.
DANKE

von
Horst Wulf

Nachtrag:
Sorry für meine Rechtschreibfehler

von
=//=

Nur gesetzt den Fall, der Sozialmedizinische Dienst der DRV ist der gleichen Ansicht wie die Ärzte der Reha-Klinik und stellen ein Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden fest, steht Ihnen -solange Sie noch einen Arbeitsplatz haben - eine teilweise EM-Rente zu.

Muss Ihr jetziger Arbeitgeber Ihren Arbeitsvertrag auflösen, weil Sie aus medizinischen Gründen nicht mehr fähig sind, Ihren Arbeitsplatz auszufüllen und er Ihnen keinen Teilarbeitsplatz anbieten kann, wird eine volle Rente aufgrund der Arbeitsmarktlage gezahlt (aber immer befristet auf längsten 3 Jahre!).

Das hört sich so theoretisch an, dass sowohl der Rentenversicherungsträger als auch die Arbeitsverwaltung tatsächlich prüfen, ob der Arbeitsmarkt seit einem Jahr für Sie verschlossen ist. Wenn Sie keinen Arbeitsplatz haben, geht man davon aus. Aber einen passenden Arbeitsplatz suchen kann weder die RV noch die AfA. Sie sollten sich ggfls. arbeitslos melden.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Horst Wulf,

inwieweit der Arbeitsmarkt als verschlossen einzustufen ist, kann nur von der Agentur für Arbeit beurteilt werden. Es erfolgt eine Prüfung, ob Ihnen mit dem verbliebenen Restleistungsvermögen theoretisch ein Arbeitspaltz zur Verfügung stünde. Hierbei spricht man von einer konkreten Betrachtungsweise des Arbeitsmarktes. Inwieweit Sie selbst hierzu beitragen, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, ist in dem Moment nicht zu beurteilen.

von
Horst Wulf

Experte:
Wenn ich das richtig verstehe fragt die Rentenkasse bei der festlegung ob Teil - oder Vollerwerbsminderungs Rente vorher bei der Arbeitsagentur an ob der Arbeitsmarkt verschlossen ist?
Gesetzt den Fall, das ich von meinem Arbeitgeber gekündigt werde, muss ich das der Rentenkasse sofort mitteilen?
Habe den Rentenantrag bereits gestellt.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Rentenversicherung fragt nur, wenn das Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch 3 bis unter 6 Stunden beträgt.
Der Arbeitsvermittlung bzw. dem Rentenversicherungsträger bleibt ein Jahr Zeit, um den Versicherten wieder in einen „leidensgerechten“ Arbeitsplatz – Teilzeitarbeitsplatz – zu vermitteln bzw. zu qualifizieren. Eine Info, dass kein entsprechender Arbeitsplatz mehr vorhanden ist, ist hier besonders wichtig.