von
Müller

Sehr geehrte Experten,
da ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe und der leider abgelehnt wurde, jetzt Widerspruch aber mir schon gesagt wurde das eine Ablehnung kommt möchte ich vielleicht einen Arbeitsversuch starten. Nun meine Frage ist das möglich während des Verfahrens? Krankengeld oder sonstiges bekomme ich nicht. Was würde passieren wenn dieser Arbeitsversuch scheitert? Ich weiß wirklich nicht ob ich die Arbeit schaffen würde.
MFG Müller

von
Arbeitnehmer

geh arbeiten, es wird Dir gut tun.
Pack es an Du schaffst das.
Alles gute.

von
Wörkeholik

Arbeit ist wirklich die beste Mediziin. Man hat einen ausgefüllten Tag , ist unter netten Menschen und bekommt sogar noch Geld dafür. Also warum nicht ?

von
Gaby

Hallo,

wenn Sie wirklich krank sind, können Sie nicht arbeiten. Oder Sie sind wirklich nicht so krank, um die EM-Rente zu bekommen.

Sorry, ich bekomme selber die EM-Rente und ich könnte im Leben nicht arbeiten, aber ich würde es gerne.

Sie müssen sich entscheiden, entweder EM-Rente oder Arbeit. Wenn es mit der Arbeit klappt, wäre es toll, aber das können Sie besser einschätzen.

von
Nix

Selbstverständlich können Sie während des laufenden Rentenwiderspruchsverfahrens einen Arbeitsversuch starten und die Kündigung einreichen, sobald Sie die Erwerbsminderungsrente im Rahmen des Widerspruchs doch zugebilligt bekommen.
Man wird vor Bewilligung der EM-Rente nicht erstmal schauen: Arbeitet der wieder? Ja, dann gibt es jetzt einen Ablehner des Widerspruchs.
Sondern die Entscheidung im Widerspruchsverfahren ist ganz losgelöst von der Tatsache, ob Sie die Arbeit wieder aufgenommen haben oder nicht.
Viele Grüsse
Nix

von
Nix

Selbstverständlich können Sie während des laufenden Rentenwiderspruchsverfahrens einen Arbeitsversuch starten und die Kündigung einreichen, sobald Sie die Erwerbsminderungsrente im Rahmen des Widerspruchs doch zugebilligt bekommen.
Man wird vor Bewilligung der EM-Rente nicht erstmal schauen: Arbeitet der wieder? Ja, dann gibt es jetzt einen Ablehner des Widerspruchs.
Sondern die Entscheidung im Widerspruchsverfahren ist ganz losgelöst von der Tatsache, ob Sie die Arbeit wieder aufgenommen haben oder nicht.
Viele Grüsse
Nix

von
garnix

Zitiert von: Nix

Sondern die Entscheidung im Widerspruchsverfahren ist ganz losgelöst von der Tatsache, ob Sie die Arbeit wieder aufgenommen haben oder nicht.
Viele Grüsse
Nix

Das glauben Sie doch wohl selbst nicht ??????

Experten-Antwort

Die tatsächliche Ausübung einer Erwerbstätigkeit kann der Annahme einer Erwerbsminderung grundsätzlich entgegenstehen. Es kommt hierbei entscheidend auf den zeitlichen Umfang der verrichteten Tätigkeit an. Hierbei hat die tatsächliche Ausübung einer Tätigkeit über dem vom MD festgestellten Leistungsvermögen einen höheren Beweiswert als die medizinische Feststellung.
Volle Erwerbsminderung:
Die Ausübung einer Tätigkeit unter 3 Stunden täglich steht der Annahme einer vollen EM nicht entgegen. Dies gilt regelmäßig auch für Tätigkeiten, die im Rahmen einer wöchentlichen Arbeitszeit von unter 15 Stunden ausgeübt werden.
Die Ausübung einer Tätigkeit von mindestens 3 Stunden täglich steht der Annahme voller EM grundsätzlich entgegen, wenn der MD ein Leistungsvermögen von unter 3 Stunden täglich festgestellt hat. Hier wird auch die Annahme eines evtl. verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes widerlegt für den Fall, dass Sie tatsächlich nicht nur vorübergehend einen Ihrem Leistungsvermögen entsprechenden Arbeitsplatz innehaben. Selbst bei Aufgabe der Beschäftigung kann eine volle EM-Rente dann nicht gewährt werden.
Teilweise Erwerbsminderung:
Hier steht die Ausübung einer Tätigkeit von mindestens 6 Stunden täglich der Annahme teilweiser Erwerbsminderung entgegen, wenn der MD bei Ihnen ein Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden täglich feststellt. Allerdings gilt dies auch hier u. a. nicht, wenn Sie die Tätigkeit zu Lasten Ihrer Gesundheit ausüben.