von
Alexander Jakobi

Hallo,

habe mit der Ausbildung angefangen und somit auch begonnen in die Rentenkasse einzuzahlen. Meine Frage ist nun ob ich die Gehaltsabrechnungen zwingend aufbewahren muss um Anspruch auf Rente zu erhalten? Ich habe schon verschiedene Aussagen hierfür gehört, die einen sagen die Beiträge werden zentral verwaltet und alles funktioniert automatisch, die anderen behaupten diese Gehaltsabrechnungen müssen zwingend aufgehoben werden und am Ende vorgelegt werden um zu zeigen was man eingezahlt hat. Wie ist es nun wirklich? Und was passiert sollte man diese Abrechnungen verlieren? Verliert man dann auch Anspruch auf Rente auf diese Zeit?
Danke und viele Grüße

von
Bernhard

Ich würde schon empfehlen, alle Gehaltsabrechnungen aufzubewahren (und auch zu überprüfen).

Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung durch den Arbeitgeber werden normalerweise elektronisch gemeldet und automatisch gespeichert.

Sie sollten aber unbedingt den Nachweis über die jährlich gezahlte Gesamtsumme bzw. das versicherte Jahreseinkommen aufbewahren, den Sie jedes Jahr einmal von Ihrem Arbeitgeber erhalten, das ist nur ein einziges Blatt Papier.

Bits auf Datenträgern sind flüchtiger Natur ...

von
Schäuble, Mißfelder, Raffelhüschen, 50-plus-Münte u. andere Freunde der Rente mit 70

Von dem Zeitpunkt an, an dem Sie die Vorraussetzungen für die regelmäßige Übersendung einer Renteninformation erfüllen, können Sie ja abgleichen, ob die von Ihren Arbeitgerbern gemeldeten Daten korrekt bei der Rentenversicherung angekommen sind.

Für den Rentenversicherungsträger bindend festgestellt werden die in der Vergangenheit liegenden Versicherungszeiten erst nach Erteilung eines Versicherungsverlaufs. Dies geschieht auf Ihren Antrag hin bzw. auch von Amts wegen. Ein Versicherungsverlauf mit bindend festgestellten Versicherungszeiten ist für die Rentenversicherung -aber auch für Sie- ein vollwertiger Nachweis.

Trotzdem würde ich an Ihrer Stelle sämtliche Meldungen des jeweils erzielten beitragspflichtigen Entgelts zur Rentenversicherung unbedingt bis zur bindenden Bewilligung einer Altersrente aufbewahren. Jahresgehaltsbescheinigungen würde ich ebenfalls bis zu dem genannten Zeitpunkt aufheben.

Gehaltsabrechnungen der einzelnen Monate würde ich nach Ablauf von ca. 6 Jahren “entsorgen”.

Erläuterungen zur Renteninformation und zum Versicherungsverlauf finden Sie unter:

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Renteninformationen.html

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Versicherungsverlauf.html

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Versicherungskonto.html

Ihre Gesamt-Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) werden im Rahmen des Lohnabzugsverfahrens von Ihrem Gehalt einbehalten und an die Krankenkasse abgeführt. Von dort aus werden die Beiträge an die einzelnen Sozialversicherungszweige weitergeleitet. Auf diesen weiten Wegen können ab und zu schon mal Daten verloren gehen. Erläuterungen unter:

http://www.rententips.de/rententips/lexikon/index.php?index=2125

Zum Abschluss etwas über Beitragsnachweise:

http://www.rententips.de/rententips/lexikon/index.php?index=1216

Es grüßt Sie

Amadé

von
Schiko.

Glaube nicht, dass aus den jährlich jetzt zugehenden rentenmit-
teillungen die jahresver-
dienste ersichtlich sind.

Da bedarf es schon eine
kontenanfrage bei der
deutschen rentenversicherung.

MfG.

von
Prüfer

Ich würde zumindest die letzte Gehaltsabrechnung des jeweiligen Kalenderjahres aufbewahren, weil dort meistens das SV-pflichtige Entgelt des gesamten Jahres aufsummiert ist.

Das kann auch zur Vorlage bei anderen Behörden hilfreich sein.

von
Amadé

Hallo Schiko,

in der Hl. Schrift steht: „…der Zweifler empfängt nichts…“

Liebevoll möchte ich Ihrem Zweifel abhelfen.

Zusammen mit einer RENTENINFOERMATION wird auch immer ein Versicherungsverlauf übersandt. Man kann also sehr wohl nachvollziehen, ob versicherungsrechtliche Zeiten korrekt gemeldet worden sind.

Die – für den Rentenversicherungsträger- bindende Feststellung dieser Zeiten erfolgt jedoch nicht nach Übersendung einer Renteninformation, sondern erst nach Erteilung eines VERSICHERUNGSVERLAUFS im Wege eines Kontenklärungsverfahrens(bei fehlender Mitwirkung des Versicherten von Amts wegen).

Sollten Sie jetzt immer noch zweifeln, bin ich dazu bereit, Ihnen meine individuelle Renteninformation zuzuschicken.

Dem Jünger Thomas wurde geantwortet: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

Lesen Sie nach im Johannes 20,29.