von
susisum

Hallo!
Mein Krankengeld endet bald!
Die Kasse macht druck.
War beim MDK.
Der hat mich noch 2 Monate krankgeschrieben und dann in eine wiedereingliederung für 2 monate gesteckt.
Danach wäre das Krankengeld alle...

Mein Arzt sagt jedoch, ich wäre noch nicht fit für eine wiedereingliederung!
Ich solle einen Antrag auf EU-Rente oder Umschulung stellen!

Kann ich beides machen?
Die wiedereingliederung machen, und gleichzeitig einen Antrag auf EU-Rente bzw. Umschulung stellen?

Oder gibt es da Stress mit der Kasse etc.
Wenn mein Krankengeld ausläuft, falle ich ja in ALG1!

Danke
susi

von
KSC

so ganz logisch ist das alles nicht, was Sie schreiben, bzw. was Ihr Arzt (angeblich) gesagt hat. Alles etwas chaotisch?

Was ist denn Ihr Ziel?
"Rente", weil Sie nicht mehr arbeiten können
oder
eine Umschulung, bei der Sie die Belastungen eine Berufsausbildung packen.

Schaffen Sie eine Umschulung, wenn es schon mit der Wiedereingliederung in Ihr bisher gewohntes Tätigkeitsfeld nicht klappt? - wie wollen Sie da eine Prüfung im neuen Beruf bestehen?

Und wenn eine Umschulung möglich ist, wird es wohl nicht mit der Rente klappen?

Wenn hingegen die Wiedereingliederung positive Ergebnisse erwarten läßt - dann können Sie ja wieder den alten Job machen und bräuchten weder Rente noch Umschulung?

Aber das alles läßt sich hier im Forum eh nicht abschließend klären...

PS: beantragen können Sie natürlich alles parallel, aber dann brauchen Sie sich über lange Bearbeitungszeiten wundern.

Wenn Sie 3 verschiedene Alternativen (Wiedereingliederun, Rente, Umschulung) zusammen beantragen, wirds dauern - denn woher soll die Sachbearbeitung eigentlich wissen, was Sie wirklich wollen...?

von
Jacky

"Kann ich beides machen?
Die wiedereingliederung machen, und gleichzeitig einen Antrag auf EU-Rente bzw. Umschulung stellen? "

Antwort : JA !

von
-_-

Die Wiedereingliederung sollte zum Ziel haben, dass die Beschäftigung später wieder ganz normal ausgeübt werden kann. Insofern würde ein Rentenantrag vor Ablauf des Wiedereingliederungszeitraumes dem eigentlich widersprechen.

Ein Reha-Antrag wäre da eher sinnvoll, weil die Reha die Bemühungen, den Beruf wieder auszuüben, unterstützen könnte. Wird die Reha abgelehnt oder wird eine Reha erfolglos durchgeführt, gilt der Reha-Antrag ohnehin nach § 116 SGB 6 als Rentenantrag.
http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__116.html

Ich denke dieser Weg wäre bevorzugt zu wählen, wenn Sie selbst auch ein Interesse haben, den Beruf weiterhin auszuüben.

Es bleibt Ihnen aber auch unbenommen, einen Rentenantrag stellen. Wird dieser abgelehnt, können Sie die Reha und die Wiedereingliederung anschließend beantragen.

von
Corletto

Ich schliesse mich voll dem Beitrag voin @KSC an.

In aller erster Linie muss sich @susisum erstmal selber darüber klar werden wohin die Reise gehen soll.

Dies scheint ja ganz offensichtlich nicht der Fall zu sein....

Sollte die Wiedereingliederung scheitern, ist immer noch Zeit genug den EM-Antrag zu stellen ( da Sie ja dann ALG I erstmal bekommen würden bis zum Rentenentscheid ).

Außerdem hätte der EM-Antrag dann sicher auch besser Chancen genehmigt zu werden, wenn man eine gescheiterte Wiedereingliederung " vorweisen " kann.

Und wenn man schon die Wiedereingliederung in seine alte Firma nicht packt, wird eine Umschulungsmassnahme
wohl schon gar nicht funktionieren.

Es sei denn die alte Firma/Kollegen waren ausschlagend für die Erkrankung.
Dann wiederum ist ein Schlußstrich und ein neuer beruflichen Anfang und eine völlig neues Umfeld absolut empfehlenswert.

von
susi

hallo corletto!
danke für deine nachricht.
du hast mich verstanden!
ja, ich packe den jetzigen job nicht, weil das umfeld einfach nicht passt!
deshalb bin ich nervlich und psychisch am ende!
die wiedereingliederung werde ich sicher abbrechen!
und einen neuen job ohne hilfe finde ich nicht!
deshalb halt mein plan.

wiedereingliederung anfangen, damit die kasse ruhe gibt!
diese dann abbrechen und rehaantrag stellen (umschulung etc.).
krankengeld läuft ab, und ich falle in alg1.

aber:
bekomme ich nicht eine sperre???
ich möchte das arbeitsverhältnis dann nämlich beenden.
ist doch verständlich, wenn die wiedereingliederung abgebrochen wird.
mit begründung gesundheitliche gründe...

danke
susi

von
Chris

ja, ich packe den jetzigen job nicht, weil das umfeld einfach nicht passt!
-----------------------
Dann werden sie aber pauschal gesagt keine Em-Rente bekommen, wenn das Problem der Arbeitgeber ist.

von
KSC

wenn alles an den Problemen mit Arbeitgeber und / oder Kollegen liegt, dann brauchen Sie ja an die Wiedereingliederung keinen Gedanken verschwenden!
Wenn Sie das nicht wollen, brauchen Sie das ja auch nicht beantragen (und Sie sparen allen Beteiligten unnötige Arbeit).

Dann aber sehe ich es wie Chris: mit anderen Kollegen und anderem Chef, können Sie die bisherige Arbeit (z.B. bei einem neuen Arbeitgeber machen), oder?

Wozu dann Rente oder Umschulung beantragen?

Dann geht es in erster Linie um die Vermittlung einer geeigneten Arbeitsstelle, der Arzt soll Sie spätestens nach Ablauf des Krankengeldes wieder gesund schreiben, Sie werden arbeitslos (ob es ne Sperrzeit gibt oder nicht klären Sie mit der Agentur).
Oder er schreibt Sie sofort gesund und Sie melden sich arbeitslos. Je früher Sie einen Job suchen, je früher werden Sie wohl auch fündig.

Oder geht es doch um "taktische Spiele" irgendwelche höheren Sozialleistung so lange als möglich zu retten?

von
Schade

liebe susisum,

habe mir mal die Mühe gemacht in der Suchfunktion Ihren Namen nachzuschlagen.

Ich stelle fest, dass Sie sich schon seit April 2008 mit genau den gleichen Problemen und Fragen, die Sie heute stellen, noch immer herumschlagen.

Wenn Ihr Arbeitsverhältnis Sie krankgemacht hat und Sie Ihre Probleme in der Überforderung am Arbeitsplatz sehen,
warum haben Sie dann nicht schon längst dieses belastende Arbeitsverhältnis gelöst?

Was konkret haben Sie im letzten 3/4 Jahr getan um eine andere geeignete Arbeit zu finden?

Nur vom "Reha-hopping" und hangeln von einer Wiedereingliederung zur nächsten Krankschreibung wird sich "Ihr Problem" nicht lösen.

Den schon damals angedachten Rentenantrag hätten Sie schon längst gestellt haben können - dann wäre dieser Punkt auch längst geklärt.
Und wenn es nur die Klarheit einer Rentenablehnung gewesen wäre, die Sie gezwungen hätte, sich tatsächlich eine andere Arbeit zu suchen.

Ich will Sie nicht kritisieren oder fertig machen, aber irgendwann ist eine klare Entscheidung fällig:

Entweder andere Arbeit suchen

Oder weiterhin mit Hilfe von allen möglichen guten Beratern jedwede Sozialleistung bis zum letzten auszureizen (nur denken Sie bitte dran, dass Sie nicht jünger werden und es mit zunehmendem Alter nicht leichter wird einen Job zu finden). Sie haben seit Ihrer ersten Forumsanfrage bereits 9 Monate verstreichen lassen....

von
Realist

Ich stimme dem User @Schade vollkommen zu!

WAS wollen Sie eigentlich?

Wieso beherzigen Sie nicht die Ratschläge, die Ihnen bereits vor MONATEN erteilt wurden?

Warten Sie etwa auf den Tippgeber, der Ihnen Ihre bereits feststehenden Wunschantworten gibt?

Experten-Antwort

Zu Ihrer konkreten Frage:
Unabhängig von all den von Ihnen geschilderten Umständen kann jeder Versicherte einen Antrag stellen auf eine Leistung aus seiner Rentenversicherung, damit überprüft werden kann, ob ein Anspruch besteht.