von
Rätselhaft

1) wie ist die Berechnungsbasis der Hinzuverdienstgrenze,
wenn in der Aktiv-Altersteilzeitpase "Blockmodell" zwar volle Arbeitszeit geleistet wird, auf der Gehaltsabrechnung und der Lohnsteuerkarte jedoch nur ca. 50 % des ehemaligen Bruttogehaltes aufgeführt sind,
hingegen jedoch auf der Jahresmeldung an die DRV als "Entgelt" ca. das volle Jahresbrutto (auf 100 %- Basis) aufgeführt ist.
2) was spricht gegen die Annahme einer Teil-EM-Rente während der ATZ-Aktiv-Phase Blockmodell (meine ATZ hat keine Förderung durch das Arbeitsamt),
kann der Arbeitgeber diesen Vorgang dann zum "Störfall" erklären und einseitig rückabwickeln ? (wohlgemerkt: TEIL –EM-Rente ! nicht Volle EM-Rente !)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rätselhaft,

zu Frage 1:
auf eine Erwerbsminderungsrente ist ein zeitgleich bezogenes Arbeitsentgelt anzurechnen.
Bei einem Altersteilzeitarbeitsverhältnis wird das Teilzeitarbeitsentgelt (brutto) zuzüglich des gezahlten Aufstockungsbetrages auf das Arbeitsentgelt (netto) als Hinzuverdienst berücksichtigt.
Die Jahresmeldung an die Deutsche Rentenversicherung (Altersteilzeitbruttoarbeitsentgelt und zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber) spielt bei der Prüfung, ob eine Hinzuverdienstgrenze eingehalten wird, keine Rolle.

zu Frage 2:
kommt es während der Arbeitsphase der Altersteilzeitarbeit zur Zubilligung einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, kann die Altersteilzeitarbeit weiterhin (in reduziertem Umfang) ausgeübt werden.
Wird die Altersteilzeitarbeit weiterhin (trotz Zubilligung einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung) ausgeübt, tritt kein Störfall ein. Denn das angesparte Wertguthaben kann (wie vereinbart) als Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase Monat für Monat (nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge) zur Auszahlung kommen.