von
Worpswede

Hallo zusammen,

Was macht ein Rehaberater?
Meiner Meinung nach ist, wie die Berufsbezeichnung schon sagt, soll er wohl Menschen beraten, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben genehmigt bekommen haben oder schreibt er nach Aktenlage vor, welche Maßnahmen ich zu besuchen habe?

Die nächste Frage, die ich wissen möchte ist, nach einer 2 jährigen Klage vor dem Sozialgericht bekomme ich nun Leistungen zu teilhabe am Arbeitsleben. Es ist das Ziel, nicht vor weiteren finanziellen Verlusten zu bewahren und mich nicht in Hartz 4 abrutschen zu lassen. In wenigen Wochen läuft mein ALG 1 aus. Die nächsten Umschulungen beginnen erst im Januar. Was passiert bis dahin. Wie werde ich finanziell abgesichert sein?

Mit freundlichen Grüßen
Worpswede

von
???

Vorgeschrieben wird bei LTA gar nichts. Sie entscheiden, an welcher Maßnahme Sie teilnehmen. Bei LTA ist es nämlich wichtiger als bei einer Kur, dass Sie wirklich mitarbeiten.
Auf der anderen Seite ist das natürlich auch kein Wunschkonzert. Ihr Fachberater wird Ihnen zuhören, was Sie sich vorstellen und Ihnen dann sagen, was realisierbar ist.

"Es ist das Ziel, nicht vor weiteren finanziellen Verlusten zu bewahren und mich nicht in Hartz 4 abrutschen zu lassen."
Dass das Ihr Ziel ist, ist verständlich. Sollte das der Richter gesagt hat, hat er rechtlich keine Ahnung. LTA hat das Ziel Ihnen eine passende Arbeit zu beschaffen. Dazu ist eine Umschulung nicht zwingend nötig. Sie können jetzt gleich anfangen, sich eine passende Arbeit zu suchen. Der Arbeitgeber wird mit einem sog. Eingliederunngszuschuss unterstützt. In manchen Regionen gibt es auch sog. Integrationsmaßnahmen. Vielleicht wäre das ja was für Sie. Falls Sie sich für eine Umschulung entscheiden und es mit einem Beginn zum 1.9. nicht mehr klappt, werden Sie wohl doch eine gewisse Zeit mit Hartz 4 leben müssen.

von
AKW 75

Naja, Integrationsmaßnahmen und/oder Eingliederungshilfen-/ zuschüsse dürften zum JETZTIGEN Zeitpunkt keinen Sinn ergeben - aber bei der DRV weiß man nie, was die da aus dem Hut zaubern....

LTA werden ja nur gewährt, wenn mann seinen erlernten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Wieso also eine Integrationsmaßnahme? In den alten Beruf zu integrieren macht keinen Sinn!! Das Gleiche gilt HIER auch für Eingliederungshilfen-/ zuschüsse. Welcher Arbeitgeber nimmt sie/ihn denn noch, wenn sie/er nicht mehr in diesem Beruf arbeiten kann?

Meiner Meinung nach muss daher eine neue Qualifikation für einen neuen Berfuf her. Hier gibt es u.a. modulare Qualifikationen oder Maßnahmen, die aber in der Regel keinen Kammerabschluss beinhalten, sodass die "Qualifikation" hieraus sehr fraglich ist und höchstwahrscheinlich keinen neuen Job bringt.

Versuche also eine Umschulung zu bekommen.

Ansonsten stimme ich dem Beitrag von ??? zu.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Worpswede,

„???“ hat Ihnen aus meiner Sicht bereits die zutreffende Antwort auf Ihre Fragen gegeben. Auch wenn die einschränkenden Bemerkungen von „AKW 75“ nicht von der Hand zu weisen sind - letztlich lässt sich von hier aus nicht abschließend bewerten, welche Leistungen zur Teilhabe in Ihrem konkreten individuellen Einzelfall die zielführensten sind. Dies sollten Sie - soweit nicht ohnehin schon geschehen - mit Ihrem zuständigen Rehafachberater abklären (auch dies ist eine klassische Aufgabe eines Rehafachberaters).

von
Worpswede

Danke für die Antworten.
Aber aus den Antworten werde ich nicht wirklich schlau. Entweder habe ich mich undeutlich ausgedrückt oder ich verstehe die Antworten nicht.
Wenn bei LTA angeblich nichts vorgeschrieben wird, warum muss ich an eine 6 wöchige Maßnahme, die mir bisher nichts gebracht hat, teilnehmen? Diese wurde mir quasi auf Auge gedrückt, sonst nichts.
Es geht bei mir um eine Umschulung in einem anderen Beruf, weil ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Ich habe nichts von einer Intergartionhilfe geschrieben.

von
???

Sie haben geschrieben "... nach einer 2 jährigen Klage vor dem Sozialgericht bekomme ich nun Leistungen zu teilhabe am Arbeitsleben."
Da häufig LTA mit Umschulung gleichgesetzt wird und Sie eigentlich nicht in Hartz 4 abrutschen wollen, habe ich Sie nur auf Alternativen hinweisen wollen, mit denen Sie das vermeiden könnten.

"Wenn bei LTA angeblich nichts vorgeschrieben wird,..."
Nein, Sie werden zu nichts gezwungen, das ist ein Unterschied. Das bedeutet nämlich auch, dass es bestimmte Regeln gibt. Falls Sie die für sich nicht akzeptieren können, müssen Sie mit den Konsequenzen leben.

" ... warum muss ich an eine 6 wöchige Maßnahme, die mir bisher nichts gebracht hat, teilnehmen?"
Was ist das denn für eine Maßnahme genau?
Vielleicht Berufsfindung? Die dient zum einem dazu, abzuklären, ob Sie überhaupt für eine bzw. die gewünschte Umschulung geeignet sind. Außerdem können Sie normalerweise verschiedene Berufsbilder kennenlernen, im Idealfall auch Ihren Wunschberuf. Inwieweit Sie diese Zeit für sich nutzen, z.B. sich gut (eigenständig, teamfähig, konstruktiv, interessiert ...) zu präsentieren oder in Berufe hineinzuschnuppern, liegt allein bei Ihnen.