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Herbstlicht e. V.

Wir haben einen Verein gegündet und betreuen Demenzkranke zuhause. Die Betreuerinnen erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. Frage 1: Eine Dame bezieht die volle Erwerbsunfähigkeitsrente seit 1998 und möchte gerne mit tätig werden. Sie schöpft die Hinzuverdienstgrenze durch einen Minijob voll aus. Würde sich eine Aufwandsentschädigung,wenn der Betrag im Jahr unter 2100€ liegt, auf die Rente auswirken?
Frage 2: Eine weitere Dame bezieht z. Zt. die volle Erwerbsminderungsrente, hat ebenfalls einen 400 € Job und möchte gelegentlich einen Demenzkranken betreuen. Wie wirkt sich die Aufwandsentschädigung (unter 2100€/Jahr) in diesem Fall aus?

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Links zum Thema

http://www.minijob-zentrale.de/nn_10962/DE/2__AG/4__steuerrecht/Aktuelles_20zum_20_C3_9Cbungsleiterfreibetrag/node.html?__nnn=true

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_7112/SharedDocs/de/Inhalt/Zielgruppen/02__arbeitgeber__steuerberater/dateianh_C3_A4nge/summa__summarum/2008__3,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2008_3

http://www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/UNIQ122512988102066/link506001A.html

Experten-Antwort

Aufwandsentschädigungen, die einen konkreten Verdienstausfall ersetzen, gelten als Hinzuverdienst, der bei der Feststellung der Rentenhöhe zu berücksichtigen ist.
Eine Aufwandsentschädigung, die aber nur den mit der ehrenamtlichen Tätigkeit verbundenen Zeit- und Mehraufwand abgelten soll und sozialversicherungsrechtlich nicht von Bedeutung ist, ist kein vergleichbares Einkommen, das als Hinzuverdienst zu berücksichtigen ist.
Die sozialversicherungsrechtliche Relevanz wird im Einzelfall von der zuständigen Krankenkasse als Einzugsstelle geprüft.