von
münster

Hallo,

ich beabsichtige mich von einem ausländischen Arbeitgeber (Schweiz) anstellen zu lassen (Arbeitsvertrag mit dem schweizer Unternehmen). Meine Tätigkeit werde ich jedoch ausschließlich in Deutschland an meinem Wohnort ausüben. Wo habe ich mich hinsichtlich Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung zu versichern und wer führt die Beiträge ab? Obliegt diese Verpflichtung meinem potentiellen Arbeitgeber und wenn ja, wie erfolgt dieses?

Vielen Dank!

von
Schade

fragen Sie bitte bei Ihrem Arbeitgeber nach, ob er Sie (ganz normal) als Arbeitnehmer bei der Schweizer Rentenversicherung (AHV) angemeldet hat.
Ist dies der Fall, so sind Sie "automatisch" renten- und arbeitslosenversichert in der Schweiz.
In diesem Fall müssten Sie sich noch entscheiden, ob Sie als freiwilliges Mitglied bei Ihrer bisherigen Krankenkasse bleiben wollen oder sich in der Schweiz krankenversichern wollen.
(dies müssen Sie selbst entscheiden - das kann Ihnen das online Forum nicht abnehmen.)

von
münster

Danke für die Info, jedoch bin ich mir noch nicht ganz sicher bei folgender Frage:

Gilt die Schweiz dann tatsächlich als Beschäftigungsland, obwohl die Tätigkeit in Deutschland ausgeübt wird?

von
Schade

genau deshalb riet ich Ihnen bei Ihrem AG nachzufragen.

Wenn das maßgebende Land Deutschland wäre, hätte wohl eine Schweizer Firma Riesenprobleme Sie bei der deutschen RV anzumelden. (das stelle ich mir in der Praxis kompliziert vor).

Aber bevor wir jetzt ein Problem konstruieren, wo gar keines ist, den Arbeitgeber fragen!

von
Knut Rassmussen

Sie sind in Deutschland versicherungspflichtig! Die Zahlung wird durch EWG VO 574/ 72 geregelt. Der Arbeitgeber muss zahlen, Sie können aber mit ihm verinbaren, die Beiträge selbt an die Sozialversicherung (Krankenkasse) zu zahlen.

von Experte/in Experten-Antwort

Als Arbeitnehmer mit Beschäftigungsort in Deutschland sind Sie grundsätzlich in der deutschen Sozialversicherung versicherungspflichtig. Die Meldung zur Sozialversicherung erfolgt durch Ihren Arbeitgeber. Die Sozialversicherungsbeiträge tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich je zur Hälfte, die dann als Gesamtsozialversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber an die zuständige Einzugsstelle gezahlt werden.