von
Harald

Hallo Forum,
ich habe über meinen Arbeitgeber einen Vertrag abgeschlossen, in den durch Gehaltsumwandlung 50 Euro monatlich von mir eingezahlt werden.
Kürzlich bekamen wir von unserem Arbeitgeber die Auskunft, dass er diesen Vertrag mit 600 Euro jährlich unterstützen möchte. Da er aus organisatorischen Gründen nur jährlich die 600 Euro überweisen kann, frage ich mich,was für mich günstiger ist:

1. Ich zahle weiter monatlich 50 Euro (steuerfrei) und bekomme im Monat Dezember 600 Euro, welche ich dann zusätzlich zu meinem Lohn versteuern muss
oder

2. Ich stelle den Vertrag auf jährliche Zahlung um , muss dann aber 50 Euro im Monat mehr versteuern

Zu Erwähnen wäre noch das ein gewisser Betrag in Fondsanteile angelegt wird - ist hier monatliche Zahlung eventuell besser?

Gehalt: 3000 Euro/monatlich

MfG
Harald

von Experte/in Experten-Antwort

Die beabsichtigte zusätzliche Beteiligung des Arbeitgebers in Höhe von jährlich 600,-- Euro an Ihrer betrieblichen Altersvorsorge ist grundsätzlich positiv zu sehen.

Soweit Sie Gestaltungsrechte haben den Betrag monatlich bzw. jährlich anzusparen und im Zweifel sind welche Ansparform unter steuerlichen Gesichtspunkten für Sie die günstigere ist, können Sie sich an Ihr zuständiges Finanzamt, Ihren Steuerberater oder an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden.

Das Ansparen eines Fonds mit monatlichen Zahlungen bietet in der Regel durch Ausnutzen des sogenannten Cost-Average-Effekts ( Durchschnittskosten-Effekt ) Vorteile – muss es aber nicht in jedem Fall. Dahinter verbirgt sich die Tatsache, dass durch Investition eines gleichbleibenden monatlichen Geldbetrages gespart wird. Aufgrund dieses permanenten Engagements erwirbt man immer unterschiedlich viele Anteile. In Zeiten sinkender Kurse erwirbt man relativ viele Anteile und in Phasen steigender Kurse erwirbt man weniger Anteile. Dadurch tut man automatisch das, was an der Börse richtig ist, man verhält sich antizyklisch.