von
Sofie-Marie

Hallo!
Ich habe folgendes Problem: Ich gehe ab September ins Beamtentum auf Probe (Lehramt Gymnasium Bayern). Ich bin dann also Referendar und werde sehr wahrscheinlich auch auf Lebenszeit verbeamtet. Ich bin 26 Jahre alt, ledig, habe keine Kinder (möchte aber mal 2 Kinder) und möchte nicht heiraten. Momentan bin ich gesetzlich krankenversichert. Ich weiß jedoch nicht, ob ich mich privat kranken versichern sollte. Die Tarifdschungel macht mir Sorge.
Gibt es hier jemanden der trotz seines Beamtentums in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben ist und aus welchen Gründen?
Ich weiß, dass dies hier nicht wirklich in dieses Forum passt. Allerdings wurde mir gesagt, dass vor allem im Rentenalter Probleme mit der privaten Versicherung auftun. Vielen Dank!

von
W*lfgang

Zitiert von: Sofie-Marie
Gibt es hier jemanden der trotz seines Beamtentums in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben ist und aus welchen Gründen?
Sofie-Marie,

ja, eine frühere Kollegin. Grund eben, weil sie Ihre Kinder kostenfrei in der Familienversicherung behalten wollte - und nicht darauf vertraut hat, dass der freiwillige GKV-Erzeuger (Ehemann) für alle Zeiten 'erhalten' bleibt. Allerdings war sie im mittleren Dienst tätig, so dass Ihre GKV-Beiträge überschaubar waren.

Andererseits, Kinder in der PKV steigen mit Billigsttarifen ein. Wenn Sie dann in eine (versicherungspfichtige) Ausbildung starten, fängt sie eh die GKV ein ...wenn nicht, kann es dann doch etwas teurer werden, wenn sie das 25. Lbj. erreicht haben, und die PKV 'ordentlich' Geld/Beitrag sehen will.

Besprechen Sie die zukünftige Situation noch mal mit Ihrer GKV, holen sich Angebote der üblichen Beamten-PKV'n ein (Debeka, DBV) und fragen in diesem GKV-Forum (Experten von der AOK) nach:

http://www.aok-business.de/tools-service/expertenforum/

Gruß
w.

von
Pit M. Fox

Hallo Sophie-Marie,

ich kann es als ehemaliger Mitarbeiterbetreuer wegen gleichgelagerter Fälle etwas beurteilen. So hatten wir einen Dienstvertragsangestellten mit Beamtenversorgung, welcher in der gesetzlichen KK verblieben ist. Grund waren hier Kinder aus erster Ehe, welche über den DV-Angestellten zu versichern waren. Es ist zu bemerken, dass verbeamtete Versicherte den doppelten Beitrag zahlen, als „normale“ Beschäftigte (14,6% +i.d.R. 0,9% statt 7,3%+ 0,9% bis zur Bemessungsgrenze in der KV). Das liegt daran, dass der Beamte keinen Arbeitgeber-Zuschuss zu seinen Krankenversicherungsbeiträgen erhält. Im Ausgleich haben ja verbeamtete Versicherte einen Beihilfeanspruch. Lediglich für die Pflegeversicherung ist der halbe Beitrag zu zahlen (wie auch AN) – eben wegen des Beihilfeanspruchs im Pflegefall.
Es will halt alles überlegt sein…

Gruß
Pit M. Fox

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Sofie-Marie,

wie von Ihnen schon dargestellt, können wir Sie zum Thema GKV oder private Krankenversicherung als Beamter/-in nicht beraten.
Wir hoffen, dass Ihnen die Erfahrungen der anderen Forumsteilnehmer bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen.