von
schorni

Hallo,
ich verstehe folgende Entscheidung nicht, meine volle, befristetete Em Rente ( PSYCHE) läuft bis 2019. dann wären die Befristung bei 9 Jahre.
nun hatte ich eine OP und benötige dringend eine Reha ( Bandscheiben OP mit Versteifung und Verschraubung), welche auch seitens der KRANKENKASSE bewilligt wurde.
Die Krankenkasse sagte, der RV sieht in der Reha keine Besserung meines Zustandes. ???

nachgelesen habe ich jedoch das die RV bei befristete EM Rente der Kostenträger ist.
warum wurde so entschieden??? Was hat das zu bedeuten?
wäre froh wenn mir jemand Licht ins dunkle bringen kann
lg

von
zoran

Hallo.
Nach ihrer OP gehen Sie über die KK in eine Anschlussheilbehandlung.
Das ist nach OP,s immer so und richtig.
Damit hat die RV nichts zu tun.
Gruß Zoran

von
Batrix

Hallo,

die Rentenversicherung KANN bei laufender befristeter EM-Rente der zuständige Träger sein.
Aber nur, wenn durch die Reha die Gesundheit (voraussichtlich)soweit verbessert werden kann, dass anschließend nur noch eine teilweise Erwerbsminderungsrente oder gar keine Rente mehr gezahlt werden kann / muss, also wenn Sie durch die Reha ggf. wieder ins Erwerbsleben zurückkehren können.

Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist die KK für die Durchführung der Reha zuständig.

von
Batrix

Zitiert von: zoran

Das ist nach OP,s immer so und richtig.
Damit hat die RV nichts zu tun.

Stimmt so nicht! Auch über die RV werden Anschlußheilbehandlungen durchgeführt!

von
Herz1952

Ganz einfach: steht die Rekonvaleszenz bzw. die Genesung von der Krankheit/Operation im Vordergrund ist es Sache der Krankenkasse.

Steht die Wiederherstellung der Arbeitskraft im Vordergrund, zahlt die Rentenversicherung.

Wenn sich bei nicht einigen können, kommt es zum "Duell". (smile).

Sie Können auch mal "Anschlussheilbehandlung" googeln. Danach dar sogar der Patient bei Nichteinigung irgendwie mitbestimmen, zumindest was die Reha-Klinik betrifft.

von
schorni

vielen dank für die Antworten und Erläuterungen
damit kann ich etwas anfangen - habe dies so via Google nicht gefunden, wie gesagt nur das die rv bei befristeten Rentnern der Ansprechpartner ist.
danke schön :).

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

auch wenn die Krankenkasse die Leistung durchführt ist damit noch keine Aussage über die Erwerbsfähigkeit getroffen. Nach § 14 SGB IX hat jeder mögliche Leistungsträger nur zwei Wochen Zeit, um über seine Zuständigkeit zu entscheiden. Entscheidet er zu spät, muss der Leistungsträger über den Rehabedarf entscheiden, auch wenn vielleicht ein anderer Träger grundsäztlich zuständig wäre.

Leitet ein Träger (z.B. die RV) den Antrag an einen anderen weiter (z.B. die Krankenkasse) so darf der Antrag nicht nochmals weitergeleitet werden. Die Leistung ist dann von der Krankenkasse zu erbringen.

von
Herz1952

Hallo Schorni,

irgendwie lag ich mit "Duell" nicht weit daneben. Wer den letzten Schuss abgibt gewinnt. (smile)