von
lapplandfee

Meine volle, befristete EM Rente/ Arbeitsmarktrente läuft Ende 2016 aus. Muss ich bei einem Verlängerungsantrag
1. Wieder zur Begutachtung durch die DRV?
2. Während der Zeit bis dahin regelmäßig zu meinen Ärzten, wenn sich an meinem erblich bedingten Krankheitsbild nicht ändert?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Lapplandfee,

diese Frage können wir Ihnen nicht abschließend beantworten. Sollte sich Ihr Krankheitsbild nicht wesentlich verändert haben, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie zum Gutachter müssen. Allerdings können wir unmöglich heute schon sagen, ob der Entscheider für die Weitergewährung eine erneute Begutachtung veranlassen wird. Natürlich ist es immer gut, wenn bei den behandelnden Ärzten Unterlagen vorhanden sind, aus denen dann eben die weitere Entwicklung des Krankheitsbildes seit der letzten Entscheidung entnommen werden kann. Hierdurch kann es dem Entscheider eventuell eher möglich werden, ohne erneute Begutachtung, zu entscheiden.

von
lapplandfee

Danke für die Antworten!
Natürlich mache ich mir so meine Gedanken.......
Der letzte Gutachter hat sich Zeit genommen und mich nach meiner Ansicht gut und richtig eingeschätzt. Die Rente ist zeitlich befristet. Wenn die Rente nach der ersten Befristung ausläuft, bin ich 55 Jahre alt. Wie hoch ist die Chance, dass meine Rente verlängert wird, bzw. unter welchen Voraussetzungen geschieht dies?

von
Herz1952

Hallo Lapplandfee,

dies kann auch niemand sicher beantworten.

Bei gleichbleibendem Gesundheitszustand besteht sogar die Möglichkeit die Rente auf unbestimmte Dauer zu erhalten. Diese kann theoretisch natürlich auch nochmal überprüft werden. Mit dem Alter hat das allerdings praktisch nichts zu tun.

Falls Sie sich für die Gutachterrichtlinien der DRV interessieren ist hier ein Link. Die Richtlinien umfass ca. 80 Seiten. Ob Sie Ihnen weiterhelfen ist natürlich nicht klar. Aber machen Sie sich nicht allzu viel Gedanken, wenn es soweit ist, steht Ihnen - z.B. bei Ablehnung der Verlängerung - immer noch der Widerspruch zu.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/208286/publicationFile/2121/aerzliches_gutachten_hinweise_begutachtung_pdf.pdf

Oder Sie goolen einfach: "Gutachterrichtlinien Rentenversicherung". Das ist vielleicht einfacher.

von
Willi

Frage zum obigen Beitrag.
Ab wann sollte man den Antrag zur Verlängerung EMR stellen,Beispiel Befristung bis 31.10.2016.
Da hier manche sagen 1/2 Jahr vor Ende der Befristung andere schreiben 3-4 Monate vorher ,was ist richtig.
Für Antworten bedanke ich mich im Voraus

von
lapplandfee

Hallo Willi,
meines Wissens nach sind 3-4 Monate vorher ein guter Zeitpunkt.
Viel eher macht möglicherweise wenig Sinn, da sich der Krankheitszustand/verlauf ändern kann und somit nicht absehbar ist.
Ich werde meinen Antrag zu gegebener Zeit, wieder persönlich abgeben, Die MA bei der Rentenversicherung waren bisher alle freundlich und zuvorkommend. Falls ich "zu früh" abgeben, werde ich bestimmt darauf aufmerksam gemacht.

von
W*lfgang

Zitiert von: lapplandfee
meines Wissens nach sind 3-4 Monate vorher ein guter Zeitpunkt.
lapplandfee,

6 Monate Vorlauf wäre besser. Manche med. Dienste der DRV haben selbst nach dieser Zeit noch keine Rückmeldung zur Sachbearbeitung gegeben. Daher, 4 kann reichen, manchmal selbst 6 Monate nicht.

> 2. Während der Zeit bis dahin regelmäßig zu meinen Ärzten, wenn sich an meinem erblich bedingten Krankheitsbild nicht ändert?

Einen Arzt sucht man doch wohl nur auf, wenn es gesundheitlich notwendig ist. Es sei denn, Sie legen Wert auf den bildenden Inhalt der Fachzeitliteratur im Wartezimmer, dann natürlich wöchentlich - zur Not nehmen Sie wenigstens Rotz und Husten mit ...wäre aber nicht weiter förderlich für die EM-Rente :-)

Gruß
w.

von
Herr Z.

Zitiert von: W*lfgang

6 Monate Vorlauf wäre besser. Manche med. Dienste der DRV haben selbst nach dieser Zeit noch keine Rückmeldung zur Sachbearbeitung gegeben. Daher, 4 kann reichen, manchmal selbst 6 Monate nicht.

Und das sollte warum recht-mäßig sein ?
DRV-Gutachter können wohl offenkundig ihre Jobs nicht.

Auch Hartz IV-Richter scheitern immer mit ihren Versuchen, zu erklären, weshalb Hartz IV verfassungs-konform sein könnte, denn der Gesetzgeber selber hat verfassungs-konform ausgeschlossen.

"Ich habe nicht gewusst, dass der Hartz IV-Verordnungs-Geber lügt", soll bei Richtern wie gehen können ?

http://www.bundesrat.de/SharedDocs/beratungsvorgaenge/2004/0201-0300/0206-04.html

Wenn Richter glauben würden, Hartz IV könne verfassungs-konform sein, hätte doch wohl schon mal einer von denen zumindest versucht, etwas vorzutragen, woraus dieses ersichtlich sein könnte.

Wer hindert Richter also daran ?

Alle Richter in Deutschland haben einen Eid geschworen, die Bewohner dieses Landes vor Hartz IV-Anhängern zu schützen.

Ausweislich §§ 38, 39 DRiG ist allen Richtern untersagt, Aussagen zu verbreiten, die den Eindruck erwecken könnten, Hartz IV könne verfassungs-konform sein.

http://www.gesetze-im-internet.de/drig/__38.html

http://www.gesetze-im-internet.de/drig/__39.html

Der Hartz IV-Gesetzgeber hat Richtern die Aufgabe zugewiesen, Rechtsprechung als Scharlatanerie zu präsentieren.

Dieser Aufforderung kommen viele Richter bereitwillig nach, wobei sich dann die Frage aufdrängt, wer Richter dazu zwingt, bei so etwas mitzumachen ?

Fast allen Richtern ist nicht aufgefallen, dass bei Regelsatz / Regelleistung (2005 - 2010) die falsche EVS-Referenz-Gruppe als Basis für den Zahlen-Kram genommen wurde, denn der Gesetzgeber hatte "Haushalte" vorgegeben, ausgewertet wurde aber stattdessen "Ein-Personen-Haushalte".

Ab 2011 hat der Gesetzgeber mit § 3 Abs. 2 Nr. 4 RBEG grundsätzlich ausgeschlossen, dass es überhaupt eine gesetzes-konforme EVS-Auswertung geben kann, weil "Anspruch" bei EVS überhaupt nicht erhoben wird.

http://www.gesetze-im-internet.de/rbeg/__3.html

Auch das BVerfG hat trotz mehr-jähriger Suche nichts gefunden, weshalb Hartz IV verfassungs-konform sein könnte und deshalb seine eigene Rechtsprechung von 2010 aufgegeben und erklärt nun, der Gesetzgeber müsse gar nicht die Urteile umsetzen, in denen der Gesetzgeber vom BVerfG zur Nach-Besserung von Hartz IV verurteilt wurde.

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html

http://www.bverfg.de/entscheidungen/ls20140723_1bvl001012.html

Wer in der Schule gepennt hat als Grundgesetz dran war, ist für den Richter-Job nicht geeignet.

Herr Z.

von
W*lfgang

Zitiert von: W*lfgang
Und das sollte warum recht-mäßig sein ?
DRV-Gutachter können wohl offenkundig ihre Jobs nicht.
Herr Z.,

ich bin überrascht, ein neuer Textbaustein ...das mit STRG+X für Überflüssiges kriegen Sie aber auch noch auf Reihe ;-)

Auf welchen Teil der Rechtmäßigkeit bezieht sich Ihre Nachfrage?

Gutachter (Achtung, Fremdwort folgt) _arbeiten_ bekanntlich. Wo viel Arbeit, da auch weitere Zeit erforderlich - und Mehrpersonal kostet - (wir wollen doch nicht, das deswegen Rentenbeiträge erhöht/Renten sinken müssen) insofern kommt es bei Arbeitsspitzen eben zu 'leichten' Verzögerungen. Jeder BWLer lässt das halt so laufen. Warum sollte das bei der DRV in der Vorstandsebene anders sein?! ...alles Recht, auch wenn schon mal mäßig im Ergebnis;-)

Gruß
w.

von
Sajona

Nur als Beispiel, ich musste beim ersten EM Rentenantrag zu zwei Gutachtern,bekam dann die volle befristete EM Rente (keine Arbeitsmarktrente) bis zum Ende diesen Jahres. Im Juli ,also ca 6 Monate vor Ablauf,sendete die DRV mir einen Antrag auf Weitergewährung zu. Nach einreichen aller Unterlagen bekam ich im September die Rente auf Dauer, ohne erneute Gutachter. Und ich bin erst 48. Ich denke es kommt immer auf den Gesundheitszustand an, das Alter spielt da keine Rolle.

von
=//=

Zitiert von: Willi

Frage zum obigen Beitrag.
Ab wann sollte man den Antrag zur Verlängerung EMR stellen,Beispiel Befristung bis 31.10.2016.
Da hier manche sagen 1/2 Jahr vor Ende der Befristung andere schreiben 3-4 Monate vorher ,was ist richtig.
Für Antworten bedanke ich mich im Voraus

5 Monate vor Wegfall der Rente wird das Schreiben der DRV erstellt und mit dem Weitergewährungsantrag und Befundberichtsformular an den Versicherten versandt. Der Antrag sollte 4 - 5 Monate vorher gestellt werden. In den überwiegenden Fällen reichen die 4 - 5 Monate aus,

Wenn eine Arbeitsmarktrente gezahlt wird, eine Besserung des Gesundheitszustandes jedoch unwahrscheinlich ist, wird bei manchen RV-Trägern gar keine medizinische Prüfung vorgenommen, sondern die Rente auf Zeit weitere 3 Jahre weitergewährt.

von
Sarah

Hallo,

wie schon geschrieben wurde, kann Ihnen das keiner so genau beantworten, weil es immer unterschiedlich gehandhabt werden kann.

Ich war z. B. noch nie bei einem Gutachter und habe jetzt die zweite Verlängerung auf unbestimmte Dauer bekommen.

Mein Neurologe hat mir gesagt, es wäre sehr wichtig, wenn man während dieser Zeit zum Facharzt geht.