von
Tanja

Ich habe bin eine frisch verbeamtete Lehrerin. Kann ich mir die in der Vergangenheit in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlten Beiträge wieder auszahlen lassen? Ich habe gehört, dass das geht, wenn ich die Wartezeit von 5 Jahren noch nicht erfüllt habe. Ist das richtig und gibt es weitere Möglichkeiten?
Mir stellt sich die Frage, ob die Zeit, die ich als Minijobber unterwegs war, auf die 5 Jahre zählt. Und wie sie zählt, für die Zeit, die ich als Minijobber von der DRV befreit war und die Zeit, die ich mich auf Antrag pflichtversichert habe. Danke.

von
****

Bevor hier Seitenlange Spekulationen vorgenommen werden gehen sie wie folgt vor.
1. Versicherungsverlauf mit Lückenaufstellung beim zustänigen RV-Träger anfordern,
2. Vordrucke zur Kontoklärung ausfüllen und an den RV-Träger mit Belegen zurück senden.
3. Wenn dann der Fesstellungsbescheid mit Wartezeitaufstellung da ist, erkundigen sie sich bei ihrer Versorgungsdiensstelle wie sich eine mögliche Erstattung von RV Beiträgen/Zeiten auf die spätere Berechnung der ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten und somit auf die Höhe der Pension auswirken würde.

4. Falls sie dann noch eine Erstattung wünschen buchen sie einen Beratungstermin in der nächsten Beratungsstelle der DRV über das Servicetelefon oder über Internet.

von
Tanja

Danke, ich bitte um Expertenantwort. Mir geht es zunächst um die grundsätzliche Information.
Danke

Zitiert von: Tanja

Ich habe bin eine frisch verbeamtete Lehrerin. Kann ich mir die in der Vergangenheit in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlten Beiträge wieder auszahlen lassen? Ich habe gehört, dass das geht, wenn ich die Wartezeit von 5 Jahren noch nicht erfüllt habe. Ist das richtig und gibt es weitere Möglichkeiten?
Mir stellt sich die Frage, ob die Zeit, die ich als Minijobber unterwegs war, auf die 5 Jahre zählt. Und wie sie zählt, für die Zeit, die ich als Minijobber von der DRV befreit war und die Zeit, die ich mich auf Antrag pflichtversichert habe. Danke.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Tanja,

eine Beitragserstattung aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist für Beamte auf Lebenszeit nur möglich, sofern sie die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren mit Beitrags- und Ersatzzeiten noch nicht erreicht haben.
Auf die Mindestversicherungszeiten werden auch Arbeitszeiten aus einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob) angerechnet.
Minijobs, in denen Sie pflichtversichert waren, werden in vollem Umfang angerechnet.
Minijobs, in denen Sie von der Versicherungspflicht befreit waren, werden nicht voll umfänglich berücksichtigt.
Hier werden Beitragsmonate errechnet, indem die Summe der Entgeltpunkte für den Minijob durch 0,0313 geteilt wird.

Eine genaue Ausrechnung Ihrer bereits vorhandenen Beitragsmonate kann nur anhand einer Kontenklärung erfolgen. Hierfür können Sie sich gern an eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden.

von
W*lfgang

Zitiert von: Tanja
Und wie sie zählt, für die Zeit, die ich als Minijobber von der DRV befreit war
Tanja,

rechnen Sie dafür grob 4 Monate pro Jahr Minijob, wenn Sie die maximalen Minijobgrenzen ausgeschöpft haben.

Fordern Sie einfach online eine Rentenauskunft an, da werden die aktuellen Wartezeitmonate aufgelistet sein:

https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

Kommt keine Auskunft, sind die 5 Jahre nicht erreicht. Dann sollten Sie trotzdem eine Kontenklärung (die auch bei der Beitragsersattung erforderlich ist) machen. Bevor Sie sich dafür entschließen/Beitragsersattung, bedenken Sie, dass damit Ihr Rentenkonto für alle vorhanden Rentenzeiten komplett gelöscht. Sämtliche Schul- und Studienzeiten sind damit aus der Rente weg.

Gerade als junge Beamtin würde ich mir vielleicht noch ein wenig Zeit mit der Entscheidung lassen. Und lassen Sie sich in einer Beratungsstelle auch mal überrechnen, mit welcher Summe Sie den rechnen könnten...sind es 1000 oder 10000. Je kleiner der Betrag, umso eher sollten Sie warten, vielleicht kehren Sie ja mal ins Amateurlager zurück, dann sind die Rentenzeiten futsch.

Gruß
w.