von
Schweizer

Ich bin seit Januar 2004 in Deutschland als Angestellter erwerbstätig. In den ersten sechs Monaten 2004 habe ich in Deutschland in die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge eingezahlt. Seit Mitte 2004 habe ich eine doppelte Anstellung in Deutschland und in der Schweiz. Da ich den gewöhnlichen Wohnsitz in der Schweiz habe unterliege ich in Deutschland nicht mehr der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Dafür muss ich in der Schweiz auf dem Deutschen und auf dem Schweizerischen Einkommen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung AHV und in die Pensionskasse des Schweizer Arbeitgebers bezahlen. Besteuert werde ich sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz. Die Bemessung erfolgt wiederum aus der Summe der beiden Einkommen.

Kann ich die von mir als Schweizer Staatsbürger während sechs Monaten geleisteten Arbeitnehmerbeiträge an die Deutsche Rentenversicherung erstatten lassen?

Wie wird die Erstattung besteuert?

Besteht das Recht auf Rückerstattung der allfälligen Deutschen Steuer, wenn die erstatteten Beiträge unmittelbar wieder in die Schweizerische Pensionskasse des Arbeitgebers als Einkaufsleistung eingebracht werden?

Wo muss ich eine solche Rückerstattung beantragen? In der Schweiz oder in Deutschland und in welcher Form?

von
Amadé

Sie unterliegen in der Schweiz der Versicherungspflicht zur AHV/IV und haben auch Ihren Wohnsitz in der Schweiz.

Eine Beitragserstattung der deutschen Rentenbeiträge dürfte damit ausgeschlossen sein. Siehe folgender Artikel:

EWR = Europäischer Wirtschaftsraum; umfasst die Staaten der EU sowie Island,
Liechtenstein, Norwegen)

Bei den Staatsangehörigen ausländischer EWR-Mitgliedstaaten, das sind:

Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und
Nordirland, Republik Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg,
Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei,
Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern, SOWIE BEI SCHWEZER BÜRGERN kommt es darauf an, ob sie sich in einem dieser Staaten
oder aber in einem ausländischen Staat außerhalb des EWR BZW. DER SCHWEIZ gewöhnlich
aufhalten (Drittstaat).

- Halten sie sich in einem ausländischen EWR-Mitgliedstaat oder in der Schweiz
gewöhnlich auf, erhalten sie wegen der bei Vorliegen deutscher Beiträge vorhandenen
Versicherungsberechtigung in der deutschen Rentenversicherung keine
Beitragserstattung.

- Halten sie sich in einem ausländischen Staat außerhalb des EWR oder der
Schweiz gewöhnlich auf und sind zur deutschen Rentenversicherung für weniger
als 60 Monate Beiträge gezahlt worden, ist die Beitragserstattung mangels Versicherungsberechtigung
in der deutschen Rentenversicherung zulässig.
Die Beitragserstattung ist stets ausgeschlossen, wenn in der Rentenversicherung
eines EWR-Mitgliedstaates (auch der Bundesrepublik Deutschland) oder der Schweiz
eine Pflichtversicherung besteht. Weitere Ausschlussgründe ergeben sich aus Ziff. 2.
Eine freiwillige Beitragsleistung zur Rentenversicherung eines ausländischen EWRMitgliedstaates
steht einer Beitragserstattung nicht entgegen.

Zitiert aus

http://www.finanzenchannel.de/encyclopedia-606-Staatsangehoerige_von_EWR_Mitgliedstaaten_sowie_Schweizer_Buerger.html

von
Schweizer

Besten Dank für die Antwort.

Wenn aus weniger als 60 Monaten Beitragszeit kein Anspruch auf Rentenleistung ab Pensionierung entsteht und wenn die Auszahlung der geleisteten Beiträge nicht möglich ist, dann heisst das, dass die von mir geleisteten Beiträge verloren sind. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

von
Amadé

Nun, Sie werden nicht entschädigungslos enteignet.

Zur Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen werden die Beitragszeiten beider Vertragsstaaten zusammengezählt.

Beantragen Sie dermaleinst Ihre AHV/IV-Rente und geben an, dass Sie auch Zeiten in Deutschland zurückgelegt haben, gilt der AHV-Antrag auch als Rentenantrag an den Deutschen Rentenversicherungsträger. Die AHV/IV wird dann also auch das Rentenverfahren in Deutschland für Sie einleiten. Allerdings zahlt jeder Rentenversicherungsträger für sich allein eine Rente und zwar ausschließlich aus seinen Beiträgen.

Bleibt es bei Ihnen allerdings nur bei weniger als 12 deutschen Beiträgen, ist es möglich, dass diese allein durch die AHV abgegolten werden (Vermeidung von Mini-Renten). Näheres ergeben die vertraglichen Bestimmungen.

Lassen Sie sich beraten, ob es für Sie vielleicht lohnend ist, 6 freiwillige Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung zu entrichten, dann ist sichergestellt, dass im Rentenfall vom deutschen Rentenversicherungsträger sowohl eine innerstattliche, als auch eine zwischenstaatliche Rentenberechnung vorgenommen wird.

Siehe:

http://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/altersvorsorge/gesetzliche_rente/2_arbeiten_im_ausland_rentenauswirkungen.jsp

Es gibt auch Sprechtage der Deutschen Rentenversicherung in der Schweiz

http://www.deutsche-rentenversicherung-bw.de/nn_31140/DRVBW/de/Inhalt/Rente/Verbindungsstellen/Schweiz/Schweiz.html

Bestellen Sie sich folgende kostenlose Publikation

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_11792/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/01__ausland/leben__und__arbeiten__in__europa.html

Weitere Infos unter:

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_15844/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Ausland__Rente__node.html__nnn=true

Beitragserstattungen sind ein grottenschlechtes Geschäft. Der Arbeitgeberanteil würde so oder so niemals erstattet werden.

von
Amadé

Leider hat die Technik mehrere links „kastriert“.

Bei 12 Beitrgen könnte nur eine zwischenstatatliche Berechnung erfolgen. Damit auch zusätzlich eine innerstaatliche Berechnung erfolgen kann, müssten insgesamt 60 Beiträge in Deutschland zurückgelegt werden. Dieser Aufwand lohnt sich vermutlich nicht.

Hier ein Auszug aus dem entscheidenden link:


Besonderheiten bei der Rentenberechnung

Die Rentenberechnung erfolgt unter Berücksichtigung des europäischen Gemeinschaftsrechts. Das Gemeinschaftsrecht sieht zwei Berechnungen vor:
o Die innerstaatliche Berechnung, die unter Außerachtlassung anderer Versicherungszeiten für Auslandstätigkeiten erfolgt, wenn die Voraussetzungen für den Rentenanspruch allein aus deutschen Versicherungszeiten erfüllt sind.
o Die zwischenstaatliche Berechnung, die unter Berücksichtigung deutscher und anderer im Ausland zurückgelegten Versicherungszeiten erfolgt.
Besteht somit ein Anspruch für eine Rente bereits allein aus deutschen Versicherungszeiten, wird die Rente zweimal berechnet - einmal innerstaatlich und einmal zwischenstaatlich. Die höhere der beiden Renten wird dann ausgezahlt.

Falls ein Anspruch für eine Rente hingegen nur unter Berücksichtigung der anrechenbaren deutschen und mitgliedstaatlichen Versicherungszeiten besteht, wird die Rente nur zwischenstaatlich berechnet.

• Nur ein Rentenantrag erforderlich
Wenn Versicherungszeiten in mehreren Mitgliedstaaten zurückgelegt wurden, reicht es in der Regel aus, nur in einem Mitgliedstaat einen Rentenantrag zu stellen. Der Rentenantrag gilt dann gleichzeitig als Antrag auf eine entsprechende Rente in einem anderen Mitgliedstaat. Das heißt, der Rentenversicherungsträger bei dem der Antrag gestellt wurde, informiert die anderen ausländischen Versicherungsträger und leitet das Rentenverfahren ein. Wichtig: Bei der Antragstellung unbedingt mit angeben, in welchem Mitgliedstaat welche Versicherungszeiten zurückgelegt wurden. Denn nur so können andere mitgliedstaatliche Versicherungsträger über den Rentenantrag informiert werden.

In Deutschland müssen dabei entsprechende zusätzliche Formulare ausgefüllt werden. Für die Beantragung der "Auslandsrenten" werden die dortigen Aktenzeichen oder Versicherungsnummern benötigt. Es ist daher sinnvoll, diese sorgfältig aufzubewahren und sich auch vor Ort bereits die zuständigen Versicherungsträger oder Ansprechpartner zu notieren, um bei einem möglichen Verlust der Daten später Zeit und Mühe zu sparen.

Maßgeblich für den Ort der Antragstellung ist der Wohnsitz des Antragstellers:
o Bei Wohnsitz in Deutschland kann der Rentenantrag bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung, den Gemeindeverwaltungen, den Versicherungsämtern oder direkt bei den zuständigen Rentenversicherungsträgern gestellt werden.
o Bei Wohnsitz in einem Mitgliedstaat ist der Rentenantrag bei dem Versicherungsträger des Wohnstaates zu stellen.
Es empfiehlt sich in jedem Fall, die aus dem Rentenantrag folgenden Anträge im Ausland zu überprüfen.

Als eine zentrale Frage sollte bei der Beantragung der Rente das im Ausland geltende Renteneintrittsalter berücksichtigt werden. So kann es angesichts der verschiedenen Altersregelungen in der EU passieren, dass aus einem Land bereits eine Rente bezogen wird, in einem anderen Land aber noch das Erreichen der höheren Altersgrenze abgewartet werden muss.

von
Amadé

Um nach den EWR-Richtlinien aus Deutschland eine Rente erhalten zu können, müssen Sie in Deutschland mindestens 12 Monate rentenversichert gewesen sein. Auf

http://www.ahv.ch/Home-D/allgemeines/Bilaterale/B_Securite_Sociale2_D.pdf

Seite 18, wird insoweit hingewiesen.

Wie die 6 Monate in D bei der AHV/IV abgegolten werden, bitte mit der AHV abklären.

http://www.ahv.ch

von
Schweizer

Es sieht also grundsätzlich so aus, dass ich während den sechs Monaten Deutsche Rentenversicherungsbeiträge bezahlt habe, ohne dass ich daraus je einen Nutzen ziehen kann. Da ich im fraglichen Jahr ebenfalls in die Schweizerische AHV ausreichend einbezahlt habe, dass das ganze Jahr so oder so anerkannt wird, hilft mir auch die zeitliche Anrechnung der Deutschen Rentenversicherung an die AHV nichts.

Es stellt sich hiermit also wirklich die Frage, ob ich allenfalls noch für weitere sechs Monate in Deutsche Rentenversicherung einbezahle. Die Fragen die dann aufkommen sind aber ebenfalls recht schwierig:

- Kann ich einbezahlen, wenn ich eigentlich der Sozialversicherungspflicht eines anderen EWR Landes unterstellt bin?

- Kann ich die Beiträge alleine leisten oder muss der Arbeitgeber mitziehen?

-Sind die Beiträge vollumfänglich steuerlich absetzbar?

von
Amadé

Sie sind nicht mehr in D versicherungspflichtig und müssten daher auch die Berechtigung zur freiwilligen Versicherung in D besitzen. Als EWR/Schweizer Bürger sind Sie einem Deutschen diesbezüglich gleichgestellt. Auf § 7 Abs. 1 SGB VI (Sozialgesetzbuch) wird insoweit hingewiesen.

http://www.rententips.de/gesetze/06/index.php?norm_ID=0600700

Sie können nun folgendermaßen vorgehen:

1.

Lassen Sie Ihre Berechtigung zur freiwilligen Versicherung prüfen, das verpflichtet Sie zu nichts!

Entscheiden Sie sich dazu, schlussendlich nichts zu zahlen, wird seitens der Deutschen Rentenversicherung (DRV) weder eine Zahlung angemahnt noch gar etwa vollstreckt, es handelt sich ja nicht um Pflicht-, sondern vielmehr um freiwillige Beiträge

Auf der Seite

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/

können Sie Sich den Vordruck V 061 (Erläuterungen) und V 060 (Anmeldung zur freiwilligen Versicherung) herunterladen

„Formulare – Publikationen“ anklicken, dann „mehr Informationen zum Thema Formulare“, dann „mehr Informationen zum Thema Versicherung“, dann „Komplettpaket Pflicht- und freiwillige Versicherung“, dann V 060 und V 061 auswählen.

Die Frage Nr. 3 im V 060 nach der Versicherungspflicht bezieht sich auf D und nicht auf CH und ist zu verneinen. In Frage 2 teilen Sie mit, dass Sie laufend Beiträge zur AHV entrichten.

Für freiwillige Beiträge kommen Sie allein auf.

2.

Sie müssen ermitteln, ob der Aufwand von rund 6 x 80 Euro sich überhaupt lohnt. Eine Rentenberechnung werden Sie von der DRV jedoch nicht erhalten, weil keine 60 Monate zurückgelegt worden sind.

Wenn Sie mir aber mitteilen, wie hoch Ihr sozialversicherungspflichtiges Entgelt im Jahr 2004 war, das der DRV zugeflossen ist, könnte ich Ihnen näheres mitteilen. Möchten Sie es allein versuchen, müssen Sie Ihr individuelles Entgelt 2004 ins Verhältnis zum Durchschnittsverdienst aller Versicherter des Jahres 2004 setzen und das Ergebnis mit dem aktuellen Rentenwert multiplizieren. Sie erhalten dann den Rentenbetrag, der Ihnen bei Gewährung einer Regelaltersrente zustehen würde.

3.

Verdienen Sie sehr gut, müssen Sie damit rechnen, dass die AHV ja nicht mehr zahlen darf als die Höchstrente. Auf

http://www.ahv.ch/Home-D/AHV/AHV-altersrenten/ahv-altersrenten.html#Montant

wird insoweit hingewiesen.

Es ist daher gut zu wissen, dass die Deutsche Rente nicht bei der AHV-Rente angerechnet wird, also nicht zu einer Kürzung des AHV-Anspruchs (siehe Ihnen bereits übersandter link) führt.

Ob Sie Beiträge an die DRV von Ihrer Steuer absetzen können erfragen Sie am Besten bei Ihrem kantonalen Steueramt. Diesbezüglich will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Viel Spaß bei den Ermittlungen

Ihr

Amadé

von
KSC

in Ergänzung zu Amade sei noch gesagt, dass Sie die fraglichen 6 Monate nicht sofort zahlen müssen.

Sie könnten sich ja Zeit lassen und erst ca 1 Jahr vor Rentenbeginn entscheiden, ob Sie das machen oder nicht.
(vielleicht erübrigt sich die Zahlung bis dahin wegen irgendwelcher Änderungen - vielleicht zahlen Sie ja irgendwann einmal wieder "normale" deutsche Beiträge?)

von
Schweizer

So langsam aber sicher vervollständigt sich das Bild.

Zur Ihren Punkten:

1. Ich habe heute mit dem zuständigen Sachverständigen der AOK gesprochen. Es kommt nächste Woche zu einer Besprechung in welcher die Möglichkeit einer freiwilligen Beitragsleistung an die Rentenversicherung gemeinsam besprochen wird.

2. Für die sechs Monate in 2004 habe ich Beiträge in der Höhe von monatlich EUR 507 entrichtet. Ich liege vom Bruttoeinkommen her bei rund EUR 85000 und damit über der oberen Bemessungsgrenze.

3. Ihre Antwort stimmt mit meinen Kenntnissen überein. Bei der AHV ist es so, dass zwei Dinge für die Errechnung der Rente massgebend sind. Erstens die Summe der Beiträge die einbezahlt werden und zweitens die Anzahl der Jahre in welchen einbezahlt wird. Aufgrund der Tatsache, dass ich auch während dem Studium immer die Pflichtbeiträge geleistet habe, also vollständige Jahre habe und aufgrund der Tatsache dass die Summe der geleisteten Zahlungen im Mittel über dem erforderlichen Maximum liegen, kann ich heute davon ausgehen, dass ich von der AHV die Maximalrente erhalten würde, wenn ich gegenwärtig pensioniert würde.

Die Abzugsmöglichkeit der freiwilligen Beiträge an die DRV von der Steuer sollte insofern gegeben sein, als ich die Beiträge hoffentlich von meinem Lohnanteil in Deutschland abziehen kann, welchen ich in Deutschland versteuere. Siehe dazu meinen ursprünglichen Beitrag. Es ist ja so, dass ich rund 60% in Deutschland versteure und nur rund 40% in der Schweiz versteure. Wenn ich die freiwilligen Beiträge nun auf dem Deutschen Einkommensteil in Abzug bringen kann, dann fällt in jedem Falls auch die satzbestimmende Summe der beiden Einkommen um die freiwilligen Beiträge geringer aus.

von
Amadé

Mit Ihrem Verdienst lagen Sie ständig über der Beitragsbemessungsgrenze (BBG)

Die Werte für die Rentenversicherung können der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden:

Rechengrößen
Beitragsbemessungsgrenzen
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2003 (West)
monatlich 5.100 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2004 (West)
monatlich 5.150 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2005 (West)
monatlich 5.200 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2006 (West)
monatlich 5.250 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2007 (West)
monatlich 5.250 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2003 (Ost)
monatlich 4.250 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2004 (Ost)
monatlich 4.350 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2005 (Ost)
monatlich 4.400 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2006 (Ost)
monatlich 4.400 Euro
 Beitragsbemessungsgrenze ab 1.1.2007 (Ost)
monatlich 4.550 Euro

Beitragssatz zur Rentenversicherung
 Beitragssatz ab 1.1.2003
19,5 Prozent
 Beitragssatz ab 1.1.2004
19,5 Prozent
 Beitragssatz ab 1.1.2005
19,5 Prozent
 Beitragssatz ab 1.1.2006
19,5 Prozent
 Beitragssatz ab 1.1.2007
19,9 Prozent

Geben Sie bei

http://www.google.de

„Werte der Rentenversicherung“ ein und klicken gleich den obersten link an „Deutsche Rentenversicherung – Aktuelle Werte“

2004 maximal zu versichernder Verdienst für 6 Monate = 30.900 Euro

2005 maximal zu versichernder Verdienst für 6 Monate = 31.200 Euro

Die Durchschnittsentgelte können Sie der folgenden Aufstellung entnehmen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittsentgelt

Es ergibt sich folgende Rentenanwartschaft (ohne Abschlag für vorzeitigen Rentenbezug)

30.900 : 29.060 = 1,0633 Entgeltpunkte

31.200 : 29202 = 1,0684 Entgeltpunkte

Die Entgeltpunkte müssen Sie nun mit dem aktuellen Rentenwert multiplizieren (siehe Seite der DRV Bund)

1,0633 EP x 26,13 = 27,78 Euro monatliche Rente

1,0684 EP x 26,13 = 27,92 Euro monatliche Rente

Für einen freiwilligen Beitrag (Mindestbeitrag) müssten Sie zur Zeit 79,60 Euro aufwenden, also insgesamt 6 x 79,60 = 477,60 Euro.

Sollten Sie eine normale Lebenserwartung haben, lohnt sich die Beitragsentrichtung allemal.

Versicherungsschutz für Hinterbliebene (in der Schweiz Hinterlassene?) und bei Eintritt einer Erwerbsminderung sind mit einer Beitragszahlung ebenfalls abgegolten. Das letztere könnte entgegen Forumsteilnehmer „KSC“ ein Argument sein, mit der Beitragszahlung nicht bis zum „letzten Drücker“ zu warten.

Ich hoffe, Ihnen bei der Entscheidungsfindung geholfen zu haben.

von
Amadé

Mit einem Mindestbeitrag versichern Sie ein mtl. Entgelt in Höhe von 400 Euro.

Durch die Zahlung von 6 freiwilligen Mindestbeiträgen erwirbt man also eine mtl. Rentenanwartschaft in Höhe von rund 2,13 Euro.

1. 400 x 6 = 2.400.
2. 2.400 : 29.488 (vorläufiges Durchschnittsentgelt für 2007) = 0,0814 Entgeltpunkte
3. 0,0814 EP x 26,13 (aktueller Rentenwert) = 2,13 Euro

Schlanke 2,13 Euro kämen also zu der bereits durch Pflichtbeiträge erworbenen Rentenanwartschaft noch hinzu.

Im Moment kann man die Rendite vergessen. Da lohnen sich freiwillige Beiträge nur, wenn man eine notwendige Mindestversicherungszeit(Wartezeit) erreichen will. Mit steigendem Lebensalter kann der Renditeaspekt aber sehr wohl an Gewicht gewinnen.

von
Schweizer

Besten Dank für Ihre Aufstellungen. Ich werde nach der Klärung mit der Rentenversicherung und mit der Steuerbehörde an dieser Stelle die Ergebnisse auflisten.