von
Liabamensch

Habe ein Riesenproblem: Ich wurde im Juli 2006 nach drei Jahren Angestalltentätigkeit (wegen Übergewicht) als Lehrer nach hartem Kampf und einer Gewichtsreduktion um 35 Kilo doch noch verbeamtet. Den Antrag zur Untersuchung stellte ich bereits im Januar 2006, aber da die Mühlen langsam sind, kam es erst im Mai zu einer Untersuchung, die Verbeamtung erfolgte erst mit Datum der Urkundenübergabe (trug das Datum vom Juni) im Juli. Da die Referendarszeit (in der ich als Beamter auf Probe versicherungsfrei war) nachversichert wurde, habe ich jetzt 62 Beitragsmonate und die Rentenversicherung lehnt aus diesem Grund eine Rückerstattung von Beiträgen ab. Zählt hierbei nicht das Datum der Antragstellung bzw. hat eine Klageeinreichung gegen den Bescheid Aussicht auf Erfolg? Bitte um schnelle Antwort, da Terminsache!
Danke bereits jetzt!

von
bekiss

Maßgeblich ist die Anzahl der zu Recht entrichteten Beiträge (bzw. Monate für die Wartezeit). Wenn die Wartezeit für eine Regelaltersrente erfüllt ist, haben Sie keinen Anspruch auf Beitragserstattung, sondern erhalten später eine Rente. Warum das ein "Riesenproblem" sein soll, erschließt sich mir aus Ihren Zeilen nicht. Eine Beitragserstattung ist immer ein sehr schlechtes Geschäft, weil Ihnen nur die Hälfte der selbst mit getragenen Beiträge erstattet werden. In den späteren Rentenanspruch fließen dagegen alle rentenrechtlichen Zeiten ein. Ganz davon abgesehen, hat ein Widerspruch oder eine Klage in Ihrem Fall keine Aussicht auf Erfolg.

von
Michael1971

Die Zeiten der Angestelltentätigkeit im öffentlichen Dienst sind in aller Regel ruhegehaltsfähig und gehen Ihnen bei der Pension nicht verloren. Hier wird dann aber die Rente der gesetzlichen Rentenversicherung teilweise auf die Pension angerechnet, um eine Doppelleistung auszuschließen oder zu vermindern.

Erkundigen Sie sich diesbezüglich einfach mal bei Ihrer Versorgungsdienststelle.

von Experte/in Experten-Antwort

Sehr geehrter Libamensch, ich stimme in Ihrer Angelegenheit bekiss zu und sehe wenig Aussicht auf Erfolg, "aus Ihrer Sicht". Wenn überhaupt, wäre hier eine Überprüfung über die (analog Michael1971) Versorgungsdienststelle eine Möglichkeit.

von
Amadé

Die Anrechnung von Renten der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ist in § 55 BeamtVG geregelt. Da können Sie sich schlau machen. Einen Rechner zur Ermittlung der Beamtenversorgung – siehe folgender link

http://www.vdata.de/vdata-rechner/av_beamte.jsp

http://www.basieg.de/ruhestand/versorgu.htm

http://www.nlbv.niedersachsen.de/master/C6990313_N6967744_L20_D0_I4387607.html

Bedenken Zusatzversorgungskasse des Öffentlichen Dienstes Ansprüche erworben haben (zum Beispiel die VBL http://www.vbl.de ). Aber – auch diese Ansprüche sind nach § 55 BeamtVG anzurechnen.