von
samarita

Hallo Mitstreiter im Expertenforum,
seit 2004 bin ich teilerwerbsunfähig, erhalte eine Teilerwerbsunfähigkeitrente und arbeite täglich 5 Std. Von meiner Rentenversicherung(Knappschaft) konnte ich bisher keine aussagefähige Rentenauskunft bekommen, wie meine Altersrente aussehen wird. Die letzte Auskunft habe ich 2006 auf Nachfrage erhalten, die Hochrechnung für eine Rente mit 65 war utopisch. Meine Fragen: 1. Bekommt man nicht jährlich automatisch eine Renteninformation (zumal ich schon 54 bin)?
2. Wie werden die Jahre, in denen ich arbeite und Rente beziehe berechnet?
Über eine Auskunft würde ich mich sehr freuen, denn diese Fragen beschäftigen mich schon lange.
Mit besten Grüssen, Samarita

von
LS

mir ist keine andere Regelung bekannt als die, dass, bezogen auf Ihr Alter, Sie jährlich eine Renteninformation erhalten müssten, sp hat es jedenfalls der Gesetzgeber vor Jahren bestimmt.
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Wissen sollte man, dass es sich bei den errechneten Werten um Bruttowerte handelt und weder für den gegenwärtigen Stand noch für die Hochrechnung Minderungen bei früherem Rentenbeginn berücksixchtigt wurden.
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Die in der jetzigen Erwerbsminderungsrente wegen vorgezogenem Rentenbeginn enthaltenen, 10,8% Minderungs bleiben auch in der folgenden Rente drin.
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Aus den während Rentenbezug erzielten Verdienste werden neu noch Entgeltpunkte bis Monat vor Altersrentenbeginn ermittelt, die zu denen, die bisher als Summe EGPT in Anlage 6 enthalten sind, hinzugerechnet werden.
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Wenn die Altersrente nicht vorzeitig in Anspruch genommen wird, werden die während Rentenbezug ermittelten EGPT nicht mehr extra gemindert, sonst um so viele Monate * 0,3%, wie auch die neue Altersrente vorzeitig in Anspruch genommen wird.
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Die Berechnung der Altersrente basiert:
a)
auf den in Anlage 6 des bisherigen Bescheides ermittelten EGPT nach Minderung,
b)
plus den noch zu ermittelnden EGPT für die erzielten Verdienste ab Monat Rentenbeginn Erwerbsminderungsrente bis Monat vor Rentenbeginn der Altersrente.
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Sind auch für die neue Altersrente Minderungen zu berücksichtigen, weil auch sie vorzeitig in Anspruch genommen wird, reduzieren sich die EGPT entsprechend.
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Die EGPT aus der Erwerbsminderungsrente sind davon jedoch nicht betroffen, die wurden ja schon gemindert.
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Eine Verfälschung der Ergebnisse, im Gegensatz zur Hochrechnung, tritt bei der Altersrentenberechnung nicht ein.
Sie erfolgt mit den zum Zeitpunkt Altersrentenbeginn geltenden Basiswerten (Bundesdurchschnitt, Umrechnungsfaktor, Grenzwert).
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Bsp.:
Haben Sie 2007 während 4 Std. täglicher Arbeitszeit noch 12.000€ Arbeitsverdienste in den alten Bd.-Ld oder 10.134,38€ im Beitrittsgebiet erzielt, würden Sie dafür 0,4007 EGPT für die Altersrente angerechnet bekommen.

von
KSC

Die jährliche Renteninformation kommt n i c h t (!) automatisch, wenn jemand bereits Rente bezieht, deshalb erhalten Sie dies Info nicht automatisch.

Sie müssten den RV Träger schon individuell anfragen und eine "Rentenauskunft" verlangen.

von
-_-

Eine jährliche Renteninformation ist für Rentenbezieher weder möglich noch vorgesehen, da die bisher in der Rente enthaltenen Entgeltpunkte besonders zu berücksichtigen sind. Das kann nur die Sachbearbeitung erledigen. Das maschinelle Verfahren lässt das nicht zu.

Über die zu erwartende Höhe einer Altersrente können Sie jedoch eine Auskunft vom zahlenden Versicherungsträger (schriftlich empfohlen) beantragen. Sie können sich auch an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden, die Sie berät und ggf. den Antrag entgegen nimmt.

http://www.ihre-vorsorge.de/Beratungsstellen.html

von
B-Rater

Hm,als Versichertenberater/ältester sollte man eigentlich wissen,das bei Rentenbezug keine Renteninformation mehr möglich ist ( ist schon immer so gewesen ).

Ist dann wohl der Grund warum jeden Tag zig Versicherte anrufen und sich beschweren, das der Vers.Älteste überhaupt keine Ahnung hatt,und man da nie mehr hingehen würde.

Kann ich gar nicht verstehen ;-)))

Meiner Meinung nach sind doch 99,9 % dieser Vers-Ältesten absolut fähig,und wissend.

P.S. Ihr selber entwickeltes PRogramm kann sicher auch dann noch Renteninformationen erstellen,wenn der Versicherte schon 89 Jahr alt ist,nicht wahr.

Experten-Antwort

1. Eine Renteninformation wird im Rahmen des Terminverfahrens nicht erteilt, wenn u.a. eine Rente gezahlt wird. Sie müßten daher bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger diese eine solche Auskunft individuell beantragen.

2. Die Berechnung der Altersrente berechnet sich wie folgt:
a) aus den bisherigen Entgeltpunkten, die der Rente wegen Erwerbsunfähigkeit zugrundelagen.
b) aus den noch zu ermittelnden Entgeltpunkten während des Rentenbezges
c)die bisherige Zurechnungszeit wird in der Nachfolgerente als Anrechnungszeit (Rentenbezugszeit) berücksichtigt. Aufgrund des Zusammentreffens von Anrechnungszeiten und Beitragszeiten entstehen somit beitragsgeminderte Zeiten (gfls. Zuschläge)
d) die der jetzigen Rente zugrundeliegenden Entgeltpunkte (halbe Rente) behalten weiterhin den Abschlag von 10,8 Prozent.
Für die noch nicht in Anspruch genommenen Entgeltpunkte ist der neue Rentenabschlag maßgebend (z.B. für die nachfolgende Altersrente die auch gfls. vorzeitig in Anspruch genommen wird).