von
cimicifuga

Ich bin in einer Teilhabe zum Arbeitsleben und habe unterschiedliche Meinungen gehört, wie das Übergangsgeld berechnet wird.
80% des Bruttoentgeltes aus dem letzen Arbeitsverhältnis werden ja zugrunde gelegt. Wie lang ist dieser Zeitraum? Die Arbeitsverhältnisse aus mehreren Jahren oder nur aus einem mehrmonatigen Zeitraum?
Ich hatte unterschiedliche Arbeitsverhältnisse, und beim letzten habe ich 35 Stunden die Woche gearbeitet und Brutto nur 1100 Euro gehabt. Davor hatte ich gedoch 5 Jahre lang 1600 Euro brutto.
Diese letzte Stelle habe ich nur angenommen, weil ich zwischenzeitlich länger erkrankte und dann umziehen wollte und der Arbeitslosigkeit entgehen wollte. Kann sich das jetzt ungünstig auf das Übergangsgeld auswirken?
Mit freundlichem Gruß

von
Nix

Massgebend für die Übergangsgeldberechnung ist der letzte abgerechnete Entgeltabrechnung.80% des letzten Bruttoentgelts wird mit dem Tarifentgelt von heute verglichen. Der höhere Wert ist massgebend für die Übergangsgeldberechnung. Aus diesem Grunde ist es irrelevant, wie hoch Ihr Entgelt davor gewesen ist.
Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Sie vorher eventuell auch höheres Entgelt bezogen haben.
Ist das Tarifentgelt von heute höher, welchem Sie heute zuzuordnen sind, dann wird dieses berücksichtigt. Teilen Sie Ihrem Sachbearbeiter mit, was Sie von Beruf vorher gewesen sind und welchem Tarifvertrag Sie vorher angehörten. Er wird prüfen, ob er diesen Tarifvertrag/dieses Tarifentgelt berücksichtigen kann, welches Sie bezogen hätten, wenn Sie heute in diesem Job gearbeitet hätten. Damit erfolgt ein Ausgleich, der wie ich finde, Ihnen gerecht wird.