von
Berti

Habe Ablehnung für Erwerbsminderungsrente bekommen,da mein Versicherungsverlauf nicht stimmt,(das ist die eine Sache) gleichzeitig aber wurde ich voll erwerbsgemindert geschrieben und das sogar rückwirkend vom Tag der Antragstellung(Okt 2013). Durch Zufall habe ich rausbekommen, das die Befristung bei mr sogar bis 2017geht, was aber mit keiner Silbe im Bescheid erwähnt wurde !!! Meine Frage, hätte das nicht auch im Ablehnungsbescheid stehen müssen? Wonach wird das entschieden?

von
???

Ihr Antrag wurde ja nur aus versicherungsrechtlichen Voraussetzungen abgelehnt. Dafür ist es unerheblich, ob die Erwerbsminderung auf Dauer ist oder nur befristet und das muss deshalb auch nicht im Bescheid stehen. Wichtig ist hier nur der Eintritt der Erwerbsminderung, da zu diesem Zeitpunkt die versicherungsrechtlichen Vorausseztungen sein müssen.

von
L.

Ihr Beitrag macht inhaltlich keinen Sinn.

1.) Zum einen schreiben Sie, dass die Erwerbsminderungsrente abgelehnt wurde;
zum anderen dass eine Befristung bis 2017 geht (= also bewilligt ?).

Was wurde nun betristet? Die Rente oder die Erwerbsminderung?

2.) "da mein Versicherungsverlauf nicht stimmt"
Was soll das denn heißen? Haben Sie die wartezeitrechtlichen Voraussetzungen für den Bezug der Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nicht erfüllt?

3.) "Durch Zufall habe ich rausbekommen". Welcher Zufall soll das denn gewesen sein. Wenn die Rente tatsächlich bewilligt wurde, dann wird Sie entweder auf Dauer oder befristet gewährt. Wenn Befristet, dann steht im Bescheid auch das Bis-Datum.
Was hat das mit Zufall zu tun?

4.) Sie fragen wonach das entschieden wird?
Damit eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gewährt werden kann, prüft...
a.) ... die Verwaltung ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (zum Zeitpunkt des Leistungsfalles) erfüllt sind
b.) ... die medizinische Sachaufklärung, ob verminderter Erwerbsfähigkeit vorliegt (voll/teilweise).

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Hat man Ihnen einen Bescheid erteilt, in denen zwar bestätigt/bescheinigt wurde, dass Erwerbsminderung zwarvorliegt, sie aber die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt haben?
Wenn das so ist, wo ist dann Ihr Problem? Sie wissen doch woran es dann gescheitert ist. Wenn der Antrag wegen nicht erfüllter Wartezeit abgelehnt wurde, spielt es doch in der (rentenrechtlichen) Praxis keine Rolle bis zu welchen Datum eine Erwerbsminderung (voraussichtlich) vorliegt.

von
Galgenhumor

lassen sie mich mal raten:

der Antrag wurde auf Verlangen der Grundsicherung gestellt; Erwerbsminderung liegt aus med. Gründen auf Zeit vor; Rente gibts nicht da die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Ärger mit der Grundsicherung, da aufgrund der nicht vorliegenden dauerhaften Erwerbsminderung die Grundsicherung Leistungen nicht gewährt und Sie an das Jobcenter verweist? Welches auch nicht zahlen will?
Richtig geraten? Tja insofern bleibt lediglich das Widerspruchs verfahren, dass die Minderung auf Dauer erneut geprüft werden muss. Aussichtschancen stehen in den Sternen.

von
=//=

Da die Erwerbsminderung ab Oktober 2013 festgestellt wurde, wäre der Rentenbeginn der 7. KM danach, also der 01.05.2014. Die Erwerbsminderung wird längstens für 3 Jahre ab Rentenbeginn festgestellt, also eigentlich bis 30.04.2017. Da die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren, wurde die Rente abgelehnt. Normalerweise wird das auch so im Ablehnungsbescheid aufgeführt.

Oder haben Sie sich bei der DRV erkundigt, bis wann die Befristung dauern würdeß

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Berti,
für die Prüfung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen ist das Datum des Eintritts des Leistungsfalles maßgebend. Unerheblich ist, wie lange das Leistungsvermögen eingeschränkt ist. Daher wird im Ablehnungsbescheid nur dahingehend eine Aussage getroffen, ob Erwerbsminderung auf Dauer oder befristet vorliegt.

von
W*lfgang

Zitiert von: Galgenhumor
Ärger mit der Grundsicherung, da aufgrund der nicht vorliegenden dauerhaften Erwerbsminderung die Grundsicherung Leistungen nicht gewährt und Sie an das Jobcenter verweist? Welches auch nicht zahlen will?
änzend dazu:

Zunächst: die Grundsicherung (SGB XII) ist nicht zuständig, da nicht _dauerhaft_ voll EM, könnte daher ein Fall für die HLU (Hilfe zum Lebensunterhalt/Sozialhilfe nach SGB XII sein) sein, wenn die volle EM auf rein med. Gründen basiert. Ist es nur eine volle EM aus Arbeitsmarktgründen, ist das Jobcenter wieder am Ruder/SGB II.

Gruß
w.