von
Theo M.

Liebe Experten,

bis zu welchem Umfang (Wochenstunden, Verdienst) wird eine neben der Erziehung eines Kindes zwischen dem 4. und 10. Lebensjahr eine selbstständige Tätigkeit als "geringfügig" eingestuft, so dass diese Zeiten trotzdem als Berücksichtigungszeiten gelten?

von
Amadé

Siehe

http://www.lvm.de/vorsorge/versorgungsanalyse/lexikon/index.jsp

„Berücksichtigungszeit wegen Kindererziehung.

Diese Berücksichtigungszeit hat keinen direkten Einfluss auf die Berechnung der Rente.

Sie zählt mit zur Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren und hat somit insbesondere Bedeutung für die Rentenanspruchsbegründung (Altersrente für langjährig Versicherte, Erwerbsminderungsrenten).

Es kann als Berücksichtigungszeit angerechnet werden:

- die Zeit der Erziehung eines Kindes bis zu dessen 10. Lebensjahr bei einem Elternteil, wenn bei diesem auch die Voraussetzungen für die Anrechnung einer Kindererziehungszeit erfüllt sind.

Die Berücksichtigungszeit wegen Kindererziehung kann auch für Kindererziehungszeiten vor dem 1. Januar 1992 entstehen. Sie wird nur auf Antrag gewährt.

Selbstständige mit einem Verdienst von mehr als 400 Euro im Monat können sich Berücksichtigungszeiten nicht anrechnen lassen.“

oder

http://www.dlg-mitteilungen.de/de/betriebsfuehrung/management/altersvorsorge2.html

und ergänzend:

http://www.ihre-vorsorge.de/Lueckenfueller-Beruecksichtigungszeiten.html

von Experte/in Experten-Antwort

Die Anrechnung von Berücksichtigungszeiten für Kindererziehung bei einer mehr als geringfügigen selbständigen Tätigkeit ist ausgeschlossen, wenn für diese Tätigkeit keine Pflichtbeiträge gezahlt werden.

Eine geringfügige selbständige Tätigkeit liegt vor, wenn die Geringfügigkeitsgrenzen nicht überschritten werden. Diese Grenze liegt zur Zeit bei 400€, die Anzahl der Stunden ist hierbei unerheblich.