von
baerchen

ich vermisse bei den rentendiskussionen die gruppe derer, die besonders langjährig-also 45 jahre- versicheet sind und schwerbehindert.gibt es da einen bonus??

von
Rosanna

Hallo Bärchen,

der "Bonus" besteht darin, dass bei Vers. mit mind. 50 %iger Schwerbehinderung, Wartezeiterfüllung von (nur) 35 statt 45 Versicherungsjahren ein Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bis Jahrgang 1951 bereits ab dem 63. Lebensjahr abschlagsfrei, ab Jahrgang 1952 ab dem 63. LJ. + X Monate Anhebung abschlagsfrei besteht.

Liegt KEINE Schwerbehinderung vor und wurden 45 Pflichtbeitragsjahre zurückgelegt, besteht grundsätzlich der Anspruch auf die AR für besonders langjährig Versicherte mit Vollendung des 65. Lebensjahres ABSCHLAGSFREI.

Wenn Sie Ihre Altersgrenze wissen möchten, fordern Sie bitte bei Ihrem zust. RV-Träger eine Rentenauskunft an und teilen Sie ggfls. mit, dass Sie schwerbehindert sind.

MfG Rosanna

von
bärchen

da ich mit 60 schon 45 jahre ohne pause ,seit 2001 50% schwerbehindert, einbezahlt habe,und zusätzlich 3 kinder erzogen habe müsste ich mich also noch mindestens 5 jahre quälen um keine rentenabzüge zu haben?

von
helfende hand

In welchem Monat+in welchem Jahr sind Sie geboren? Wieviel Jahre haben Sie schon gearbeitet? Sind Sie selbst schwerbehindert?

Vielleicht kann ich Ihnen dann die Frage des Rentenbeginns beantworten.

von
baerchen

geb 02/56,gearbeitet seit 09/72 durchgehend, 3 kinder erzogen 50% seit 11/01.

von
helfende hand

Sie gehören damit zu den Jahrgängen, die eine Altersrente (auch wegen Schwerbehinderung oder als langjährig Versicherter) erst mit dem 65. LJ in Anspruch nehmen können. Eine vorzeitige Inanspruchnahme ist nicht möglich. Alternativ käme eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in Betracht.

von
M

Diese Antwort ist nicht korrekt !!!!!

Mit 50 % Schwerbehinderung können sie (Jahrgang 1956) bereits mit 63 + 10 Monate abschlagsfrei in Rente gehen !

Mit 10,8 % Abschlag könnten sie ab 60 + 10 Monaten in Rente gehen.

von
dirk

Auch falsch!
Ich komme richtigerweise auf 63 + 11 ohne Abschlag und bei 10,8% auf 60 + 11 Monate.

von
M

Da sollten sie lieber noch mal nachrechnen oder nachlesen werter Dirk....

Meine Aussage ist definitiv richtig !

Jahrgang 1956 = 63 + 10

Experten-Antwort

Sofern mindestens 35 Versicherungsjahre erfüllt sind bzw. werden und die Schwerbehinderung zu mindestens 50 Prozent zum Rentenbeginn noch vorliegt, können Sie frühestens mit 60 Jahren und 10 Monaten die Altersrente für schwerbehinderte Menschen beanspruchen. Der Abschlag beträgt dann 10,8 Prozent.

Der frühestmögliche Renteneintritt ohne Minderung läge bei 63 Jahren und 10 Monaten.

Für jeden Monat, den Sie den Rentenbeginn nach 60 + 10 Monaten hinausschieben, verkürzt sich der Abschlag um 0,3 Prozent.

Empfehlenswert ist eine kostenfreie Beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe.
Dort kann man Ihnen die möglichen Rentenbeträge unter Zugrundelegung weiterer Arbeitsjahre ungefähr vorausberechnen.

von
dirk

Stimmt, Sie haben Recht. Sorry.