von
Maria Schwertfeger

Wenn ich mein Geschäft (zeitungen, Backwaren usw.) verkaufe, ist der Aufgabegewinn steuerpflichtig. Wie wirkt sich das auf meine Witwenrente aus? Wird das aufs Jahr umgelegt? oder nur für den Monat?

Experten-Antwort

Einkommen ist als Arbeitseinkommen zu werten, wenn es nach dem Einkommensteuerrecht als Einkommen (vgl. § 2 Abs. 4 EStG) zu werten ist.
Seit 01.01.1995 entspricht damit das Arbeitseinkommen dem Betrag, der im Einkommensteuerbescheid als Summe der Einkünfte aus

- Land- und Forstwirtschaft,
- Gewerbebetrieb,
- selbständiger Arbeit

nach Abzug der Betriebsausgaben (vom Finanzamt bei der Feststellung der Einkünfte bereits berücksichtigt, daher aus dem Einkommensteuerbescheid nicht ersichtlich), aber vor Abzug der Sonderausgaben und Freibeträge ausgewiesen ist.
Bei der Beurteilung, welches Bruttoarbeitseinkommen erzielt wurde, ist im Allgemeinen von den im Einkommensteuerbescheid unter "Einkünfte aus ... (s. o.)" ausgewiesenen bzw. auszuweisenden Beträgen auszugehen. Maßgebend ist nicht etwa das lt. Einkommensteuerbescheid "zu versteuernde Einkommen".
Ob es aufs Jahr umgelegt wird, müssen Sie das Finanzamt erfragen.
Wenn diese Summe die Freigrenze nicht überschreitet wird es nicht auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.