von
Alex

Guten Tag,
wie sieht es aus, mein Vater wird mal eine Betriebsrente bekommen. Wie sieht es aus mit der Versteuerung, kann jemand was dazusagen ? Wie wäre es z.B. bei einer monatl. Betriebsrente von 400 €.

Alex

von Experte/in Experten-Antwort

Könnte man dies aufgrund dieser Angaben tun, wären die Vorschläge von Herrn Merz wohl Realität und man könnte dies wirklich a la Bierdeckel Schema erklären....

Das derzeit in der BRD geltende Steuerrecht ist insoweit aber etwas komplexer ausgestaltet, weshalb dazu einige Vorfragen zu beantworten wären:

a) Um welche Art von Betriebsrente handelt es sich dabei und wie wurde diese in der Ansparphase finanziert - steuerfreie Beiträge, pauschal versteurte Beiträge?

b) Handelt es sich dabei um eine Altersrente oder Invalidenrente und wie alt ist Ihr Vater denn jetzt - ist dann von Interesse wenn es sich um eine Betriebsrente gem. den internen Durchführungswegen (Direktzusage, Unterstützungskasse) handelt.

Auch wenn sich diese Frage dann leicht beantwortren lässt sei der Hinweis erlaubt, dass solche Rechtsfragen der Domäne der Finanzämter und nicht der RV Träger zuzuordnen sind.

Trotz § 89 AO haben die aber kein insoweit vergleichbares Forum. warum wohl...:-)

MfG

von
Schiko.

Hoffe sie fühlen sich nicht beleidigt, je mehr sie sähen,
desto höher der ertrag( mit dieser bemerkung fühlte sich
schon mal ein user beleidigt).
Damit meine ich nur, die angaben sind sehr mager. Familien-
stand, geburtsjahr, höhe einer zu erwartenden rente, miet-
einnahmen und dergleichen sind in solche berechnungen
einzubeziehen.
Dennoch will ich versuchen mit erfundenen beträgen ihnen
hinweise zu liefern.

Nehme an, vater muß im betrieb jährlich eine steuerkarte abgeben.
Ist dies so, erfolgt die steuerliche behandlung wie für pensionen.

Im gegensatz zur rente wirkt sich hier der sogenannte versorgungs-
freibetrag steuermindernd aus mit 40 % vom jahresbrutto, begrenzt
auf höchstens 3.900 im jahr. Dieser betrag gilt noch für die bezüge
2005 in voller höhe und wird ab 2006 jährlich mit 1,6% ab 2021
um 0,8% abgeschmolzen und entfällt 2040 ganz.

Rechne einfach so, als wenn vater ab 2005 ruheständler geworden
wäre und 1.500, im jahr 18.000 bruttorente und 4.800 betriebs-
rente erhalten würde.
4.800 ./. 40% = 2.880 jahrespension und 9.000 steuerpflichtige
rente ( 50 % aus 18.000) zunächst 11.880. Für kranken/pflegever-
sicherung etc. 10 % aus 22.800 ( 18.000 + 4.800) = 2.880 steuer-
mindernd somit nur €. 9.000 zu versteuerndes einkommen.

Als jahressteuer müsste er dann mit ca. 250 €. rechnen, dies des-
wegen, da 7.664 als einzelperson und 15.328 vh, als existenz-
minimum steuerunbelastet bleiben.

Liefere ihnen gerne bei mehr aussat eine bessere ernte.

Mit freundlichen Grüßen.

von Experte/in Experten-Antwort

Es verbleibt bei den vorherigen Ausführungen - mit dem Hinweis, sich zur Klärung individueller Punkte zu dieser Frage an einen Steuerberater bzw. Lohnsteuerhilfeverein zu wenden.

Nix für Ungut, Schiko.

MfG

von
Schiko.

Habe wirklich keine einwendung gegen ihre
zusatzerklärung.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

...womit es bei den vorherigen Ausführungen verbleibt.

MfG