von
Schnucki

ich habe gerade gelesen, daß wenn man Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit, das aber aufgrund des verschlossenen Arbeitsmarktes, Bewerbungen Pflicht sind!!
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Bewerbungen sind Pflicht!
Ist im Rentenbescheid vermerkt, dass die volle Rente aufgrund der Verschlossenheit des Arbeitsmarktes gewährt wird, ergeben sich daraus Verpflichtungen für den Bezieher dieser Rente. Er unterliegt denselben Pflichten zur Arbeitssuche, denen auch Arbeitslose unterliegen. Auch die für Arbeitslose obligatorische Verpflichtung, auf Aufforderung Meldetermine bei der Arbeitsagentur bzw. dem Jobcenter wahrzunehmen, gilt für diese Rentenbezieher.
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Warum um alles in der Welt wird einem das nicht geschrieben/mitgeteilt/was auch immer??????

M u s s man das wissen? Und wenn ja: woher?

entsetzte Grüße von
blöd aus der Wäsche guckenden
Schnucki

von
Klemens

Da die Arbeitsmarktrente ja zur Hälfte auf der Situation des Arbeitsmarktes beruht und damit teilweise in die Belange der Agentur für Arbeit fällt , ist doch klar das diese Pflicht grundsätzlich besteht.

Diese Pflicht ist aber nur rein theoretischer Natur und wird von der Agentur für Arbeit in der Praxis nicht oder nur sehr selten eingefordert wird.

Es steht dort ja auch ganz klar, das diese Pflicht nur nach AUFFORDERUNG durch die AfA greift.

Wird man also nicht schriftlich dazu von der AfA aufgefordert kann kein Schaden entstehen oder nachträglich jemanden daraus ein Strick gedreht werden, das man sich nicht beworben und regelmäßg gemeldet hat.

Im Erwerbslosenforum.de wurde allerdings schon einige Male davon berichtet, das Leute trotz Arbeitsmarktrente von der AfA zu Bewerbungen genötigt, zu Terminen einbestellt und sogar zu Weiterbildungs - und anderen Maßnahmen " gezwungen " wurden. Es ist halt grundsätzlich ja eine Teilzeiterwerbsfähigkeit gegeben und die AfA kann eben Bemühungen verlangen, das so ein Job auch wirklich dann mal erlangt wird.

Insofern ist eine Arbeitsmarktrente immer ein heisses Eisen...

von
Schnucki

Zitiert von: Klemens

Da die Arbeitsmarktrente ja zur Hälfte auf der Situation des Arbeitsmarktes beruht und damit teilweise in die Belange der Agentur für Arbeit fällt , ist doch klar das diese Pflicht grundsätzlich besteht.

Diese Pflicht ist aber nur rein theoretischer Natur und wird von der Agentur für Arbeit in der Praxis nicht oder nur sehr selten eingefordert wird.

Es steht dort ja auch ganz klar, das diese Pflicht nur nach AUFFORDERUNG durch die AfA greift.

Wird man also nicht schriftlich dazu von der AfA aufgefordert kann kein Schaden entstehen oder nachträglich jemanden daraus ein Strick gedreht werden, das man sich nicht beworben und regelmäßg gemeldet hat.

Im Erwerbslosenforum.de wurde allerdings schon einige Male davon berichtet, das Leute trotz Arbeitsmarktrente von der AfA zu Bewerbungen genötigt, zu Terminen einbestellt und sogar zu Weiterbildungs - und anderen Maßnahmen " gezwungen " wurden. Es ist halt grundsätzlich ja eine Teilzeiterwerbsfähigkeit gegeben und die AfA kann eben Bemühungen verlangen, das so ein Job auch wirklich dann mal erlangt wird.

Insofern ist eine Arbeitsmarktrente immer ein heisses Eisen...

Hallo Klemens!
Find ich gar nicht klar, daß das grundsätzlich besteht!

Von einer "Pflicht nur nach AUFFORDERUNG durch die AfA" hab ich nichts, absolut nichts in dem Bescheid gefunden.

Also am besten einen einen Job annehmen für 2,77 Euro/Stunde, damit man nicht über die Verdienstgrenze von 400 Euro kommt...!?

Lieben Gruß von Schnucki

von
chris

In der Praxis dürfte diese Bewerbungspflicht nur auf Sie nur zukommen, wenn Ihre Bezüge der Teil-Erwerbsminderungsrente Ihre finanziellen Bedürfnisse nicht abdecken.
Nur bei einer vollen Erwerbsminderungsrente würde das Grundsicherungsamt ergänzend zahlen.

Eine Aufstockung der Rente würde in Ihrem Fall, falls Ansprüche vorhanden sind, durch das Arbeitsamt oder durch das Jobcenter geschehen. Für diesen Leistungsbezug ist die Arbeitssuche natürlich prinzipiell verpflichtend.

Der Arbeitsmarkt ist Ihnen zwar laut Rentenbescheid verschlossen, doch die Zumutbarkeitskriterien für eine Verweistätigkeit sind bei der Rentenversicherung andere als im Jobcenter. Dort muss sich nicht an Ihrer vorherigen Tätigkeit orientiert werden. Eine weitaus schlechter bezahlte Tätigkeit, die Ihrem vorherigen Arbeitsprofil nicht entspricht, gälte dort also dennoch als zumutbar.

Es könnte theoretisch erwartet werden, dass Sie sich für geistig anspruchslose Tätigkeiten innerhalb ihrer körperlichen Grenzen und Ihres Stundenlimits bewerben müssen. In den letzten Jahren werden immer mehr offen werdende Stellen durch Leiharbeitsfirmen ausgefüllt, die eng mit dem Arbeitsamt zusammenarbeiten. Doch gerade auf dem Leiharbeits-Billiglohnsektor werden meist niedrige geistige und höhere körperliche Anforderungen gestellt. In einigen Regionen werden allerdings auch Teil- Erwerbsrentenbezieher gern in Callcenter vermittelt.

In der Praxis werden Bezieher einer Teil-Erwerbsminderungsrente jedoch eher in Ruhe gelassen auch wenn sie ergänzende Leistungen über das Jobcenter beziehen, denn letztlich gibt es zurzeit erheblich mehr Arbeitslose als offene Stellen.

Eventuell könnten Sie berufliche Fördermaßnahmen in Anspruch nehmen.

von
Schnucki

[quote=152777]
>>>>>>> Nur bei einer vollen Erwerbsminderungsrente würde das Grundsicherungsamt ergänzend zahlen.

Eine Aufstockung der Rente würde in Ihrem Fall, falls Ansprüche vorhanden sind, durch das Arbeitsamt oder durch das Jobcenter geschehen. Für diesen Leistungsbezug ist die Arbeitssuche natürlich prinzipiell verpflichtend.

Der Arbeitsmarkt ist Ihnen zwar laut Rentenbescheid verschlossen, doch die Zumutbarkeitskriterien für eine Verweistätigkeit sind bei der Rentenversicherung andere als im Jobcenter. Dort muss sich nicht an Ihrer vorherigen Tätigkeit orientiert werden. Eine weitaus schlechter bezahlte Tätigkeit, die Ihrem vorherigen Arbeitsprofil nicht entspricht, gälte dort also dennoch als zumutbar. >>>>>In der Praxis werden Bezieher einer Teil-Erwerbsminderungsrente jedoch eher in Ruhe gelassen auch wenn sie ergänzende Leistungen über das Jobcenter beziehen

von
Schnucki

Zitiert von: chris

Nur bei einer vollen Erwerbsminderungsrente würde das Grundsicherungsamt ergänzend zahlen.

In der Praxis werden Bezieher einer Teil-Erwerbsminderungsrente jedoch eher in Ruhe gelassen auch wenn sie ergänzende Leistungen über das Jobcenter beziehen

Eventuell könnten Sie berufliche Fördermaßnahmen in Anspruch nehmen.

entschuldigung, hat irgendwie nicht so funktioniert, wie ich das wollte und hätte tun müssen.

also, erstmal DANKE !

aber ich blix nicht... also ich bekomme diese volle erwerbsminderungsrente mit 3-6 stunden tätlichkeit, die die auf dem arbeitsmarkt beruht. kein durchschieb mehr.

Fördermaßnahmen? mit unter 20-jährigen, die berufsorientierung machen und noch nicht wissen, welchen beruf sie machen wollen? :< alles schon mal dagewsen...

lieben gruß
schnucki