von
Elli

Ich bin von Beruf Krankenschwester. Seit 2004 beziehe ich eine BU, die knapp 500 euro beträgt. Ich darf was dazu verdienen und genau hier liegt mein problem... Ich bemühe mich um einen Job aber keiner will mich haben. Ungelernt in einen anderen Job.... null chance, von Alter geschwiegen (53) Ich hätte eine einzige chance und zwar als Krankenschwester, und genau das darf ich nicht... Klar, acht Stunden im Krankenhaus geht aufgrund meiner Krankheit nicht, aber so 3 - 4 Std. in einer Heimpflege würde schon denk ich gehen. Habe nachgefragt und man würde mich nehmen und ich hätte sogar nur "leichte" Fälle bekommen (Insulin spritzen, Essen vorbereiten,usw) aber... ich müsste als Krankenschwester angestellt werden, und genau das geht nicht weil ich dann den Anspruch auf die BU verlieren würde.Denn ich wurde berufsunfähig und nicht erwerbsgemindert (was eher zutrifft) eingestuft. Der eine oder andere kann jetzt denken:" Hey wenn du 4 Std am Tag arbeiten kannst dann pfeiff auf die Rente... mit einer halbtagsstelle verdienst du mehr..." aber so einfach ist das nicht. Was ist wenn ich die 4 Std. doch nicht schaffe? Dann stehe ich ohne nichts und bin auf Harz 4 angewiesen, und das möchte ich auf keinen Fall.
Mein Fazit: Erwerbsgemindert hätte ich noch eine chance bisschen zu arbeiten gehabt. Berufsunfähig stehen die chancen auf Null. Im Moment halte ich mich mit kleinen mini-putz-jobs übers Wasser, aber es ist nichts festes... mal gibts sie mal nicht. Und das alles nur deswegen weil ich nicht als Krankenschwester arbeiten darf... oder sehe ich das falsch und es gibt doch eine Möglichkeit diese Berufsbezeihnung zu nutzen?

VG Elli

von
Otto N.

Warum sind Sie denn berufsunfähig?

Weil Sie nach Ansicht der sozialmedizinischen Gutachter als Krankenschwester gar nicht mehr arbeiten können, oder weil Sie nur noch zeitweise als Krankenschwester arbeiten können?

Im zweiten Fall dürfen Sie völlig problemlos das Ihnen unterbreitete Stellenangebot annehmen.

Im ersten Fall solllten Sie in der Tat vorsichtig sein, weil sie mit einer Arbeitsaufnahme Ihre festgestellte Berufsunfähigkeit - VERSTÄNDLICHERWEISE - in Frage stellen würden.

Warum suchen Sie sich keinen Job als Callcenter-Mitarbeiterin oder Zeitungsbotin? Das dürfte auf jeden Fall rentenunschädlich sein, sofern Sie aufgrund der sozialmedizinischen Gutachten nicht ungeeignet dafür sind.

Ich bin ebenfalls Bezieher einer BU-Rente und werde mich hüten, irgendeine Tätigkeit aufzunehmen, die den "Rentenprüfdienst" der DRV auf den Plan rufen könnte.

Experten-Antwort

Hallo Elli,

neben dem Bezug einer Rente wegen Berufsunfähigkeit darf ein Hinzuverdienst erzielt werden, der über der 450 EUR Grenze liegt und individuell zu ermitteln ist. Diese Angaben erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger.

Die Art der Tätigkeit spielt keine Rolle. Es kommt lediglich auf die Höhe des Hinzuverdienstes an.

von
Otto N.

Zitiert von:

Die Art der Tätigkeit spielt keine Rolle. Es kommt lediglich auf die Höhe des Hinzuverdienstes an.

Das ist falsch! Bei BU-Rentenbezug kommt es sehr wohl auf die Art der Tätigkeit an!

Wer deshalb berufsunfähig ist, weil er in seinem Hauptberuf nicht mehr arbeiten kann, aber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt doch noch, der darf auch keinen Hinzuverdienst in seinem letzten Hauptberuf erzielen.
Ausnahme: Man ist nur noch eingeschränkt in seinem letzten Hauptberuf leistungsfähig. In diesem Fall wäre auch ein Hinzuverdienst in diesem Beruf erlaubt.

Ihre Pauschalantwort gilt für EM-Rentner aber nicht für BU-Rentner, Herr Experte!

von
Rentenberater

Zitiert von: Otto N.

Zitiert von: Otto N.

Die Art der Tätigkeit spielt keine Rolle. Es kommt lediglich auf die Höhe des Hinzuverdienstes an.

Das ist falsch! Bei BU-Rentenbezug kommt es sehr wohl auf die Art der Tätigkeit an!

Wer deshalb berufsunfähig ist, weil er in seinem Hauptberuf nicht mehr arbeiten kann, aber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt doch noch, der darf auch keinen Hinzuverdienst in seinem letzten Hauptberuf erzielen.
Ausnahme: Man ist nur noch eingeschränkt in seinem letzten Hauptberuf leistungsfähig. In diesem Fall wäre auch ein Hinzuverdienst in diesem Beruf erlaubt.

Ihre Pauschalantwort gilt für EM-Rentner aber nicht für BU-Rentner, Herr Experte!

So ist es!

Der Experte bzw. die Expertin war in Gedanken wohl schon im Pfingsturlaub.

Leider paßt dieser "Experten-Tipp" genau ins Klischee der Leute, die nur das glauben was sie auch glauben wollen.

Allerdings könnte ein Vertrauen auf diese "Experten-Antwort" fatale Konsequenzen für die Betroffenen haben.

Deshalb kann ich nur davor warnen, die hier gegebenen Antworten ungeprüft zu glauben, auch wenn sie von einem (angeblichen) Experten stammen!

Ich wünsche ein schönes Pfingstwochenende!

von
Elli

Vielen Dank für eure Antworten.

@Otto
meine Wirbelsäule macht nicht mehr so viel mit.... darf nur noch bis 12 Kg heben, und nicht in "nach vorne gebeugter position" längere Zeit arbeiten... wie das zB bei waschen bettlägriger Pat. ist.
Ich würde das auch eher als "eingeschränkt " sehen nicht unfähig... In meinem Rentenbescheid auf der erster Seite steht: "Sie erhalten von uns Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung" liest man weiter auf seite 2 steht da:" Rentenart.Sie haben Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung weil sie berufsunfägig sind. Ein Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht nicht, weil Sie nach unseren Feststellungen eine Erwerbstätigkeit noch mind. 6 Std.täglich ausüben können. Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig. Sie können jedoch unter den üblichen Bedinungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben."
So. Was ist es jetzt eigentlich? EM oder BU? oder beides?

VG Elli

von
Otto N.

Zitiert von: Elli

Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig. Sie können jedoch unter den üblichen Bedinungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben."
So. Was ist es jetzt eigentlich? EM oder BU? oder beides?

Hallo Elli,

da Sie "unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben können", sind Sie weder voll noch teilweise erwerbsgemindert, im Sinne des neuen Rentenrechts seit 2001.

Da Sie aber offenbar vor 1961 geboren wurden, genießen Sie Vertrauensschutz und Berufsschutz.

Zitat:
>>Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig.

von
Otto N.

Zitiert von: Elli

Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig. Sie können jedoch unter den üblichen Bedinungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben."
So. Was ist es jetzt eigentlich? EM oder BU? oder beides?

Hallo Elli,

da Sie "unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben können", sind Sie weder voll noch teilweise erwerbsgemindert, im Sinne des neuen Rentenrechts seit 2001.

Da Sie aber offenbar vor 1961 geboren wurden, genießen Sie Vertrauensschutz und Berufsschutz.

Zitat:
>>Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig.

von
Otto N.

Zitiert von: Elli

Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig. Sie können jedoch unter den üblichen Bedinungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben."
So. Was ist es jetzt eigentlich? EM oder BU? oder beides?

Hallo Elli,

da Sie "unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben können", sind Sie weder voll noch teilweise erwerbsgemindert, im Sinne des neuen Rentenrechts seit 2001.

Da Sie aber offenbar vor 1961 geboren wurden, genießen Sie Vertrauensschutz und Berufsschutz.

Zitat:
>>Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig.

von
Otto N.

Zitiert von: Elli

Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig. Sie können jedoch unter den üblichen Bedinungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben."
So. Was ist es jetzt eigentlich? EM oder BU? oder beides?

Hallo Elli,

da Sie "unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Tätigkeit mind. 6 Std täglich ausüben können", sind Sie weder voll noch teilweise erwerbsgemindert, im Sinne des neuen Rentenrechts seit 2001.

Da Sie aber offenbar vor 1961 geboren wurden, genießen Sie Vertrauensschutz und Berufsschutz.

Zitat:
"Danach sind Sie zwar in Ihrem Beruf und in vergleichbaren Tätigkeiten nicht mehr mind.6 Std. täglich einsatzfähig."

Das bedeutet, dass Sie nur aufgrund der Tatsache, dass Sie Berufsschutz genießen, eine teiweise Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit bekommen.

Leider geht aus Ihren Angaben nicht hervor, ob Ihr Restleistungsvermögen in Ihrem ursprünglichen Beruf als Krankenschwester vollständig aufgehoben ist oder gar nicht.

Aber genau das ist zur Beurteilung der Frage, ob sie zumindest teilweise in diesem Beruf arbeiten dürfen oder nicht, sehr wichtig.

Sollte der sozialmedizinische Dienst nämlich festgestellt haben, dass Sie Ihren letzten Beruf gar nicht mehr, also auch nicht mehr zeitweise ausüben können, dann ist definitiv auch kein Hinzuverdienst in diesem Beruf erlaubt.

Sollte jedoch festgestellt worden sein, dass Sie Ihren letzten Beruf aus sozialmedizinischer Sicht noch zeitweise ausüben können, auch unter Berücksichtigung diverser Einschränkungen, wäre ein Hinzuverdienst in diesem zeitlichen Rahmen rentenunschädlich.

Diese Angaben können Sie dem sozialmedizinischen Gutachten entnehmen, welches Sie bei der DRV anfordern können, sofern Ihnen dieses noch nicht vorliegen sollte.

MfG

von
Otto N.

Aus welchen Gründen auch immer, wurde meine letzte Antwort zunächst nur unvollständig wiedergegeben.

Deshalb habe ich es solange probiert, bis es endlich geklappt hat!

von
Elli

@Otto

Ich muss schon sagen das mir Ihre Antworten sehr helfen, sie sind logisch und verständlich selbst für einen Laien wie ich. Herzlichen Dank! Ich habe zwei ärztliche Gutachten (Neurologisch und Orthopedisch) vor mir liegen... habe sie eben genaustens gelesen und nirgendwo steht das ich in meinem beruf nicht arbeiten darf... bei den Neurologischen steht sogar das ich (aus neurologischer Sicht) als Krankenschwester 6 Stunden und mehr leistungsfähig bin... Der Orthopäde dagegen hat nur seine Befunde beschrieben und dann die Einschränkungen. In dem Gutachten steht nicht das ich in meinem Beruf nicht arbeiten darf, allerdings schreibt er:" kann noch Tätigkeiten der allgemeinen Arbeitsmarktes verrichten wie zB als Pförtnerin, Helferin in einer Poststelle, Sortiererin oder Montiererin von Kleinteilen"
Ist ein Sozialmedizinisches Gutachten so was wie eine zusammenfassung von den beiden ärztlichen? Sollte es so sein muss ich es anfordern...
Noch mal herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Schöne Pfingsten
Elli

von
Otto N.

Zitiert von: Elli

Ist ein Sozialmedizinisches Gutachten so was wie eine zusammenfassung von den beiden ärztlichen? Sollte es so sein muss ich es anfordern...

Hallo Elli,

es freut mich, wenn ich Ihnen helfen konnte.

Der sozialmedizinische Dienst der Deutschen Rentenversicherung erstellt nach Beurteilung der Untersuchungsergebnisse abschließend ein sogenanntes positives- und negatives Leistungsbild.

Das heißt, es wird angegeben, in welchem zeitlichen Umfang man welche Tätigkeiten verrichten kann.
(Sitzend, stehend, gehend)

Auch, ob man Treppen, Leitern, Gerüste nutzen kann,

ob man Lärm und Kälte verträgt, ob man Nachts arbeiten kann usw.

Diese Angaben sind normalerweise Bestandteil jedes sozialmedizinischen Gutachtens und sollten Ihnen eigentlich von der DRV ausgehändigt werden.

Ich wünsche Ihnen ebenfalls frohe Pfingsten!

von
Elli

Hallo Otto N

habe soeben auf was interessantes auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung gestossen... Interessant für mich ist vor allem die Sonderfallregelung. Aber so ganz traue ich dem Braten nicht... habe schon die tollsten Dinge erlebt wo ganz klare Sachen plötzlich nicht mehr so klar waren... Ihre Meinung dazu würde mich freuen.
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_grundwissen/03_rentenarten_und_leistungen/08a_erwerbsminderungsrente/01_rente_bei_teilweiser_em.html

VG Elli

von
Otto N.

Hallo Elli,

meinten Sie das hier?:

"Sonderfallregelung für vor dem 2. Januar 1961 Geborene

Gehören Sie zu diesem Personenkreis, dann gilt für Sie eine Vertrauensschutzregelung:
Sie können bei gesundheitlichen Einschränkungen allein in Ihrem bisherigen Beruf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit bekommen. Diese Rente wird an Versicherte gezahlt, die ihren bisherigen qualifizierten Beruf nicht mehr oder nur noch weniger als sechs Stunden täglich ausüben können, in einem anderen Beruf aber noch mindestens sechs Stunden täglich einsetzbar sind....."

Das erwähnte ich bereits gestern um 15:13 Uhr:

"Da Sie aber offenbar vor 1961 geboren wurden, genießen Sie Vertrauensschutz und Berufsschutz."

Oder meinten Sie das hier?:

"Was ist, wenn es keine Teilzeitarbeit gibt?

Wenn Sie zwischen drei und sechs Stunden täglich erwerbstätig sein könnten, aber arbeitslos sind, weil ein entsprechender Teilzeitarbeitsplatz nicht vorhanden ist, können Sie Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung haben. Sie können dann wegen des verschlossenen Arbeitsmarktes eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bekommen, obwohl Sie aus medizinischer Sicht nur teilweise erwerbsgemindert sind."

Die sogenannte "Arbeitsmarktrente" können Sie dann beanspruchen, wenn Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch unter 6 Stunden täglich leistungsfähig sind.

Wenn Sie "nur" berufsunfähig in ihrem letzten Hauptberuf, aber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mindestens 6 Stunden täglich leistungsfähig sind, besteht dieser Anspruch nicht.

MfG

von
Elli

Hallo,

eigentlich meinte ich nur diesen Abschnitt: "Diese Rente wird an Versicherte gezahlt, die ihren bisherigen qualifizierten Beruf nicht mehr oder nur noch weniger als sechs Stunden täglich ausüben können"
Das würde bedeuten das ich doch eine chance habe als Krankenschwester zu arbeiten... das ich eine qualifizierte Kraft auf dem Arbeitsmarkt bin... das ich die halbtagsstelle in der heimpflege annehmen kann ohne Angst zu haben das mir die Rente gestrichen wird... eine reale chance ( wenn das so ist wie es da steht )
Mein Plan für morgen ist: Sozialmedizinisches Gutachten anfordern und einen Fachanwalt für Sozialrecht konsultieren...ich bin gespannt was der mir dazu sagen wird. Ich will nichts riskieren... Ich weiss es ist noch zu früh... aber mein Selbswertgefühl steigt gerade.

VG Elli

von
Elli

Ich muss noch hier was erklären. Ich habe vor 7 Jahren einen Anwalt (allerdings keinen Fachanwalt) gefragt ob ich als Krankenschwester einen Job annehmen kann... er meinte er würde es nicht tun weil sonst ist die Rente weg. Ich dachte mir Ok vielleicht fragst du leute die sich damit besser auskennen, also ging ich zu einer Rentenberatungsstelle... dort wurde mir gesagt das ich vorsichtig sein soll welche arbeit ich aufnehme... sonst kann sein das die Rente gestrichen wird. Dann hab ich bei der RV angerufen und da gefragt... da konnte mir auch keiner konkret sagen ob JA oder NEIN... aber mir so "unter uns" gesagt ich soll vorsichtig sein... Habe dann einen teilzeit Job bei einem Zahnarzt bekommen in der Rezeption und prompt hat mein Chef fünf Din A4 Blätter von der RV bekommen mit Fragen wie und was und wie lange ich da arbeite... Es war alles in Ordnung, Anspruch auf Rente war bestehen (die Zahnarztpraxis leider nicht, nach paar Monaten geschlossen) Das alles hat mich stark verunsichert...

VG Elli

von
Otto N.

Hallo Elli,

um es kurz zu machen: Rentenunschädlich ist jede Tätigkeit, die lt. positiven/negativen Leistungsprofil erlaubt bzw. nicht ausgeschlossen ist.

Und solange sie noch nicht einmal wissen, ob der sozialmedizinische Dienst der DRV festgestellt hat, dass Sie entweder gar nicht mehr als Krankenschwester arbeiten können oder immerhin noch teilweise mit bestimmten Einschränkungen, bringt die ganze Spekuliererei nichts.

Sie sollten sich das dokumentierte positive/negative Leistungsprofil aushändigen lassen und dann vergleichen, ob die körperlichen Anforderungen ihres angestrebten Jobs mit den festgestellten Einschränkungen harmonieren.

Sollten aber irgendwelche Einschränkungen dokumentiert worden sein, die sich mit den Anforderungen in dem von Ihnen angestrebten Job nicht vereinbaren lassen, sollten sie lieber auf den Job verzichten!

MfG

von
Elli

Hallo Otto,

Sie haben Recht... Spekulieren bringt nichts. Ich fordere erst das Gutachten an und dann sehen wir weiter.
Danke für Ihre Geduld und dafür das Sie mir das alles erläutern, ich wäre wahrscheinlich ohne dieses Gutachten schon zum Anwalt gerannt.

VG Elli