von
Kaukasus

Folgendes Szenario ist passiert:
Eine junge Dame hat mit ihrer Krankenkasse einen Antrag auf eine medizinische Rehabilitation eingereicht nachdem sie zu einem Informationsgespräch in einer fachsprezifischen Klinik war. (spezifische psych. Erkrankung).
Dieser Antrag wurde direkt an die DRV weitergeleitet, da sich die Krankenkasse zunächst nicht als zuständig sah. Die DRV hat 2 Wochen später Unterlagen zukommen lassen, die ausgefüllt werden musste. Nach einem Monat kam ein Schreiben bzgl. fehlender Unterlagen. Dabei fehlte eine Schulbescheinigung. Diese wurde nachgereicht.
Gleichzeitig wurde ein Befund des Hausarztes angefordert, der direkt an die DRV ging. Diese meldete sich 1 Monat späte rerneut bzgl. fehlender Unterlagen: Diesmal fehlten medizinische Befunde aus vorherigen klinischen Behandlungen. Diese wurden nachgereicht. Einen Monat später wird ein neuer Befundbericht eines Arztes angefordert. Der Arzt lehnt ab, da er nicht aktuel behandelnd ist. Dies wird ebenfalls eingereicht. Insgesamt liegen nun zwischen Antragstellung und heute (immer noch keine Bewilligung oder Ablehnung) 4 Monate in der die Erkrankte auf ihre Reha wartet.
Was kann man tun um den Prozess zu beschleunigen oder endlich eine Entscheidung zu erhalten? Die junge Dame muss gesundheitsbedingt unbedingt in die Reha.

von Experte/in Experten-Antwort

Es besteht die Möglichkeit, dass bei "verschleppter" Bearbeitung der Antragsteller dem Kostenträger eine angemessene Frist (mindestens zwei Wochen!) setzt und sich, sofern keine Reaktion vom Kostenträger erfolgt, danach die Leistung selbst beschaffen kann. Dies bedeutet natürlich auch, dass zunächst die Kosten selbst bezahlt werden müssen, eine Möglichkeit die bei vielen nicht gegeben sein dürfte.

Am sinnvollsten wäre daher eine telefonische oder persönliche Nachfrage beim Kostenträger, notfalls auch über den Vorgesetzten.

von
=//=

Da ist aber verdammt viel schiefgelaufen.

Ich möchte keine negative Wertung abgeben, aber leider sind manche Leute nicht imstande, sich rechtzeitig und nicht erst 4 Monate nach Antragstellung beim Kostenträger nachzufragen (am Sinnvollsten immer telefonisch!), WAS noch an Unterlagen fehlt und wann mit einer Entscheidung ungefähr zu rechnen ist.

von
Kaukasus

Eine telefonische Nachfrage über fehlende Unterlagen / Stand der Bearbeitung etc. fand von Seiten des Antragstellers fast alle 2 Wochen beim Kostenträger statt. Immer hieß es, dass die medizinische Abteilung die Unterlagen bearbeiten würde und die Sachbearbeiter keinen Einfluss auf deren Bearbeitung haben würden. Teilweise wurde mitgeteilt, dass fehlende Unterlagen zwar angekommen seien aber erst Wochen später bearbeitet werden könnten.