von
abc

Ist eine Bearbeitung und Bescheid einer Rente innerhalb von 6-8 Wochen realistisch (alle Voraussetzungen erfüllt) oder wäre das utopisch? Mir wurde von der DRV (Aussenstelle) gesagt, dass die betr. Mitarbeiter Zeitvorgaben hätten. Ist das korrekt oder rein theoretisch.
Ich habe schon v.Fällen gehört, da dauert das Ganze auch mal ca. 1 Jahr. Warum die Unterschiede??
Bitte nur Experten und keine, die nur "ihren Senf dazugeben "wollen. Vielen Dank.

von
def

Etwas unhöflich, Ihre letzte Bemerkung ! Auch die "Nicht-Experten" verfügen manchmal über fundiertes Fachwissen. Ich bin zwar kein "Experte", kann Ihnen aber zutrefflich versichern, dass die Bearbeitungszeiten von mehreren Faktoren abhängen. Sind z.B. Rückfragen erforderlich, müssen Unterlagen nachgereicht werden, ist die Erwerbsminderung zweifelsfrei nachgewiesen, etc., etc. Je nach Lage der Dinge, kann die Bewilligung dann sofort erfolgen, sie kann sich aber auch über mehrere Jahre hinziehen. Haben Sie eine andere Antwort erwartet ?

von
abc

Ich wollte auf keinen Fall alle Nicht-Experten beleidigen.Ich wollte nur, dass keine :"da könnte man auch in die Glaskugel schauen" Antworten kommen. Ich gehe bei meiner Frage auf gleiche Voraussetzungen aus. Wenn die gegeben sind, sind dann die Wartezeiten gleich?? Das wollte ich wissen.

von
def

Ich schätze mal, dass das u.a. auch von der jeweiligen Personalstärke abhängt. (Urlaubssaison etc.) Grundsätzlich bin ich aber davon überzeugt, dass die Vorgänge unverzüglich bearbeitet werden. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, halte ich Bearbeitungszeiten von einem Jahr für unrealistisch, ein paar Wochen hingegen für realistisch.

von
Schade

bei Altersrenten aus geklärtem Konto sind 6 bis 8 Wochen sehr wohl realistisch.

Da kann es auch in 3 Wochen erledigt sein.

Bei EM Renten scheinen mir 6 Wochen nicht realistisch.

von
def

.........auch nicht in eindeutigen Fällen ? (Querschnittslähmung, Gehirntumore, etc.) Bei einer Bekannten, die bedauerlicherweise unter einem Hirntumor litt, dauerte die Antragsbearbeitung/-Bewilligung noch nicht einmal einen Monat. (Das ist allerdings schon einige Jahre her !)

von
Schade

natürlich gibt es auch kurze Laufzeiten bei EM Renten.

Wenn ein Feinmechaniker mit 57 durch einen Unfall blind wird und noch querschnittsgelähmt, dann ist das eigentlich für jeden Laien ein deutlicher Fall - und wenn dann auch noch die Zeiten geklärt waren, ist auch eine kurze Zeit zu erwarten.

Mein Beitrag bezog sich jedoch nicht auf Sonderfälle, sondern auf den Normalfall und der braucht bei EM i.d.R. etwas länger - da sollte man nicht nur 6 Wochen einkalkulieren (schön wenns dann schnell geht).

Aber das alles ist in der Praxis ja kein Problem:
der Altersrentner weiß ja, wann er sein Alter erreicht und kann den Antrag problemlos drei Monate vorher stellen.
Und der EM Anwärter bekommt i.d.R. bis zu 1,5 Jahre Krankengeld, wenn der seinen Antrag 4 bis 5 Monate vor Ablauf des KG s stellt, ist normalerweise auch entschieden.

Aber Einzelfälle zu diskutieren bringt wohl gar nichts.

Experten-Antwort

Dem Beitrag von user Schade ist zuzustimmen.

Erst der Praxistest wird Ihnen zeigen, wie lange man in Ihrem Fall tatsächlich bis zur Bescheidserteilung Zeit benötigt.

Ruifen Sie doch deshalb bei der zuständigen Sachbearbeitung an und erkundigen Sie sich nach dem Sachverhalt. Soweit innerhalb von drei Monaten nach Antragstellung kein Bescheid erteilt wurde, kann beim zuständigen Sozialgericht Untätigkeitsklage erhoben werden.

MfG