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Eingliederungszuschuss nach Teilhabe

Hallo,

ich habe folgende Frage:

Mache derzeit eine Umschulung i.R. der Teilhabe am Arbeitsleben. Kostenträger ist die Deutsche Rentenversicherung Bund. Die Maßnahme ist insgesamt auf 2 Jahre ausgelegt, ein gutes Jahr ist schon vorbei, so dass ich noch ein Jahr habe.

Jetzt habe ich von meinem Chef (mache ein Praktikum, das zum Ausbildungsplan gehört) ein sehr konkretes Angebot bekommen, im Anschluss an die Ausbildung dort übernommen zu werden. Das ist jetzt erst einmal sehr früh, da die Ausbildung noch knapp 1 Jahr geht, aber doch eine freudige Nachricht.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es von der DRV auch Förderungen nach der Umschulung gibt.
Ich habe da mal etwas von einem "Eingliederungszuschuss" gehört, wobei der Kostenträger dann max. 50 % des Gehaltes für max. 1 Jahr übernimmt. Im Falle einer Schwerbehinderung liegt der Prozentsatz wohl höher und der Förderungszeitraum ist länger.

Für meinen Fall liegt eine Schwerbehinderung mit einem GdB von 50 vor. Den potentiellen Arbeitgeber würde eine zeitliche begrenzte Förderung sicherlich motivieren, letztlich könnte durch einen Zuschuss meine krankheitsbedingt noch etwas verminderte Leistungsfähigkeit ausgeglichen werden.

Welche Voraussetzungen sind an den Eingliederungszuschuss gebunden? Kann mir jemand sagen, ob ich mich zum jetzigen Zeitpunkt schon um eine solche Förderung bemühen, d.h. sie beantragen kann? Gibt es diese überhaupt?

Vielen Dank

David

Experten-Antwort

Hallo David,
als Teilnehmer an einer Umschulung, die durch die Deutsche Rentenversicherung bewilligt wurde, haben Sie die Voraussetzungen erfüllt, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erhalten. Eine Bewilligung des Eingliederungszuschusses ist grundsätzlich im Rahmen Ihrer Leistungsfähigkeit möglich. Der Arbeitgeber profitiert zwar jetzt schon durch Ihre Arbeitsleistung während des Praktikums und Sie werden es sicherlich schaffen, Ihn durch Ihr Engagement zu überzeugen ... aber grundsätzlich ist eine Bewilligung von einem Eingliederungszuschuss im Rahmen des § 34 SGB IX möglich.
Sie sollten Ihren Reha-Fachberater darauf ansprechen. Die Höhe des evtl. Eingliederungszuschusses wird zwischen dem Reha-Fachberater und dem Arbeitgeber vereinbart.
Mit freundlichem Gruße
Ihre DRV

von
David

Hallo Experte,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Könnten Sie mir vielleicht auch eine Antwort auf die Frage geben, ob es grundsätzlich Sinn macht mich jetzt schon, d.h. 12 Monate vor dem Ende der Ausbildung bzw. Umschulung, um die Möglichkeiten eines Eingliederungszuschusses zu kümmern?
Kann man meine Leistungsfähigkeit in Bezug auf ein in einem Jahr einzugehendes Arbeitsverhältnis denn jetzt schon beurteilen?

Einen schönen Tag

David

Experten-Antwort

Hallo David,
befragen Sie bitte -jetzt bereits- den Reha-Fachberater, der für Sie als Einzelfallmanager zuständig ist. -Ohne Hektik - Sie haben Zeit genug. Dieser wird - mit Ihnen zusammen- entscheiden, ob er jetzt schon Kontakt zum Arbeitgeber aufnimmt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre DRV