von
Buttala

Hallo an alle im Forum ,

Habe mal wieder eine Frage zum Paragraf 51SGB v ,
ich weiß das ,mein Dispositionsrecht eingeschränkt ist , aber wenn mein Reha-Antrag
umgewandelt wird, in eine volle EM Rente ,
wird die Rente ab Antragsdatum bewilligt ,
oder rückwirkend ab Datum der AU ?
( Jahrgang 08.52 ,AU seit Ende August 2012 )
wie gesagt bei voller EM Rente ,

Danke an alle !

,

von
Anna

Den Beginn der Erwerbsminderung legt die DRV fest.
Ob nach Aktenlage oder nach einer Begutachtung ist dabei nicht ausschlaggebend.

Bei einer Umwandlung wird man dann aufegfordert das vorgegebene Datum in den formell noch zu stellenden Rentenantrag zu übernehmen.

mfg

von
-

Hallo Buttala,

der Eintritt der Erwerbsminderung wird von der Deutschen Rentenversicherung festgestellt. Die Erwerbsminderung kann - aber muss nicht - seit dem Tag der Arbeitsunfähigkeit vorliegen.

Bei einer Umdeutung wird als Antragsdatum für die Erwerbsminderungsrente das Datum des Rehaantrags herangezogen.

von
Buttala

danke für Eure Antworten,

so ganz begreife ich das nicht ,
sollte es denn zu einer Umwandlung kommen,
würde dann das Datum vom EM Antrag auch gleich Beginn der EM Rente seine?
Sorry ,das ich so hartnäckig bin , aber durch meine Krankheit muss ich alles zigmal
nachfragen und nachlesen ,
ich weiß auch da dieses Forum nicht alles beantworten kann.
Danke ,und gute Nacht .

von
tussi

sollte die reha eine erwerbsminderung feststellen, und die drv dies auch so sehen, dann wird der rehaantrag als rentenantrag umgewandelt.

d.h. du musst dann formal den rentenantragstellen die rente würde dann ab rehaantragsdatum beginnen, also rückwirkend.

die in der zeit gezahlten alg1 und krankengelder werden dann von deine rentennachzahlung rückerstattet.

von
Feli

Es sind zwei verschiedene Dinge: Der Eintritt der Erwerbsminderung ist der Tag, ab dem Sie erwerbsgemindert sind, dies ist eine medizinische Feststellung, die der beratungsärztliche Dienst der RV trifft. Bis zu diesem Termin werden bei der Berechnung der Rente die Versicherungszeiten berücksichtigt.
Das zweite ist der Tag der Antragstellung. Wird der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet, gilt als Datum der Rentenantragstellung das Datum, an dem Sie ursprünglich den Reha-Antrag gestellt hatten.
Liegt das Antragstellungsdatum innerhalb von 3 Kalendermonaten nach dem festgestellten Eintritt des Leistungsfalles und wird keine Zeitrente bewilligt, beginnt die Rente mit dem Ersten des Monats nach dem Monat des Leistungsfalles.
Liegt das Antragstellungsdatum später als 3 Kalendermonate nach dem Leistungsfall und es wird keine Zeitrente bewilligt, beginnt die Rente mit dem Ersten des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde.

von
-

Wir stimmen Feli zu.

Ergänzung: Sollte eine befristete Rente (Zeitrente) bewilligt werden, beginnt diese erst mit Beginn des 7. Kalendermonats nach Eintritt der Erwerbsminderung (Leistungsfall).

von
Manu

Hallo Experten,

und wie verhält sich das Datenknobeln, wenn das Dispositionsrecht NICHT eingeschränkt ist (wenn der Antragsteller keine soz. Leistungen erhält)?

Gilt dann der Rentenantrag als als tatsächlicher Rentenantrag oder wird dennoch das Datum des letzten Rehaantrages zugrunde gelegt (auch bei nachteiliger Auswirkung auf den Versicherten)?

Darf der Versicherte dann nicht selbst beurteilen, wann er in Rente geht?

Mit freundlichen Grüßen

von
-

Der Rehaantrag gilt auch in diesem Fall als Rentenantrag. Allerdings kann der Versicherte frei entscheiden, ob er zu den angebenenen "Bedingungen" (Leistungsfall, Rentenbeginn) in Rente gehen möchte. Möchte der Versicherte keinen Rentenantrag stellen, "verfallen" die Ansprüche. D.h. Wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt ein Rentenantrag gestellt wird, wird neu geprüft, ob Erwerbsminderung vorliegt.

von
Manu

Zitiert von:

Der Rehaantrag gilt auch in diesem Fall als Rentenantrag. Allerdings kann der Versicherte frei entscheiden, ob er zu den angebenenen "Bedingungen" (Leistungsfall, Rentenbeginn) in Rente gehen möchte. Möchte der Versicherte keinen Rentenantrag stellen, "verfallen" die Ansprüche. D.h. Wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt ein Rentenantrag gestellt wird, wird neu geprüft, ob Erwerbsminderung vorliegt.

Sehr geehrter Experte,

vielen Dank für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen