von
Überfordert

Eine Nachbarin hat Probleme mit der DRV. Sie ist Geburtsjahrgang 1946 und hat im vergangenen August, also vor gut sieben Monaten, die Altersrente beantragt. Die DRV schrieb ihr zurück und schickte Fragebögen für Auskünfte von behandelnden Ärzten. Sie schrieb der DRV, dass es sich um Altersrente handelt und sie gar nicht in ärztlicher Behandlung ist.
Nach zwei Monaten kam noch mal das gleiche Schreiben von der DRV. Sie rief dort an. Man erklärte, dass es sich um ein Missverständnis handelt. Aber nun sei das ja geklärt. Über drei Monate später war die Rente immer noch nicht bewilligt. Sie ging dann zu einer Rentenberatungsstelle, die für sie bei der DRV anriefen. Große Entschuldigung, aber jetzt sei das Problem wirklich geklärt. Gestern, fast zwei Monate später, kam zum dritten Mal diese Anforderung von Arztauskünften, man müsse sonst den Antrag auf Erwerbsminderungsrente abschlägig bescheiden.
Was kann sie tun, außer Schreiben und Anrufen? Anwalt? Presse einschalten? Hat jemand einen Tipp für meine Nachbarin?

von
ich

Zitiert von: Überfordert

Eine Nachbarin hat Probleme mit der DRV. Sie ist Geburtsjahrgang 1946 und hat im vergangenen August, also vor gut sieben Monaten, die Altersrente beantragt. Die DRV schrieb ihr zurück und schickte Fragebögen für Auskünfte von behandelnden Ärzten. Sie schrieb der DRV, dass es sich um Altersrente handelt und sie gar nicht in ärztlicher Behandlung ist.
Nach zwei Monaten kam noch mal das gleiche Schreiben von der DRV. Sie rief dort an. Man erklärte, dass es sich um ein Missverständnis handelt. Aber nun sei das ja geklärt. Über drei Monate später war die Rente immer noch nicht bewilligt. Sie ging dann zu einer Rentenberatungsstelle, die für sie bei der DRV anriefen. Große Entschuldigung, aber jetzt sei das Problem wirklich geklärt. Gestern, fast zwei Monate später, kam zum dritten Mal diese Anforderung von Arztauskünften, man müsse sonst den Antrag auf Erwerbsminderungsrente abschlägig bescheiden.
Was kann sie tun, außer Schreiben und Anrufen? Anwalt? Presse einschalten? Hat jemand einen Tipp für meine Nachbarin?

Ich glaube da hilft nur noch Sarkasmus. Sie könnte ja mal einen "netten" Brief schreiben, für welchen Zeitraum die Erwerbsminderungsrente denn gezahlt werden soll - nach der Regelaltersgrenze ???

Oder den "Spaß" mitnachen und mal ein paar Auskünfte der Ärzte mit garstigen Kommentaren einsenden ?

ich

von
W*lfgang

...wenn sie eine Medienschaffende Enkelin hat, stellt die es auf Youtube, Facebook oder nur auf *Tachles* ins Forum - verbreitet sich wie ein Steppenbrand (wie Antrag 'Mütterrente' *grrr) ...da vergeht dem Sachbearbeiter DRV glatt die Arbeitsfreude, und fängt (vielleicht) Nachdenken an ;-)

Gruß
w.
...den 'Spaß' wegen EM, ja den würde ich ausfechten bis zum Letzten - Presse ist auch nicht verkehrt, die örtlichen Gazetten lechzen ja na Sensation "DRV spinnt: 68-jährige Altersrentnerin soll EM nachweisen, sonst holt Sie die 'Klappse' ab - Rente weg." *gg

Rat an Überfordert: jetzt einfach den Bescheid abwarten, gar nichts mehr machen. Vielleicht nochmal in der Beratungsstelle (DRV?) nachfragen, oder einfach mal ins örtliche Rathaus/Versicherungsamt gehen/vermitteln lassen.

von
Überfordert

Ja danke. Bei der Beratungsstelle, wo man auch zuerst den Antrag mit ihr zusammen ausgefüllt hatte, hat sie schon einen Termin gemacht.
Ihren Namen möchte meine Nachbarin nicht so gern öffentlich verbreitet sehen, deshalb ist das mit der Presse vielleicht keine so gute Idee.

von
Sternsucher

Komische Sache....da scheint ja komplett was falsch zu laufen...auf jeden Fall am Ball bleiben und den Schriftverkehr über die Beratungsstelle laufen lassen..irgendwann muss der Bearbeiter doch mal die Brille aufsetzen und merken, dass es sich nicht um EM-Rente handeln kann....

von
=//=

Also ganz ehrlich, ICH hätte nicht so viel Geduld und Nachsehen!

Bei der 1. Anforderung von ärztlichen Unterlagen KÖNNTE man ja vielleicht noch davon ausgehen, dass irgendwo ein Zahlendreher (Jahrgang 1964 statt 1946) bestand, obwohl ja jeder, der des Lesens mächtig ist, das Geburtsdatum aus der Versicherungsnummer ersehen kann!

Da sie den Rentenantrag bereits im August 2013 gestellt hat (weshalb eigentlich erst so spät? Da war sie ja schon 67!), würde ich mich über die Geschäftsführung der DRV beschweren. Das kann ja alles nicht wahr sein!!! ;-(

Experten-Antwort

Nichts gegen die „qualifizierten “ Beiträge. Vielleicht wurde nur irgendwo ein Fehler gemacht. Das kommt durchaus öfters vor. Das Ganze wird sich doch bei der Beratungsstelle ohne weiteres klären lassen. Also, etwas Geduld und das Problem wird gelöst.

von
Überfordert

Noch mal vielen Dank. Die Nachbarin ist zwar 67 Jahre alt, sie arbeitet aber noch, dringliche finanzielle Probleme hat sie also noch nicht. Der Arbeitgeber hat ihr zugesichert, dass sie bis März bleiben kann. Es ist nur, dass man bei der DRV schon zweimal versichert hat, das Problem sei geklärt aber anscheinend die falschen Daten im Computer einfach nicht verbessert.

von
Agnes

Hallo @Überforderter.
die Nachbarin hat also im August 2013 einen Altersrentenantrag gestellt und soll begutachtet werden.
Man soll es nicht glauben aber in der EU ist so etwas durchaus möglich.
Die Frage die sich mir stellt:
Ist die Nachbarin Angehörige eines anderen EU-Staates oder hat sie außerhalb von Deutschland in einem EU-Staat gearbeitert?
Wenn dem so sein sollte und dies wurde im Rentenantrag angegeben wurde vermutlich ein zwischenstaatliches Verfahren eingeleitet.
Das Sozialrecht ist nicht EU-einheitlich, es gilt immer das nationale Recht und die Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente sind überall unterschiedlich.
Es kann also durchaus sein, dass ein ander ausländischer Versicherungsträger im Wege der Amtshilfe um eine Begutachtung gebeten hat
Je nach Organisation des deutschen Versicherungsträgers ist es möglich, dass der für die Bearbeitung des Altersrentenantrages zuständige Sachbearbeiter hiervon keine Kenntnis hat da der Gutachtenauftrag direkt dem Ärztlichen Dienst zugeleitet worden ist.

Agnes

Nur nebenbei: dies ist kein Karnevalsscherz.
Der Leiter eines mir bekannten Ärztlichen Dienstes der DRV hat auch erst an einen bösen Scherz geglaubt als ihm ein Gutachtenauftrag zur internistischen, orthopädischen und neurologischen Begutachtung für eine 67-jährige Altersrentnerin
vorlag.
Trotzallem: ein dreifach Helau

von
W*lfgang

Zitiert von: Agnes
(...) Nachbarin Angehörige eines anderen EU-Staates(...)
Agnes,

interessante Konstellation, Danke für diesen außergewöhnlichen Gedankengang/Hinweis (muss ich mir merken).

Gruß
w.