von
Turnschuh86

Hallo,

mein Hausarzt hat mir zu einer medizinschen Reha aufgrund der akuten Verschlechterung einer chron. Erkrankung geraten. Zur Zeit bin ich krank geschrieben. Um eine lange Krankmeldungszeit zu vermeiden und möglichst bald wieder arbeitsfähig zu sein, wäre es sinnvoll, eine Reha so schnell wie möglich zu beginnen.
Gibt es entsprechende Formulare für einen Eilantrag - bzw. wie muss vorgegangen werden? Oder reicht, wenn der Hausarzt - den Rehaantrag mit Eilt! - versieht? Wie schnell ist dann mit einer Berabeitung zu rechnen?

von
Schorsch

Wenn Ihr Arzt die Dringlichkeit nachvollziehbar begründen kann, wird Ihr Antrag auch bevorzugt bearbeitet.

Sie müssen aber berücksichtigen, dass es viele "eilige Fälle" gibt, die noch vor Ihnen dran sind.

Am schnellsten geht es immer dann, wenn während eines Krankenhausaufenthaltes eine AHB (Anschlussheilbehandlung) beantragt wird.

Dann darf man (meistens) unmittelbar nach dem KH-Aufenthalt zur Reha.

Aber diese Voraussetzungen sind in Ihrem Fall wohl nicht gegeben.

von
Turnschuh86

Ja, das mit der AHB ist mir bekannt. Aber bei mir liegt kein Krankenhausaufenthalt vor.
Also sollte mein Arzt noch ein Begleitschreiben hinzufügen bzw. Attest?

von
Schorsch

Gewöhnlich wird im Antragsformular bereits danach gefragt, wie dringend die Reha ist.

Und da Sie ja bestimmt ohnehin aussagekräftige Befundunterlagen beifügen werden, erübrigt sich eine weitere Stellungnahme Ihres Arztes.

Der Reha-Antrag landet zunächst beim medizinischen Dienst der DRV und dort wird entschieden, ob eine weitere Begutachtung durch einen neutralen Arzt erforderlich ist oder ob alleine aufgrund der beigefügten Befundunterlagen bewilligt wird.

Je aussagekräftiger die äztlichen Befundberichte sind, desto größer sind Ihre Chancen auf Bewilligung.

Da Sie aber, wie bereits erwähnt, nicht der einzige "dringende Fall" sind, müssen Sie auf jeden Fall mit Verzögerungen rechnen.

Kein Mensch kann von hier aus beurteilen, wie krank Sie sind und wie dringend Ihre Reha tatsächlich ist.