von
Gaby

Hallo, ich bin seit knapp über ein Jahr Krangeschrieben und muss nun zum MDK wovor ich totale Angst habe. Ich leide seit meiner Jugend an Posttraumatische Belastungsstörung und Borderline Typus emotinal instabile Persönlichkeitsstörung, was erst letztes Jahr in der Tagesklinik festgestellt wurde. An Körperlichen Beschwerden habe ich mit den Bandscheiben durch meine Arbeit bekommen und seit meinem sechsen Lebensjahr liegt eine Schwerhörigkeit links vor. War fünf Monate in der Tagesklinik ohne erfolg und wurde mit den Diagnosen entlassen. Was natürlich alles erklärt, warum ich mich die ganzen Jahren gegenüber andere so verhalten habe. Gehe jeden Freitag zur Ergotherapie, jeden Dienstag zum Psychologen für eine Stunde und einmal im Monat zum Psychiater , aber trotz das ich alles annehme und versuche um aus diesem Loch zu kommen passiert nichts mit mir nur Anspannung, Kopfdruck, Ritzen, Aggressionen, Konzentrationsschwäche, schmerz........
Habe auch einen Antrag gestellt bei der Rentenversicherung wo ich eine Ablehnung bekommen habe. Die Begründung, ich habe ja einen Psychologen, wo ich darauf einen Widerspruch an die Rentenversicherung zurück geschickt habe und warte nun darauf. Inzwischen hat meine KK den MDK eingeschaltet und bin nun total fertig.
Es reicht nicht das ich jeden Tag mich durch den Tag ziehe und mich selbst ertragen muss, nun soll ich noch zum nächsten Arzt den ich vielleicht nur einmal sehen werde und der mich mit seinen fragen Quälen wird.
Mein Psychiater und Psychologen stehen ganz hinter mir und meinten das wäre ein Unding, wenn man sie wieder den Wölfen zum fraß rein steckt. Was erwartet mich dort und was stellen die für fragen. Ich will nicht noch mal meine Lebensgeschichte einem Arzt erzählen den ich nur einmal sehen werde damit er darin Rumbohrt.

Gruß Gaby

von
Nicht zu glauben

Verzichten Sie auf eine Rente der Beitragszahler und gut ist´s.

von
Nix

Hallo Gaby!
So wie Du schreibst, bist Du schwer krank.
Und weil das so ist und Du nicht schauspielst, brauchst Du auch keine Angst vor dieser MDK-Untersuchung zu haben. Denn: Du brauchst Dich nicht verstellen, um den Ärzten etwas vorzumachen.
Du bist so wie Du bist, nämlich krank. Das genau werden die Ärzte bei der MDK-Untersuchung auch erkennen und Dir mit dem MDK-Gutachten für die Krankenkasse bescheinigen.

Gehe also ganz gelassen dahin.
Es wird Dir nichts Schlimmes passieren.
Manchmal braucht man Dich auch garnicht untersuchen.
Wichtig ist, dass die ärztlichen Befundunterlagen Deiner behandelnden Ärzte dabei sind.
Dann liest sich dieser MDK-Arzt die Unterlagen durch, macht sich Kopien und noch kleine zusätzliche Notizen und die Sache ist erledigt.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Nix

von
Auskenner

Das die Krankenkasse jetzt den MDK eingeschaltet hat, nachdem ihr EM-Antrag abgelehnt wurde ist nichts ungewöhnlcihes.

Obwohl ich ihre Angst absolut nachvollziehen kann, brauchen Sie vor dem MDK Termin nun aber wirklich keine Angst zu haben.

Nehmen Sie nach Möglichkeit alle ihnen vorliegenden ärztlichen Unterlagen in Kopie mit. Der Arzt dort wird ihnen dann ein paar Fragen stellen, die Sie offen und ehrlich beantworten sollten.

Anhand ihrer Schilderung und den gestellten Diagnosen ist es unverständlich bis unverschämt, das die RV ihren EM-Antrag abgelehnt hat.

Gerade mit einer PTB u n d einer instabilen Persönlichkeitstörung
( Borderline ) stehen die Chancen auf eine EM-Rente eigentlich sehr gut.

Da scheint bisher offensichtlich leider im EM-Verfahren bei Ihnen einiges schief gelaufen zu sein.

Bei aller gebotenen Zurückhaltung und ohne genaue Details in ihrem Falle zu kennen, können Sie aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das ihnen im Widerspruchsverfahren oder spätestens danach im Sozialgerichtsverfahren eine befristete EM-Rente zuerkannt wird.

Wichtig und entscheidend ist dafür nur, das Sie sich von Profis vertreten lassen - also dem VDK/SoVD oder gleich einem Fachanwalt für Sozialrecht und dies nicht alleine durchziehen !

Lassen Sie sich nicht entmutigen und kämpfen Sie weiter. Es lohnt sich und wird am Schluss von Erfolg gekrönt sein.

Alles Gute für Sie.

von
@ Nicht zu glauben

Du hast wohl als Hirn verteilt wurde vergessen Dich zu melden.
So einen Dreck von Antwort gegenüber einem schwerkranken Menschen hab ich selten gelesen.
Im übrigen solttest Du Dämlack mal genau lesen,dann wirst Du feststellen das es garnicht um eine Rente geht.

von
-_-

Gehen Sie da hin und verhalten Sie sich so, wie es Ihnen Ihre Erkrankung erlaubt. Sie können dem Arzt ruhig sagen, dass Sie Ihre Lebensgeschichte nicht wieder und wieder erzählen möchten, weil Sie das zusätzlich belastet. Da Sie wirklich krank sind, muss Ihnen vor diesen Gutachtern keine Bange sein.

von
Auskenner

Meine Antwort gehört natürlich unter Ihren Namen und nicht unter dem Namen "Nix"!

Das die Krankenkasse jetzt den MDK eingeschaltet hat, nachdem ihr EM-Antrag abgelehnt wurde ist nichts ungewöhnlcihes.

Obwohl ich ihre Angst absolut nachvollziehen kann, brauchen Sie vor dem MDK Termin nun aber wirklich keine Angst zu haben.

Nehmen Sie nach Möglichkeit alle ihnen vorliegenden ärztlichen Unterlagen in Kopie mit. Der Arzt dort wird ihnen dann ein paar Fragen stellen, die Sie offen und ehrlich beantworten sollten.

Anhand ihrer Schilderung und den gestellten Diagnosen ist es unverständlich bis unverschämt, das die RV ihren EM-Antrag abgelehnt hat.

Gerade mit einer PTB u n d einer instabilen Persönlichkeitstörung
( Borderline ) stehen die Chancen auf eine EM-Rente eigentlich sehr gut.

Da scheint bisher offensichtlich leider im EM-Verfahren bei Ihnen einiges schief gelaufen zu sein.

Bei aller gebotenen Zurückhaltung und ohne genaue Details in ihrem Falle zu kennen, können Sie aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das ihnen im Widerspruchsverfahren oder spätestens danach im Sozialgerichtsverfahren eine befristete EM-Rente zuerkannt wird.

Wichtig und entscheidend ist dafür nur, das Sie sich von Profis vertreten lassen - also dem VDK/SoVD oder gleich einem Fachanwalt für Sozialrecht und dies nicht alleine durchziehen !

Lassen Sie sich nicht entmutigen und kämpfen Sie weiter. Es lohnt sich und wird am Schluss von Erfolg gekrönt sein.

Alles Gute für Sie.

von
Gaby

Danke Euch für die Antworten und hoffe das es schnell an mir vorbeizieht. Leider ist der Druck immer noch da.

von
Patrizia

Ich habe die gleiche Diagnose (PTB, Borderline und Depressionen) und mir ist heute nach einem vor drei Wochen stattfindenden Gutachtertermin (der eine halbe Stunde gedauert hat) die Erwerbsminderungsrente abgelehnt worden.

Ich bin völlig fertig und weiß nicht mehr weiter. Von mir wollte keiner (die DRV nicht und auch nicht der Gutachter) jemals einen Befundbericht von meinen Ärzten und Kliniken noch irgendwelche Atteste sehen. Aber es wird trotzdem entschieden.

Ich bin schwer enttäuscht, wie mit kranken Menschen umgegangen wird.

Gruss

von
Fritz

Hallo
@ Nicht zu Glauben! du bist ein Schwein!!!

Und @ Patrizia die Gutachter der DRV erstellen ihre Gutachten meist nach: wessen Hand mich Füttert dessen Lied ich Singe, darum nicht aufgeben und Klagen dan werden ihre Artzt Berichte Gelesen und ein Gutachten von Unabhängigen erstelt.
MfG

von
Stefan

Meinen Sie wirklich dass Gutachter die Leute besonders häufig für nicht erwerbsfähig erachten, bevorzugt werden ?

Worauf stützt sich diese Auffassung ?
Warum kommt es SEHR oft vor, dass vor Gericht und von der DRV oft die gleichen externen Gutachter zur Auswahl stehen ?

von
uwe

Meinen Sie wirklich dass Gutachter die Leute besonders häufig für nicht erwerbsfähig erachten, bevorzugt werden ?

Ja, genau das meine ich.

Weshalb sollte es sonst so viele falsche, ich meine sogar vorsätzlich falsche(!) Gutachten geben ??

von
Hmmm

Womit begründen sie Ihre Aussage : "vorsätzlich falsche Gutachten" ?

Sie wissen hoffentlich, was sie hier in den Raum stellen...

von
Auskenner

Wie der tragische Tod und die Auslöser dazu im Fall des Robert Enke zeigen, sind selbst auf psychische Erkrankungen spezialisierte Fachärzte wie Psychiater , mit der Beurteilung/Behandlung dieser Erkrankungen zum Teil völlig überfordert.

Was kann man dann von den bei der RV im med. Dienst tätigen Ärzte erwarten, die alle nur denkbaren Erkrankungen beurteilen müssen und das auch noch ausschließlich papiermässig und danach dann eine Entscheidung zur Erwerbsfähigkeit treffen müssen ?

Ich würde mich nicht wundern , wenn im med. Dienst bei den RV's zum Teil
" nur " z.b. Allgemeinmediziner
oder ein HNO-Arzt sitzen und diese nicht psychiatrischen Fachärzte dann auch die
diese Erkrankungen mit beurteilen muessen.

Leider arbeiten die Ärzte dort in völliger Anonymität und man erfährt in einen normalen Verfahren nicht, welcher Arzt
konkret letzlich die med. Entscheidung getroffen hat und aus welcher med. Fachrichtung er kommt - also ob er überhaupt fachlich kompetent dazu ist !

Im Widerspruchsverfahren oder vor dem Sozialgericht kann ich nur jedem empfehlen u.a. diesen Punkt zu beleuchten und abzuklären.

Grundsätzlich werden aber wohl in keinem anderen medizinischem Fachgebiet wie dem der Psychiatrie , so fehlerhafte und inkompetente Gutachten abgegeben und falsche Entscheidungen getroffen.

Das dies nicht einfach ist und zum Teil in 15 Minütigen
" Untersuchungen " sogar unmöglich ist , steht auf einem anderen Blatt.

Grundsätzlich kann ich aus persönlicher Erfahrung , nach Gesprächen mit vielen Mitpatienten über viele Jahre sagen sowie diversen Beiträgen hier von Usern dieses Forums sagen, das die Schwere von psychiatrischen Erkrankungen und deren potenzielle Lebensgefahr
( siehe Enke ) völlig falsch und inkompetent eingeschätzt wird.

Wenn der Fall des H. Enke bei den zuständigen Ärzten bei den Rentenversicherungen vielleicht nur ein kleines bischen an Umdenken hinsichtlich ihrer Entscheidungen in Rentenverfahren bei schwer psychisch Erkrankten auslöst, wäre dies schon ein kleiner Erfolg.

von
Knut Rassmussen

Genau, alle Kranken sind eh Blaumacher!

Man man man, ich wünsche Ihnen fast, dass mal ein naher Anghöriger von Ihnen in Ihrem Beisein eine Panikattacke erleidet. Dann werden Sie sicher umdenken. Es ist wirklich ein Trauerspiel, wie gesellschaftlich mit Kranken umgegangen wird. Immer schön funktionieren ... wenn nicht, fallenlassen ...

Wohin eine "Dersollsichnichtsohaben" Einstellung führt, sieht man nicht nur an Robert Enke.

von
uwe

Natürlich weiss ich, was ich sage.

Alle Beweise werde ich hier nicht einfügen, nur ein Beispiel:

...........
Gutachter: "keine Kontrakturen...regelgerechte Durchblutung... .

3 Tage später, Herzklinik, Angiografie:
"die Führung des Katheders wegen Kontrakturen erschwert, ... Arterie XXX verschlossen.. der Verschluss ist bereits länger vorhanden.

.........

von
Auskenner

Bei mir RV-Gutachten beim Arzt für innere Medizin :

Eine Langzeitblutmessung ergab normale Blutdruckwerte , keine Anzeichen für eine Abweichung von den Normalwerten und sowie keinen Bluthochdruck. Ein Anhalt für eine Erwerbsminderung ist nicht gegeben.

Eine Tags darauf durchgeführte Auswertung der Daten des Gerätes bei einem anderen Facharzt für innere Medizin ergab :

98% ! der in 24 Stunden gemessenen Blutdruckwerte waren außerhalb des Normalbereiches. Davon der überwiegende Teil der Messungen erheblich erhöht und im stark Gesundheits gefährdeten Bereich. Eine Behandlung mit Blutdruckmedikamenten ist aus ärztlicher Sicht unverzüglich einzuleiten.

Tja, was soll man dazu noch weiter sagen....

Wenn ich damals dazu gesundheitlich in der Lage gewesen wäre, hätte ich den Gutachter angezeigt wegen
vorsätzlicher Falschaussage, Fälschung eines Gutachtens und ebenfalls der Krankenkasse sowie der Ärztekammer den Vorgang zur Überprüfung mitgeteilt.

Solchen Scharlatanen muss man eigentlich ihr schändliches Handwerk zumindest versuchen zu legen.

Von Beispielen dieser Art könnte ich hier einige berichten.

von
uwe

Das Schlimme ist, dass nichts dagegen unternommen wird.

Frage: Was unternimmt die DRV, um Fehlgutachten zu erkennen und zu eliminieren, um ihre Versicherten zu schützen ???

von
Bernhardine

Nehmen Sie doch zum Termin "eine Person Ihres Vertrauens" mit. Das gibt Sicherheit!

von
---

Was soll die DRV dagegen machen, wenn die Betroffenen gegen die Gutachten nicht vorgehen????

Soll die DRV hellsehen, welche Gutachter "Scharlatane" sind und welche nicht ????