von
Katzenfreund

Habe von November 2011 EM-Rente auf Zeit erhalten. Verlängerungsantrag wurde jetzt bis zur Erreichung der Regelaltersgrenze verlängert. Bin 62 J. und hatte bisher ein ruhendes Arbeitsverhältnis. Wie geht es jetzt weiter mit dem Arbeitsverhältnis? Wird dieses jetzt vom Arbeitgeber beendet und für welche Zeit hätte Urlaubsanspruch?

von
GroKo

Zitiert von: Katzenfreund

Habe von November 2011 EM-Rente auf Zeit erhalten. Verlängerungsantrag wurde jetzt bis zur Erreichung der Regelaltersgrenze verlängert. Bin 62 J. und hatte bisher ein ruhendes Arbeitsverhältnis. Wie geht es jetzt weiter mit dem Arbeitsverhältnis? Wird dieses jetzt vom Arbeitgeber beendet und für welche Zeit hätte Urlaubsanspruch?

Urlaubsanspruch haben Sie längstens für 15 Monate rückwirkend.

Experten-Antwort

Ihre Frage bezieht sich ausschließlich auf arbeits- bzw. tarifrechtliche Regelungen. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt zum bisherigen Arbeitgeber auf.

von
Claudia38

bezüglich Urlaubsanspruch: es gibt keinen Urlaub in voller Höhe mehr, Urlaub verfällt vom Jahr zum Jahr und wird immer weniger Tagen. Das was zum Schluss bleibt, wird ausbezahlt nur, wenn Arbeitsverhältnis nicht mehr besteht, also bei Kündigung. Wenn Sie wollen, dass Arbeitsplatz bleibt, oder ruht, dann wird kein Urlaubsgeld ausbezahlt und natürlich irgendwann mit der Zeit Urlaub verfällt komplett weg. Wir haben uns für Arbeitsplatz entschieden.
bezüglich Arbeitsverhältnis: ich denke, das ist auch davon abhängig, wo sie arbeiten, wie groß die Firma ist, was für Tarif- und Arbeitsvertrag Sie haben.
als Beispiel beschreibe ich unser Fall. Ich bin gesetzlicher Betreuer von einem Mensch, der Arbeitsplatz und unbefristeten Arbeitsvertrag hat. Kam Rentenbescheid: volle EM Rente bis zum Altersrente. Trotzdem möchten wir, dass Arbeitsverhältnis bleibt. Bevor Rentenbescheid dem Arbeitgeber zugeschickt wurde, haben wir mit dem Betriebsrat Situation besprochen. Betriebsrat möchte wissen, was genau im Rentenbescheid steht. Obwohl die zugesprochene Rente zeitlich nicht begrenzt ist und bis zur Altersrente vorgesehen, trozdem niergendwo steht, dass sie unbefristet ist und 100 % bis Altersrente wirklich bezahlt wird. Außerdem im Rentenbescheid steht, dass Erwerbsminderungsrente wird in Zeitabständen nachgeprüft und das heisst: rein theoretisch kann irgendwann zur Situation kommen, dass Rente nicht mehr da ist. Diese Punkte wurden bei uns berücksichtigt. Betriebsrat hat selbst den Personalabteilung kontaktiert und alles dort geklärt. - Ergebnis: nach dem Rentenbescheid weggeschickt wurde, kam Brief vom Arbeitgeber, dass Arbeitsverhältnis aufgrund §133 SGB 10 bis zum Altersrente ruht. Also keine Kündigung, aber Anspruch auf Urlaubsgeld in diesem Fall besteht nicht.
Wichtig ist auch, wenn Sie Schwerbehinderung haben (GdB 50, wenn weniger, z. B. 30, kann man Gleichstellung als Schwerbehinderter beantragen). Dann kann Arbeitgeber Sie nicht nur so aus eigenem Willen kündigen, braucht man auf jeden Fall Zustimmung vom Integrationsamt, was nicht einfach ist. Auf jeden Fall würde ich Ihnen empfehelen: nie selbst auf eigenen Wunsch kündigen; dann kann man große Probleme bekommen.

von
GroKo

Zitiert von: Claudia38

bezüglich Urlaubsanspruch: es gibt keinen Urlaub in voller Höhe mehr, Urlaub verfällt vom Jahr zum Jahr und wird immer weniger Tagen. Das was zum Schluss bleibt, wird ausbezahlt nur, wenn Arbeitsverhältnis nicht mehr besteht, also bei Kündigung. Wenn Sie wollen, dass Arbeitsplatz bleibt, oder ruht, dann wird kein Urlaubsgeld ausbezahlt und natürlich irgendwann mit der Zeit Urlaub verfällt komplett weg. Wir haben uns für Arbeitsplatz entschieden.
bezüglich Arbeitsverhältnis: ich denke, das ist auch davon abhängig, wo sie arbeiten, wie groß die Firma ist, was für Tarif- und Arbeitsvertrag Sie haben.
als Beispiel beschreibe ich unser Fall. Ich bin gesetzlicher Betreuer von einem Mensch, der Arbeitsplatz und unbefristeten Arbeitsvertrag hat. Kam Rentenbescheid: volle EM Rente bis zum Altersrente. Trotzdem möchten wir, dass Arbeitsverhältnis bleibt. Bevor Rentenbescheid dem Arbeitgeber zugeschickt wurde, haben wir mit dem Betriebsrat Situation besprochen. Betriebsrat möchte wissen, was genau im Rentenbescheid steht. Obwohl die zugesprochene Rente zeitlich nicht begrenzt ist und bis zur Altersrente vorgesehen, trozdem niergendwo steht, dass sie unbefristet ist und 100 % bis Altersrente wirklich bezahlt wird. Außerdem im Rentenbescheid steht, dass Erwerbsminderungsrente wird in Zeitabständen nachgeprüft und das heisst: rein theoretisch kann irgendwann zur Situation kommen, dass Rente nicht mehr da ist. Diese Punkte wurden bei uns berücksichtigt. Betriebsrat hat selbst den Personalabteilung kontaktiert und alles dort geklärt. - Ergebnis: nach dem Rentenbescheid weggeschickt wurde, kam Brief vom Arbeitgeber, dass Arbeitsverhältnis aufgrund §133 SGB 10 bis zum Altersrente ruht. Also keine Kündigung, aber Anspruch auf Urlaubsgeld in diesem Fall besteht nicht.
Wichtig ist auch, wenn Sie Schwerbehinderung haben (GdB 50, wenn weniger, z. B. 30, kann man Gleichstellung als Schwerbehinderter beantragen). Dann kann Arbeitgeber Sie nicht nur so aus eigenem Willen kündigen, braucht man auf jeden Fall Zustimmung vom Integrationsamt, was nicht einfach ist. Auf jeden Fall würde ich Ihnen empfehelen: nie selbst auf eigenen Wunsch kündigen; dann kann man große Probleme bekommen.


Blödsinn.

von
Gigi

Zitiert von: Claudia38

bezüglich Urlaubsanspruch: es gibt keinen Urlaub in voller Höhe mehr, Urlaub verfällt vom Jahr zum Jahr und wird immer weniger Tagen. Das was zum Schluss bleibt, wird ausbezahlt nur, wenn Arbeitsverhältnis nicht mehr besteht, also bei Kündigung. Wenn Sie wollen, dass Arbeitsplatz bleibt, oder ruht, dann wird kein Urlaubsgeld ausbezahlt und natürlich irgendwann mit der Zeit Urlaub verfällt komplett weg. Wir haben uns für Arbeitsplatz entschieden.
bezüglich Arbeitsverhältnis: ich denke, das ist auch davon abhängig, wo sie arbeiten, wie groß die Firma ist, was für Tarif- und Arbeitsvertrag Sie haben.
als Beispiel beschreibe ich unser Fall. Ich bin gesetzlicher Betreuer von einem Mensch, der Arbeitsplatz und unbefristeten Arbeitsvertrag hat. Kam Rentenbescheid: volle EM Rente bis zum Altersrente. Trotzdem möchten wir, dass Arbeitsverhältnis bleibt. Bevor Rentenbescheid dem Arbeitgeber zugeschickt wurde, haben wir mit dem Betriebsrat Situation besprochen. Betriebsrat möchte wissen, was genau im Rentenbescheid steht. Obwohl die zugesprochene Rente zeitlich nicht begrenzt ist und bis zur Altersrente vorgesehen, trozdem niergendwo steht, dass sie unbefristet ist und 100 % bis Altersrente wirklich bezahlt wird. Außerdem im Rentenbescheid steht, dass Erwerbsminderungsrente wird in Zeitabständen nachgeprüft und das heisst: rein theoretisch kann irgendwann zur Situation kommen, dass Rente nicht mehr da ist. Diese Punkte wurden bei uns berücksichtigt. Betriebsrat hat selbst den Personalabteilung kontaktiert und alles dort geklärt. - Ergebnis: nach dem Rentenbescheid weggeschickt wurde, kam Brief vom Arbeitgeber, dass Arbeitsverhältnis aufgrund §133 SGB 10 bis zum Altersrente ruht. Also keine Kündigung, aber Anspruch auf Urlaubsgeld in diesem Fall besteht nicht.
Wichtig ist auch, wenn Sie Schwerbehinderung haben (GdB 50, wenn weniger, z. B. 30, kann man Gleichstellung als Schwerbehinderter beantragen). Dann kann Arbeitgeber Sie nicht nur so aus eigenem Willen kündigen, braucht man auf jeden Fall Zustimmung vom Integrationsamt, was nicht einfach ist. Auf jeden Fall würde ich Ihnen empfehelen: nie selbst auf eigenen Wunsch kündigen; dann kann man große Probleme bekommen.

Nun, @Grokos Wort schließe ich mich nicht an.
Aber: den zitierten § gibt es nicht.
In den meisten Tarifverträgen ist geregelt das das Arbeitsverhältnis mit Zubilligung einer unbefristeten vollen Erwerbsminderungsrente endet.
Für noch bestehende Urlaubsansprüche gibt es dann eine Urlaubsabgeltung.
Gigi

von
Claudia38

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
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§ 33 Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung
http://www.der-oeffentliche-sektor.de/i