von
Littlefoot

Hallo, ich müsste EMrente beantragen und weiß nicht, ob ich darüber meinen ARbeitgeber informieren muss. bin noch in Wiedereingliederung, aber wegen OP unterbrochen.

Experten-Antwort

In der Regel nicht. Kann aber arbeitsvertraglich festgelegt sein. Fragen Sie Ihren Betriebs/Personalrat, oder schauen Sie in Ihren Arbeitsvertrag!

von
Littlefoot

wir haben keinen Betriebs/Personalrat. _Bin im Kiga beschäftigt. Auch im Arbeitsvertrag steht darüber nichts.

von
Corletto

NEIN, zumindest über die Antragstellung einer EM-Rente , brauchen Sie ihren Arbeitgeber nicht informieren.

Das hat auch mit Arbeits/Tarifvertraglichen Dingen nichts zu tun , denn eine Antragstellung an sich
sagt ja nun gar nichts darüber aus, wie dieser Antrag beschieden wird.

Niemand weiß doch, ob Ihnen überhaupt eine EM-Rente genehmigt wird , zumal so eine EM-Rentenverfahren einige Zeit (3-6 Monate dauert !

Falls Ihnen dann letzloch keine EM-Rente zuerkannt würde, hat sich die Sache doch sowieso erledigt und falls sie genehmigt würde,
müssen Sie zwar nicht, aber sollten Sie schon ihren Arbeitgeber DANN in Kenntnis setzen. Das ist dann immer noch früh genug.

Wobei Sie sich dann auf eine Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses seitens des Arbeitsgebers zumindest vorbereiten sollten...

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen nur raten weder Arbeitskollegen und schon gar nicht ihrem Arbeitgeber von einer EM-Rentenantragstellung zu informieren.

Dies könnte für Sie zu erheblichen Problemen innerhalb des Arbeitsverhältnisses führen, da unter anderem dann ihre Arbeitsleistung mit " Argusaugen " von allen beobachtet würde.

von
Littlefoot

Kann sich die Arbeit nicht nachteilig auf den Rentenbewilligung auswirken? Bin ja noch in WE und areite nicht die vollen Stunden.

Experten-Antwort

Bei einer bewilligten EM-RT ist ein Hinzuverdienst zu prüfen. Beantragen Sie zunächst die Rente. Keiner weiß vorher, ob es zur Verrentung kommt und welche RT es wird? Über die einzelnen Hinzugrenzen zu Reden führt in diesem Forum zu weit. Bei der Antragstellung können Sie diese Fragen erörtern.

von
neptun

Als ich meinen EM-Rentenantrag stellte, mußte mein Arbeitgeber eine Verdienstbescheinigung aus dem Jahr bis zu dem Rentenantragsdatum ausfüllen, da neben den medizinischen Voraussetzungen die versicherungsrechtlichen geprüft werden und dann aber auch die mögliche Rentenhöhe ab diesem Zeitpunkt berechnet wird.

Da braucht man sich also keine Gedanken machen, ob es der Arbeitgeber erfährt.
In meinem Fall war das unumgänglich und müßte eigentlich der normale Ablauf sein, es sei denn, mein Sachbearbeiter war in dieser Hinsicht ein ganz schneller.

LG Neptun

von
Corletto

Was ist bitte WE ???

Ein EM-Rentenantrag kann grundsätzlich auch aus dem Erwerbsleben heraus gestellt werden.

Natürlich ist so eine Situation es für die Genehmigung nicht gerade förderlich.

Zumindest wer Vollzeit arbeitet, kann im Prinzip ja eigentlich nicht erwerbsgemindert sein....

Besser ist es natürlich , wenn Sie zum Zeitpunkt der EM-Rentenantragstellung schon längere Zeit ( Monate ! ) krank geschrieben ist.

So eine Situation unterstützt den EM- Rentenantrag natürlich ungemein.

von
Chris

@Corletto

Mit WE ist eine stufenweise Wiedereingliederung gemeint, d.h. man wird stundenweise wieder in den Arbeitsprozeß eingegliedert solange keine vollschichtige Arbeitsfähigkeit besteht.

von
Corletto

Danke für die Aufklärung.

Habe dann ja selber eine WE ( mir war diese Abkürzung nicht geläufig ) und leider abbrechen müssen...

von
Littlefoot

Danke erstmal. Muss wohl oder übel nen Antrag stellen, da ich momentan nicht arbeitsfähig bin und das Krankengeld irgendwann ausläuft.