von
Michael K.

Hallo,
ich bin zu 100% schwerbehindert nach einem Schlaganfall. Ich bin nicht in der Lage für jemanden zu arbeiten, weil es mir je nach stunde, schlecht geht oder nicht und ich habe zusätzlich ein Wirbelsäulenschaden / -verschleiss habe (WS-Vorfall und andere Schäden). Dann kommen auch die Konzentrationsstörungen dazu. Welche Arbeitgeber will mich so akzeptieren. Diese Angaben tue ich nicht um Mitleid zu erregen, sondern um meine Lage etwas verstädlich zu machen, aber egal.

Eigentlich ist das kein Gewerbe mit Gewinnerzielungsabsicht, aber es gibt solche webseiten, die einem Geld für das Beantworten von Umfragen oder für das Bewerten von Webseiten, ein bisschen Geld auszahlen. Ich hab einfach ein bisschen meine Freude daran gefunden und mein Selbstwertgefühl steigert sich dadurch etwas, wenn ich mich mit sowas etwas beschäftige.
Aber ich habe es hochgerechnet und es kommen ca. 800 EUR im Jahr (1-2 Umfragen oder Bewertungen in der Woche, Zeit selber wählbar) zusammen, vielleicht auch weniger, d.h. ich muss ein Gewerbe anmelden.

Ich habe aber die Befürchtung, dass die drv-bund das missversteht und mir dadurch vielleicht die Rente kürzt oder erneut ein Gutachten einfordert. Obwohl ich zuzeit echt überlege einen Abfindungsvertrag (ich bin seit Jahren krank geschrieben seit dem Schlaganfall) meines Arbeitsgebers zu unterschreiben, weil es mir nicht besser geht; seit dem Wirbelsäulenleiden klar schlechter.

Ich wollte eher Eure Meinung bzw. Erfahrung erfahren, bezüglich
- der Einschätzung von drv-bund und dem Gewerbe,
- und ob es bestimmte Stellen gibt (Ärtze außer der drv), die mein Gesundheits-Zustand gesetzlich unerschütterlich feststellen

Ich bin schwer am überlegen, ob ich überhaupt ein Gewerbe anmelden soll...

Experten-Antwort

Hallo Michael K.,

bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit wird die Deutsche Rentenversicherung nachprüfen, ob sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat.
Die Aufnahme der Selbstständigkeit müssen Sie Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger schriftlich mitteilen.
Die Beurteilung des gesundheitlichen Leistungsvermögen wird immer durch die Ärzte der Deutschen Rentenversicherung getroffen. Nur im Klagefall wird diese Entscheidung durch das Gericht getroffen.
Das Votum anderer Ärzte ist für die gesetzliche Rentenversicherung nicht bindend.

von
W*lfgang

Hallo Michael K.,

lesen Sie dazu diesen Beitrag, besonders den letzten, der verdeutlicht, was kann ich noch (aus eigenem Blickwinkel), welche Maßstäbe sind wirklich/gesetzlich anzusetzen (was geht med. tatsächlich noch) und wo liegen die Grenzen (Hinzuverdienst) - die den steuerrechtlichen Gewinn von jährlich 5400 EUR einhalten müssen, damit es nicht zu Kürzungen der EMRT kommt.

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Gruß
w.