von
S.R.

Hallo,

ich hab in 01/11 einen EMR-Antrag abgegeben, der wurde abgelehnt, Widerspruch in 08/11, dann monatelang nichts gehört, vor drei Monaten kam ein Brief, dass die Ärzte die Akte bearbeitet haben und diese nun zurück geht an die Widerspruchstelle.

Seitdem wieder nichts mehr gehört.

Heute habe ich mal die Sachbearbeiterin angerufen und die wird zu mir sagen, dass die Akte bei der Leistungsabteilung war und von dort jetzt erstmal zurück muß.

Nun meine Frage - ist es normal, dass bei einem EMR-Antrag die Akte in die Leistungsabteilung geht?

Mich irritiert das etwas.

LG
S.R.

von
-/-

Wäre es nicht einfacher gewesen, dieses Frage am Telefon bei der Widerspruchssach- bearbeiterin zu stellen?
Hier im Forum kann - mangels Kaffeesatz und Kristallkugeln - nur wieder spekuliert werden, da je nach hausinterner Bezeichnung bei den einzelnen Träger Leistungsabteilung auch wieder unterschiedliche Beedeutung haben kann.

von
S.R.

Guten Morgen,

ich hatte diese Frage gestern gestellt, aber keine Antwort bekommen. Angeblich wüßte die Dame nicht, wie da gerade der Sachstand ist. Ich muß warten, bis die Akte wieder zurück ist. Deshalb dachte ich, dass ich mal hier nachfrage.

von
Jockel

Hallo S.R.,
ja, das ist völlig normal, dass die Akte in der Leistungsabteilung bearbeitet wird. Bei einem Rentenverfahren wegen Erwerbsminderung wird der Vorgang sowohl im ärztlichen Dienst, als auch in der Leistungsabteilung bearbeitet.
Ein Teil der Rentenentscheidung ist begründet auf medizinischen Sachverhalten, der andere ist begründet auf der Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen, sowie der lückenlosen Klärung Ihres Versicherungskontos. Dieser zweite Teil geschieht in der Leistungsabteilung.
Der ärztliche Dienst entscheidet lediglich, ob Síe z.B. erwerbsgemindert sind oder nicht. Über den Rentenanspruch als solchen wird in der Leistungsabteilung entschieden.

von
ich

Bei der DRV Bund läuft das zum Beispiel so:

Versicherter stellt Antrag auf Rente, Akte geht in die Leistungsabteilung, dort wird der Vorgang bearbeitet und der Bescheid gefertigt.

Versicherter legt ggf. Widerspruch ein, Akte geht in die Widerspruchsstelle zur Überprüfung des Bescheides unter Berücksichtigung der Begründung des Widerspruches.

Handelt es sich um eine medizinische Entscheidung, führt die Leistungsabteilung nur die medizin. Ermittlungen durch (Anforderung von Befundbericht oder Gutachten etc.) und legt dann diese dem beratungsärztlichen Dienst zur Entscheidung vor.

Ist die medizin. Entscheidung gefallen wird der Vorgang aber immer in der Widerspruchsstelle abschließend bearbeitet!

von
Klaus-Peter

Das gössere Problem ist doch nicht die Dauer der Entscheidung , sodnern das jetzt zu erwartende Ergebnis.

Und fakt ist aber nun mal, das wenn der Fall überhaupt an die Widerspruchstelle seinerzeit gegangen ist, kann / hat der ärztliche Dienst dem Widerspruch NICHT stattgegeben. Das dann im Widerspuchsauschuss eine andere als die vom ärztlichen Dienst vorgegebene ( geplante ) Entscheidung erfolgt - also die Ablehnung des Widerspruches - ist sehr sehr unwahrscheinlich. zirka in einem von 100 Fällen kommt dies nur vor.

Der Antragsteller sollte sich also auf einen Ablehnungsbescheid zumindest schon mal geistig einrichten und damit auf eine Klage vor dem Sozialgericht bereits vorbereiten.

von
Klaus-Peter

" überhaupt an die Widerspruchstelle seinerzeit gegangen "

Korrektur : Das muss natürlich heissen
" an den Widerspruchausschuss serinerzeit gegangen " und nicht an die Widerspruchsstelle.

Die Widerspruchsstelle ist - wie schon geschrieben - immer bei einem Widerspruch involviert , aber eben nicht immer dann noch der Widerspruchsausschuss. Die Akte kommt nur dann dort vor diesen Ausschuss, wenn der ärztliche Dienst nach vorheriger Prüfung des Widerspruches bei der Ablehnung der EM-Rente bleibt.

Der Widersoruchsausaschuss wird übrigens scherzhaft auch der " zahnlose Tiger " genannt.

von
S.R.

Hallo,

also was ich jetzt weiß:
Die Akte ist von den Ärzten wohl schon lange wieder zurück gewesen und danach ging sie zur Leistungsabteilung.

Der Widerspruch war damals mehrere Seiten lang, da die Gutachten Sachen enthielten, die ich getrost als Lügen bezeichnen kann.
Mehrere Sachen wurden gar nicht berücksichtigt, andere kamen nach Antrag auf EMR noch dazu.

Ich hab jetzt schriftlich um den Sachstand gebeten, mal sehen, was da kommt.

LG

Experten-Antwort

Sehr geehrte (r) Frau/Herr S.R.,

die Darstellungen, die internen Strukturen der Rententräger betreffend, bedürfen keiner weiteren Ausführungen. Hinsichtlich des Ausgang Ihres Widerspruchs empfiehlt es sich, unabhängig von Ihrer Sachstandsanfrage, den entsprechenden Bescheid abzuwarten.

von
S.R.

Hallo nochmal,

heute bekam ich einen Anruf, dass ein Brief an mich wieder zurück kam, weil ich am 1.6. umgezogen bin - allerdings gibt es einen Nachsendeantrag, also hätte mich ein Brief ja erreichen müssen.

Ich komme mir etwas vereimert vor.

von
Schade

Der DRV schriftlich die neue Anschrift mitzuteilen und im gleichen Schreiben nach dem Sachstand zu fragen, sollte kein Problem darstellen.

von
Jockel

....das der Brief trotz Nachsendeantrag an die DRV zurück gegangen ist, ist nun wahrlich nicht das Problem der DRV.....

von
S.R.

1. Ich hatte der DRV die neue Anschrift mitgeteilt, die hatten die eigentlich vorliegen. Warum die Post angeblich an die alte Anschrift gesendet wurde ist mir nicht klar.

2. Bisher kamen ALLE Briefe hier an, nur der von der DRV ging zurück? Ist klar.....

von
Klaus-Peter

Zitiert von: S.R.

Hallo,

also was ich jetzt weiß:
Die Akte ist von den Ärzten wohl schon lange wieder zurück gewesen und danach ging sie zur Leistungsabteilung.

Der Widerspruch war damals mehrere Seiten lang, da die Gutachten Sachen enthielten, die ich getrost als Lügen bezeichnen kann.
Mehrere Sachen wurden gar nicht berücksichtigt, andere kamen nach Antrag auf EMR noch dazu.

Ich hab jetzt schriftlich um den Sachstand gebeten, mal sehen, was da kommt.

LG

Hatten Sie denn im Widerspruchsverfahren jetzt eine Begutachtung ? In einem Fall wie den ihren, ist es wichtig und entscheidend im Widerspruchsverfahren auf einer erneute ( oder erstnmalige, falls vorher noch keine war ) Begutachtung zu bestehen. Nur wenn Sie der Gutachter dann als EM einstuft haben Sie eine Chance die EM-Rente dann doch noch zu bekommen. Sonst muss die RV ja bei ihrem Ergebnis der Anlehnung der Rente bleiben wenn keine neuen med. Erkenntnisse vorliegen.

Haben Sie den keinen Anwalt oder Sozialverband der Sie im Verfahren rechtlich vertritt ?

von
S.R.

Hallo,

nein, es gab keine erneute Begutachtung, nur die behandelden Ärzte wurden wohl angeschrieben (soweit ich das verstanden habe).

Nein, kein Anwalt oder sowas :-(
Ich war mal im VDK, aber nachdem die schon vor Jahren bei einer Teilhabe am Arbeitsleben im Grunde nichts gemacht haben, habe ich das dann gekündigt.

von
...

Zitiert von: S.R.

2. Bisher kamen ALLE Briefe hier an

Und woher wollen Sie das wissen? Wer weiß, welche Briefe Sie noch nicht erreicht haben???

von
Klaus-Peter

Das ist natürlich ein grober Fehler sich ab Widerspruchseinlegung nicht rechtlich gegenüber der RV vertreten zu lassen. Dadurch wird so ein Verfahren auf eine ganz andere Ebene ( vor allem auch juristische ) gehoben und vor allem dann auch mit einer anderen Wertigkeit wenn man so sagen darf von der RV behandelt. Sobald ein Anwalt ins Spiel kommt werden die Karten neu gemischt und das meistens zu Gunsten des Widerspruchsführers. Aber dafür ist es ja offensichlith jetzt leider wohl zu spät.

Sollte also eine Ablehnung kommen und Sie Klage erheben nehemn Sie sich aber bitte dann einen Anwalt oder gehen wieder zum VdK. Viel Erfolg.

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