von
koro

Hallo,
da ich derzeit noch voll erwerbsunfähig bin, soll ich einen Rentenantrag auf EMR stellen (Umdeutung). Mein Ziel war aber im Frühjahr eine Umschulung beginnen zu können und damit stellt sich nun auch mein Problem.
Wenn ich jetzt Erwerbsminderungsrente (ca. 400EUR) erhalte und beginne erst in 1-3 Jahren eine Umschulung, wie hoch ist dann das Übergangsgeld das momentan noch ca. 1500EUR betragen würde?

von
Nix

Auf das Übergangsgeld wird die EM-Rente voll angerechnet.
Monatliches Übergangsgeld
minus monatliche Nettorente
----------------------------
= Monatliches ÜG ausgezahlt
======================

Wie hoch das Übergangsgeld in 1-3 Jahren sein wird, kann Ihnen heute niemand sagen.

Experten-Antwort

Guten Morgen Koro,
die Rentenversicherung hat den Auftrag alle Leistungen zur Teilhabe (medizinische und berufsfördernde Leistungen) zu prüfen, bevor eine Erwerbsminderungsrente bewilligt werden kann. Ich schließe aus Ihrem Sachverhalt, dass derzeit keine Möglichkeit gesehen wird eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben erfolgreich durchführen zu können. Setzen Sie sich doch bitte mit dem für Sie zuständigen regionalen Rehabilitationsfachberater Ihres Rentenversicherungsträgers zusammen. Dieser kann Ihnen die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Sofern die Erfolgsprognose später einmal positiv ist, könnte Übergangsgeld aus dem Tariflohn berechnet werden.
Mit freundlichem Gruß

von
Schade

neben den finanziellen Überlegungen sollten Sie mit Ihren Ärzten besprechen inwiefern Ihre Ziele realistisch sind.

In der Regel ist jemand, der voll erwerbsgemindert ist, nicht in der Lage, die Belastung einer Umschulung zu meistern (anders ausgedrückt: wer einen Beruf erlernen kann, könnte auch leichte Arbeiten verrichten und braucht keine Rente).

Somit stellt sich vielleicht die Frage nach der Höhe des ÜG gar nicht.