von
Soulmate

Hallo :-)
Ich habe nach meiner Reha im März zum 01.05. die teilweise EMR erhalten. Nun hat mein Arbeitgeber mir aber bislang keinen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, so dass ich auf Anraten der DRV-Beratungsstelle einen Widerspruch eingelegt habe mit der Bitte um Überprüfung hinsichtlich des Teilzeitarbeitsmarktes. Das ist nun 2 Monate her. Mittlerweile hat mich die Krankenkasse wegen weiterer AU zum MdK geschickt, welcher feststellte, dass ich keine 15 Std/Woche mehr arbeiten kann. Nun hat man dieses Gutachten auch zur DRV geschickt. Ich habe dort angerufen und man meinte (in Stralsund), die Akte sei zur Entscheidung nach Berlin. Nun hat man mir hier gesagt, wenn die Akte nach Berlin geht, heißt das, sie konnten in Stralsund dem Widerspruch wohl nicht abhelfen und deshalb wird jetzt in Berlin entschieden. Und man sagte mir, ich solle mit einer Ablehnung rechnen. Nun hat die TK aber noch das Gutachten drangehängt und meine Frage an das Forum ist jetzt, vermischen die eigentlich Äpfel mit Birnen? Sprich, wenn es um eine Entscheidung für die volle Rente wegen verschlossenem Arbeitsmarkt geht, kann dann eine Entscheidung aus medizinischen Gründen mit einfließen? Bzw. welche Gewichtung hat eigentlich ein Gutachten vom MdK? Ich hab das Gefühl, die DRV ist da immer arg frostig, wenn es um Einmischung von Krankenkassen geht und beharren darauf, dass diese garnix zu sagen hätten. Hat irgendwer Rat für mich?

von
W*lfgang

Zitiert von: Soulmate
man meinte (in Stralsund)
...eigentlich ein Running-Gag ;-)
Zitiert von: Soulmate
Bzw. welche Gewichtung hat eigentlich ein Gutachten vom MdK?
Soulmate,

eigentlich keins. Es können Sich Indizien ergeben, die für die DRV relevant sind, um die Frage nach voller EM-Rente zu entscheiden ...genauso gut kann es ein 'Gefälligkeitsgutachten' für die Krankenkasse sein, um Sie von deren Leistungspflicht zu entbinden. Warten Sie einfach die Entscheidung aus 'Berlin' ab.

> Ich hab das Gefühl, die DRV ist da immer arg frostig, wenn es um Einmischung von Krankenkassen geht und beharren darauf, dass diese garnix zu sagen hätten.

Haben Sie damit schon Erfahrung gemacht, oder kommt es nur vom Hörensagen? Richtig ist, die DRV entscheidet selbst (was Sie gerichtlich überprüfen lassen können), und die 'Meinung' einer Krankenkassen (wahlweise können Sie an dieser Stelle auch AfA, Jobcenter, Gesundheitsamt, den eigenen Hausarzt einsetzen), ist grundsätzlich nebensächlich.

Gruß
w.

von
Soulmate

Ja, man hat mir am Telefon schon mehrfach zu verstehen gegeben, dass das, was die Krankenkasse sagt oder will deren Sache ist und die DRV immer noch selbst entscheidet. Und so etwas klingt für mich nicht wirklich nach einvernehmlicher Zusammenarbeit und Sozialversicherungsträgern.

Ein "running gag"? Wie soll ich das verstehen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Soulmate
Ein "running gag"? Wie soll ich das verstehen?
...ich lass das mal offen/Insiderwissen - tut aber nichts Wesentliches zur Sache, denn

> Und so etwas klingt für mich nicht wirklich nach einvernehmlicher Zusammenarbeit und Sozialversicherungsträgern.

Die DRV 'arbeitet' in diesem Fall mit der Krankenkasse (KK) nicht zusammen, da die Frage nach Erwerbsminderung aus Rentensicht eine völlig andere ist, als aus KK-Sicht, die nur eine (vorübergehende) Arbeitsunfähigkeit finanziell zu entschädigen hat – und Sie in das System Rente abschieben will. Bevor Sie da als Erwerbsgeminderter reinfallen, sind die Hürden etwas höher, als sie die KK für den eigenen Leistungsbereich vorsieht.

Mehr dazu können Sie hier nachlesen, wann Sie zu einem Rentenkandidat werden können:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.html

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Soulmate,
zunächst würde ich die Entscheidung der DRV Bund abwarten.
Das Gutachten der Krankenkasse wird bei der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit durchaus herangezogen. Allerdings ist ein Unterschied zwischen KV und RV zu beachten. Während die Krankenkasse nur zu prüfen hat, ob vorübergehende Arbeitsunfähigkeit vorliegt, bezieht sich die Erwerbsminderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.